Salzburger Festspiele: „Französische Impressionen mit Lang Lang“ und Wiener Philharmonikern unter Tugan Sokhiev am 30. August

Zum Auftakt der ORF-„kulturMATINEE“: Porträt „Lang Lang – Lieblingsmelodien von Klassik bis Disney“ – ab 9.05 Uhr, ORF 2 und ORF ON

Ein weiteres musikalisches Glanzstück der diesjährigen Salzburger Festspiele präsentiert die von Teresa Vogl moderierte „kulturMATINEE“ am Sonntag, dem 30. August 2026, um 9.55 Uhr in ORF 2 (und auf ORF ON) unter dem Titel „Französische Impressionen mit Lang Lang“. Zu erleben sind die Höhepunkte eines Konzerts der Wiener Philharmoniker mit dem nächsten Neujahrskonzert-Dirigenten Tugan Sokhiev am Pult und Starpianist Lang Lang, der Maurice Ravels Klavierkonzert in G-Dur, gefolgt von Claude Debussys berühmtestem Orchesterwerk „La Mer“, zum Besten gibt. Zur Einstimmung lädt die Dokumentation „Lang Lang –Lieblingsmelodien von Klassik bis Disney“ (9.05 Uhr) auf eine musikalische Reise mit dem Künstler durch seine ganz persönlichen Lieblingsmelodien. Ö1 sendet das ganze, im August aufgezeichnete Salzburg-Konzert der Wiener Philharmoniker, bei dem außerdem auch Sergej Prokofjews Suite aus dem Ballett „Romeo und Julia“ erklingt, am 13. September um 11.03 Uhr.

„Lang Lang – Lieblingsmelodien von Klassik bis Disney“ (9.05 Uhr)

Im Alter von zwei Jahren sieht Lang Lang in einer Episode von „Tom und Jerry“, wie Tom die Ungarische Rhapsodie Nr. 2 von Franz Liszt spielt. Es ist ein Erweckungserlebnis, der Bub will unbedingt Klavier spielen lernen. Mit fünf Jahren gewinnt er bereits einen Wettbewerb, mit 17 beschert ihm ein Einspringen beim Ravinia Festival in den USA den internationalen Durchbruch. Immer wieder tritt Lang Lang bei Großereignissen auf, etwa bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele in Peking 2008 oder bei der Verleihung des Friedensnobelpreises an Barack Obama. Längst ist der heute 44-Jährige ein Botschafter der klassischen Musik, der in den großen Konzertsälen der Welt brilliert – und mit derselben Begeisterung das Repertoire pflegt, das viele Klavierschüler:innen aus dem eigenen Unterricht kennen.

In einer von Sophie-Caroline Danner und Elmar Kruse gestalteten Ausgabe der Dokureihe „My favourite Melodies“ nimmt der chinesische Starpianist das Publikum mit auf eine persönliche Reise mit seinen Lieblingsmelodien, von Beethovens „Für Elise“ zu Debussys „Clair de Lune“, von Johann Sebastian Bach und Johannes Brahms bis hin zu Filmmusik, etwa aus „Das Dschungelbuch“ oder „Die fabelhafte Welt der Amélie“. Gedreht an einzigartigen Orten in Paris, u. a. bei einer nächtlichen Fahrt über die Seine, beflügeln die Darbietungen des Musikers die Fantasie der Zuseher:innen und wecken einige der schönsten Kindheitserinnerungen.

„Französische Impressionen mit Lang Lang“ (9.55 Uhr)

Das am 8. und 9. August aufgezeichnete Konzert der Wiener Philharmoniker unter der musikalischen Leitung von Tugan Sokhiev im Rahmen der Salzburger Festspiele verbindet zwei Werke, die Bewegung als zentrales musikalisches Prinzip zeigen – einmal als präzise gesetzten Impuls, einmal als weit ausgreifenden Klangstrom. Maurice Ravels Klavierkonzert in G-Dur, interpretiert von Lang Lang, lebt von rhythmischem Drive, jazzigen Anklängen und einer Eleganz zwischen Pariser Esprit und modernem Großstadtpuls. Aus dem ursprünglich als „Divertissement“ gedachten Konzept entstand eine hochraffinierte Partitur: brillant instrumentiert, farbenreich und voller überraschender Kontraste, in denen Virtuosität und lyrische Ruhepunkte einander ablösen.

Unmittelbar anschließend öffnet Claude Debussys „La Mer“ den Raum. In sinfonischen Skizzen verdichten sich Wind, Wellen und Licht zu schillernden Orchesterfarben, die weniger Naturbeobachtung als Erinnerung und Imagination folgen – vom ersten Aufscheinen des Morgens bis zum Dialog von Wind und Wellen. So führt die Dramaturgie von Ravels klar konturierter Energie zu Debussys atmender, sich ständig wandelnder Klangfläche.

Für die Bildregie der ORF-Übertragung zeichnet Leopold Knötzl verantwortlich.

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