
PV&B Austria: Noch 30 Tage, um Österreichs Stromnetzpläne fit für PV und Speicher zu machen
Analyse der Entwicklungspläne der 16 größten Verteilnetzbetreiber zeigt vier Hebel für tatsächliche Wirkung
DEN 16 GRÖSSTEN NETZBETREIBERN ÖSTERREICHS BLEIBT NOCH RUND EIN MONAT, UM IHRE VERTEILERNETZENTWICKLUNGSPLÄNE (V-NEPS) ZU EINEM BRAUCHBAREN INSTRUMENT FÜR DIE ENERGIEWENDE ZU MACHEN. DER BUNDESVERBAND PHOTOVOLTAIC & BATTERY AUSTRIA (PV&B AUSTRIA) HAT DIE KÜRZLICH ZUR BEGUTACHTUNG VORGELEGTEN ENTWÜRFE ANALYSIERT. DAS ERGEBNIS: NOCH FEHLEN WESENTLICHE INFORMATIONEN, DAMIT DIE V-NEPS EINE TATSÄCHLICHE PLANUNGSGRUNDLAGE FÜR DEN WEITEREN AUSBAU VON PHOTOVOLTAIK (PV) UND BATTERIESPEICHERN DARSTELLEN. PV&B AUSTRIA SIEHT VIER KONKRETE HEBEL, MIT DENEN DIE PLÄNE BIS ZU IHRER VERÖFFENTLICHUNG ENDE SEPTEMBER DEUTLICH AN WIRKUNG GEWINNEN KÖNNEN. MIT DEM ELEKTRIZITÄTSWIRTSCHAFTSGESETZ (ELWG) SIND DIE VERTEILNETZBETREIBER ERSTMALS VERPFLICHTET, ENTSPRECHENDE AUSBAUPLÄNE ZU ERSTELLEN UND ZU VERÖFFENTLICHEN.
Die V-NEPs sollen aufzeigen, wie sich die Verteilernetze angesichts des wachsenden Strombedarfs und des Ausbaus erneuerbarer Energien entwickeln werden, welche Maßnahmen zur Erhöhung der Netzkapazitäten geplant sind und wo und wann zusätzliche Anschlusskapazitäten für neue Stromerzeugungsanlagen und Batteriespeicher zur Verfügung stehen. Gleichzeitig sollen sie bestehende Netzengpässe sichtbar machen und damit aufzeigen, wo mittel- bis langfristig Möglichkeiten bestehen, diese durch einen flexibleren Netzbetrieb zu bewältigen – etwa durch den gezielten Einsatz von Batteriespeichern. Gut ausgearbeitete V-NEPs bieten so einen konkreten Mehrwert für beide Seiten: Sie schaffen eine verlässliche Planungsgrundlage für Projektentwickler*innen und eröffnen Netzbetreibern zusätzliche Möglichkeiten für mehr Effizienz und Flexibilität im Betrieb.
„Die V-NEPs sind eine große Chance für Österreichs Energiewirtschaft. Diese Chance müssen wir auch tatsächlich nutzen und einen echten Mehrwert schaffen. Dafür müssen die Pläne klar zeigen, wo, wann und in welchem Umfang zusätzliche Netzkapazitäten entstehen. Nur so erhalten Projektentwickler*innen eine verlässliche Orientierung für ihre Planungen und können neue PV- und Speicherprojekte gezielter dort entwickeln, wo sie sowohl energiewirtschaftlich als auch netztechnisch sinnvoll sind“, sagt HERBERT PAIERL, Vorstandsvorsitzender von PV&B Austria. Wie wichtig diese Transparenz ist, zeigt auch eine aktuelle Mitgliederbefragung von PV&B Austria: Knapp 53 Prozent bewerten die fehlende Transparenz über verfügbare bzw. geplante Netzkapazitäten als das größte Hindernis bei der Umsetzung neuer PV- und Batteriespeicherprojekte in Abstimmung mit den Netzbetreibern_._ VERA IMMITZER, Geschäftsführerin des Branchenverbands, ergänzt: “Projektentwicklung ist gerade in einem so komplexen Umfeld wie der Energiebranche keine Einbahnstraße. Transparenz zwischen den unterschiedlichen Playern ist dabei das A und O. Daher ist es essenziell, dass die V-NEPs von Beginn an eine verlässliche Informationsquelle über die Entwicklung der Netzkapazitäten darstellen.“
VIER HEBEL FÜR MEHR AUSSAGEKRAFT UND WIRKUNG
Bundesverband Photovoltaic & Battery Austria
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