Dürrekrise – SPÖ Bäuerinnen und Bauern: „Der Feuerlöscher allein reicht nicht“

SPÖ-Bauernvorsitzender Michael Schwarzlmüller und Ewald Grünzweil, Mitglied des SPÖ-Expert*innenrats, fordern grundlegenden Kurswechsel in der Landwirtschaftspolitik

Die anhaltende Trockenheit führt zu massiven Belastungen für die Landwirtschaft. Ernteausfälle, Futtermangel und steigende Kosten bringen viele Betriebe an ihre Grenzen. Der Vorsitzende der SPÖ Bäuerinnen und Bauern Michael Schwarzlmüller betont: „Forderungen nach Hilfen sind verständlich. Hilfen sind wie ein Feuerlöscher – unverzichtbar, wenn es brennt. Noch wichtiger ist es aber, dafür zu sorgen, dass es gar nicht erst zu einem Brand kommt und unsere Böden nicht austrocknen und ihre Widerstandskraft verlieren.“ Nach Ansicht der SPÖ-Bäuerinnen und Bauern greift die aktuelle Debatte zu kurz: Immer neue Hilfspakete und Entschädigungen allein werden die Landwirtschaft nicht widerstandsfähiger machen. „Wir verlieren Wasser aus der Landschaft. Unsere Böden verlieren Humus, Hecken verschwinden, die Artenvielfalt nimmt ab und die Zahl der Hitzetage steigt. Kein Hilfspaket speichert Wasser im Boden und keine Entschädigung bringt einen einzigen Regentropfen zurück“, betont Schwarzlmüller. ****

Die SPÖ-Bäuerinnen und Bauern sprechen sich für einen klaren Schwerpunkt auf Vorsorge statt auf bloße Schadensverwaltung aus und fordern:

* Wasser in der Landschaft halten
* Humus aufbauen
* Bäume und Hecken fördern
* Regionale Kreisläufe stärken
* Abhängigkeit von fossiler Energie und Kunstdünger verringern
* Landwirtschaft widerstandsfähiger machen

„Die aktuelle Situation zeigt einmal mehr, dass viele bäuerliche Betriebe an ihre Belastungsgrenzen stoßen. Rasche Hilfen allein reichen nicht aus. Wer unsere Landwirtschaft langfristig sichern will, muss heute in gesunde Böden, den Humusaufbau und eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung investieren. Jeder Euro für Vorsorge schützt Ernten, bäuerliche Existenzen und unsere Versorgungssicherheit nachhaltiger als jede spätere Schadensabgeltung“, betont Schwarzlmüller.

„Wir dürfen nicht von einer Dürre zur nächsten leben. Es geht nicht darum, notwendige Hilfen infrage zu stellen. Es geht darum, die Ursachen anzugehen und den bäuerlichen Betrieben eine langfristige Perspektive zu geben. Wer nur repariert, wird die nächste Krise nicht verhindern“, ergänzt Ewald Grünzweil, Mitglied des SPÖ-Expert*innenrats.

Michael Schwarzlmüller appelliert an jene Wasserversorger, die noch genügend Wasser zur Verfügung haben, betroffenen bäuerlichen Betrieben mit der Wasserversorgung zu helfen. „Gerade jetzt kommt es auf Solidarität und Zusammenhalt an“, so Schwarzlmüller.

Die SPÖ Bäuerinnen und Bauern unterstützen die SPÖ-Petition „Unser Wasser schützen“ und sprechen sich unter anderem für den Schutz des Wassers vor Privatisierung, die Umsetzung einer österreichweiten Wasserstrategie sowie ein ambitioniertes Klimagesetz aus.

SERVICE: Hier geht’s zur SPÖ-Petition: „Grundversorgung statt Profit. Unser Wasser schützen“

(Schluss) ls/bj

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