FPÖ – Nepp zu nächsten WK-Leaks: Wo wurde beim Benko-Deal der Deckel draufgehalten?

WK-Immobilien um 36 Millionen abgegeben und kurz darauf um 50 Millionen weiterverkauft? Für die FPÖ braucht es sofortige Ermittlungen der WKStA.

„Jetzt bekommt der millionenschwere Benko-Deal der Wiener Wirtschaftskammer eine völlig neue Dimension. Walter Ruck sagt selbst, bei den Prüfungen rund um das Haus der Wiener Wirtschaft sei ‚brav der Deckel draufgehalten’ worden. Ich möchte wissen, wo genau der Deckel draufgehalten werden musste? Und vor allem, was sollte darunter bleiben?“, stellt der Wiener FPÖ-Chef Stadtrat Dominik Nepp eingangs auf die brisanten, neuen Protokolle die entscheidenden Fragen.

Die Wirtschaftskammer hatte zwei eigene Immobilien im Zuge des Geschäfts mit Rene Benkos Signa um rund 36 Millionen Euro abgegeben. Kurz darauf wurden diese aber um rund 50 Millionen Euro weiterverkauft. „Einmal durch die talentierten Hände Benkos gedreht und plötzlich stehen fast 15 Millionen Euro mehr auf dem Preisschild. Stand der nächste Käufer vielleicht schon bereit? Wer wusste davon? Und wer hat alles an der Differenz verdient?“, so Nepp.

Rucks Aussagen über den Kontrollausschuss werfen somit weitere Schatten auf dieses System. Wenn schon über einen kritischen Vertreter gesprochen wird, den andere „einfangen“ und „unter Beobachtung“ halten sollen, drängt sich der Verdacht auf, dass kritische Kontrolle lange gezielt verhindert wurde: „Ein Kontrollgremium ist dazu da, den Mächtigen auf die Finger zu schauen, diejenigen zu schützen, die dem System unterworfen sind und keinen direkten Einblick genießen. Aber bestimmt nicht, um über dreckige Deals den Deckel draufzuhalten.

Warum taucht Spießgeselle Benko zufällig immer dort auf, wo auf dubiose Weise mit Immobilien Millionen verdient wurden. Man muss jetzt die Frage stellen dürfen, ob Benko bei solchen Geschäften der Strohmann eines politisch bestens vernetzten rot-schwarzen Wiener Immobiliensystems war“, hält Nepp fest.

Der Freiheitliche fordert daher die WKStA auf, sämtliche Unterlagen unverzüglich sicherzustellen: „Die Wiener Wirtschaftstreibenden finanzieren dieses System mit ihren Pflichtbeiträgen. Sie haben ein Recht zu erfahren, was mit ihrem Vermögen passiert ist. Wer hat an diesen fast 15 Millionen verdient? Wer wusste vom Weiterverkauf? Und vor allem: Wo wurde der Deckel draufgehalten?“

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