
Installateur-Fachbetriebe sichern Wasserqualität im Gebäude bis zum Wasserhahn
Bundesinnung: Für umfassende Trinkwasservorsorge braucht es klare Rahmenbedingungen, Bewusstseinsbildung und eine langfristige Sanierungsstrategie
Die Bundesinnung der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker in der Wirtschaftskammer Österreich begrüßt, dass Bundesminister Norbert Totschnig beim Trinkwasser-Gipfel die langfristig sichere Trinkwasserversorgung, Vorsorgemaßnahmen und die Folgen von Trockenheit in den Mittelpunkt gestellt hat. Neben Fragen der Trinkwasserversorgung und -verteilung müsse jedoch auch der Trinkwasserhygiene in Gebäuden stärkere Beachtung geschenkt werden.
„Österreich verfügt über Trinkwasser von sehr hoher Qualität. Damit diese Qualität auch bei den Menschen ankommt, muss Trinkwassersicherheit bis zum Wasserhahn gedacht werden. Gerade in älteren Gebäuden braucht es daher mehr Bewusstsein für hygienisch einwandfreie Leitungs- und Rohrsysteme“, stellt Bundesinnungsmeister-Stellvertreter Andreas Rotter fest.
Sichere und hygienisch einwandfreie Leitungssysteme in Gebäuden sind entscheidend, um die hohe Trinkwasserqualität bis zur Entnahmestelle abzusichern. Vor allem in älteren Gebäuden (bei Häusern bis weit in die 1970er-Jahre oder z.B. in Gründerzeithäusern) können bestehende Leitungen und Rohrsysteme noch aus Materialien bestehen, die heutigen Anforderungen nicht mehr entsprechen. Besonderes Augenmerk ist bei Umbau- und Sanierungsarbeiten auf noch angeschlossene Totleitungen zu legen, die zwingend einem Rückbau unterzogen werden müssen.
BEDENKLICHE LEITUNGEN SYSTEMATISCH ERFASSEN
Die Trinkwasserverordnung, die auf der EU-Trinkwasserrichtlinie basiert, setzt genau hier an: Sie enthält Vorgaben zur Trinkwasserqualität sowie zu Materialien, die mit Trinkwasser in Berührung kommen. Aus Sicht der Bundesinnung braucht es daher einen strukturierten Plan, wie bedenkliche Leitungen und Rohrsysteme systematisch erfasst und schrittweise ausgetauscht werden können. Ziel müsse sein, mögliche chemische oder mikrobiologische Risiken für die Bevölkerung zu vermeiden und die hohe Trinkwasserqualität bis zum Wasserhahn abzusichern.
Die heimischen Installateur-Fachbetriebe beschäftigen sich tagtäglich mit Trinkwasserinstallationen und verfügen über die notwendige Kompetenz, diese fachgerecht zu prüfen, zu warten und bei Bedarf zu sanieren. Sie sind damit zentrale Fachleute bei der Umsetzung einer umfassenden Trinkwasservorsorge. Dafür brauche es klare Rahmenbedingungen, Bewusstseinsbildung und eine langfristige Sanierungsstrategie, an der sich Betreiber:innen orientieren können. (PWK364/TK)
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