
Österreich erhält nach 15 Jahren neuen hochpräzisen Windatlas mittels moderner Technik: regional mehr Wind-Potenzial als bisher angenommen
DIE INTERNATIONAL TÄTIGEN WINDMESSUNGS-SPEZIALISTEN DES PLANUNGSBÜROS ENERGIEWERKSTATT HABEN IM AUFTRAG DES BUNDESMINISTERIUMS FÜR INNOVATION, MOBILITÄT UND INFRASTRUKTUR (BMIMI) UND IN KOOPERATION MIT DER EUROPÄISCHEN WELTRAUMORGANISATION ESA DEN BISLANG GENAUESTEN WINDATLAS FÜR ÖSTERREICH ERSTELLT – NEUE DATEN ZEIGEN: ÖSTERREICH HAT ZUSÄTZLICHE POTENZIALRÄUME IN MEHREREN BUNDESLÄNDERN.
13.08.26: Österreich verfügt in mehreren Regionen über mehr Windkraft-Potenzial als bisher angenommen. Das zeigt der neue Windatlas 2026, den die Energiewerkstatt aus Oberösterreich in Kooperation mit dem BMIMI und der Europäischen Weltraumorganisation ESA erstellt hat. Die erstmals seit 15 Jahren umfassend aktualisierte Analyse basiert auf modernsten Klimamodellen, Satellitendaten und Windmessungen und liefert die bislang genaueste Darstellung der Windverhältnisse in Österreich. Die Karte zeigt auch zusätzliche Potenzialräume und schafft eine neue wissenschaftliche Grundlage für die zukünftige Bewertung von Windkraftstandorten.
„Wer die Energiewende erfolgreich gestalten will, braucht präzise Daten. Mit dem Windatlas 2026 schaffen wir die bislang beste Grundlage, um das Windkraftpotenzial in Österreich wissenschaftlich fundiert zu bewerten und die Energieplanung auf ein neues Niveau zu heben. Besonders erfreulich ist, dass dabei österreichische Kompetenz und europäische Weltraumtechnologie zusammenwirken. So entstehen Innovationen, die unsere Energieversorgung unabhängiger, resilienter und wettbewerbsfähiger machen“, sagt Peter Hanke, Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur.“
NEUE ERKENNTNISSE FÜR SECHS BUNDESLÄNDER
Der Windatlas 2026 zeigt zusätzliche Potenzialräume in Oberösterreich, Kärnten, Niederösterreich, der Steiermark, Salzburg und Tirol. In Oberösterreich stechen insbesondere das südliche Traunviertel sowie das nördliche und nordöstliche Mühlviertel hervor. Diese Gebiete liegen derzeit überwiegend innerhalb der geplanten Windkraft-Ausschlusszonen. Im Grenzraum zwischen Niederösterreich und der Steiermark zeigen sich etwa im Alpenvorland großflächige Gebiete mit besseren Windverhältnissen als bisher angenommen. Außerdem in den Mürzsteger Alpen und der Region Semmering. Weitere interessante Potenzialflächen finden sich in Salzburg von den Loferer und Leoganger Steinbergen bis in die Berchtesgadener Alpen sowie in Tirol im Bereich der Ötztaler und Zillertaler Alpen. Der Windatlas zeigt jedoch nicht nur zusätzliche Potenzialräume, sondern auch Regionen, in denen das Windpotenzial geringer ausfällt als bisher angenommen – darunter Gebiete westlich von Graz oder die Region rund um den Vorarlberger Rätikon.
MODERNSTE DATENGRUNDLAGE FÜR DIE WINDKRAFTPLANUNG
Für den Windatlas kombinierte die Energiewerkstatt hochaufgelöste Klimamodelle mit Satellitendaten der ESA, Geländedaten und Windmessungen aus ganz Österreich. Dadurch konnten die Windverhältnisse mit einer räumlichen Auflösung von 100 mal 100 Metern berechnet werden. Das Ergebnis ist die bisher präziseste Darstellung der Windressourcen Österreichs und eine wichtige wissenschaftliche Grundlage für die Bewertung möglicher Windkraftstandorte.
IG Windkraft Österreich
Mag.(FH) Gerhard Maier
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