
Wiener ÖVP kündigt dringliche Anfrage zum Wiener Haushalt an
Die Wiener ÖVP wird im Gemeinderat eine dringliche Anfrage an Bürgermeister Michael Ludwig zur aktuellen Budgetlage der Stadt einbringen. Das kündigte ÖVP-Klubobmann und Gemeinderat Harald Zierfuß heute, Montag, bei einer Pressekonferenz im Rathaus an. Der Bürgermeister solle zu den aktuellen Haushaltsdaten und zu den geplanten Schritten zur Konsolidierung des Wiener Budgets Stellung nehmen.
Zierfuß verwies auf die seit dem Stabilitätspakt regelmäßig veröffentlichten Haushaltsdaten der Bundesländer. Demnach entfielen im ersten Halbjahr 2026 über eine Milliarde Euro beziehungsweise 94,8 Prozent des Nettofinanzierungssaldos aller Bundesländer auf Wien. „Wien ist Schuldenmeister in der gesamten Republik“, sagte Zierfuß. Die Ursache liege aus seiner Sicht vor allem in der Ausgabenstruktur der Stadt.
Gemeinderat Hannes Taborsky erklärte, dass sich der Wiener Finanzierungssaldo im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 zwar um rund 616 Millionen Euro verbessert habe, diese Entwicklung jedoch nahezu vollständig auf höhere Einnahmen – etwa durch gestiegene Gebühren – zurückzuführen sei. Die Gesamtauszahlungen seien nur geringfügig gesunken. Taborsky forderte, Ausgaben und Förderungen stärker auf Effizienz und Notwendigkeit zu prüfen sowie den Haushalt durch strukturelle Einsparungen zu konsolidieren.
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