
Grüne Wien/Berner ad Sobieski-Denkmal-Debatte: Monumentale Heldendarstellung zementiert überholtes Geschichtsbild ein
Es braucht Erinnerungsorte, die Dialog, Verständigung und die gemeinsame Zukunft betonen.
„Ein monumentales Heldendenkmal ist kein neutrales Abbild von Geschichte, sondern immer auch ein politisches Statement. 2026 sollten wir Geschichte differenziert erzählen“, sagt die Grüne Kultursprecherin Ursula Berner anlässlich der von der ÖVP gestern aufgestellten Karton-Statue des seit Jahren geplanten und umstrittenen Sobieski-Denkmals. „Die Frage ist nicht, ob die Ereignisse von 1683 historische Bedeutung haben – das bestreitet niemand. Die Frage ist vielmehr: Welches Geschichtsbild wollen wir heute im öffentlichen Raum sichtbar machen? Und welches Gesellschaftsbild wollen wir damit vermitteln? Die Darstellung eines Helden zu Pferd ist jedenfalls kein zeitgemäßes Erinnern“, so Berner weiter.
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