Saudi-arabischer Auftrag für österreichisches Unternehmen AVL im Rahmen von Prölls Delegationsreise kurz vor Abschluss

AUF SEINER DELEGATIONSREISE NACH SAUDI-ARABIEN BRACHTE STAATSSEKRETÄR ALEXANDER PRÖLL EINEN AUFTRAG DES ENERGIEKONZERNS ACWA FÜR DIE STEIRISCHE AVL EINEN ENTSCHEIDENDEN SCHRITT NÄHER – ACWA WILL AVL MIT DER TECHNISCHEN UMSETZUNG EINER ESAF-PILOTANLAGE BEAUFTRAGEN, DER GROSSAUFTRAG STÄRKT DEN HEIMISCHEN WIRTSCHAFTSSTANDORT.

Die Dekarbonisierung der Luftfahrt zählt zu den größten Herausforderungen der globalen Energiewende. Ein entscheidender Hebel zur Reduktion von CO₂-Emissionen liegt in der Nutzung nachhaltiger Flugkraftstoffe, sogenannter eSAF (electro Sustainable Aviation Fuels). Deren Herstellung ist heute jedoch noch mit hohen Kosten verbunden. Genau hier setzt AVL an. Das steirische Unternehmen arbeitet seit mehr als 10 Jahren an Technologien, um die Effizienz der eSAF-Produktion zu steigern und deren Wirtschaftlichkeit zu verbessern.

AVL arbeitet seit mehr als 10 Jahren an innovativen Verfahren, um die Effizienz der eSAF-Produktion deutlich zu steigern und die Wirtschaftlichkeit dieser Schlüsseltechnologie zu verbessern. Das von AVL entwickelte Verfahren basiert auf einer Hochtemperaturelektrolyse, die Wasser und CO₂ direkt in Synthesegas umwandelt. Dieses dient im nächsten Prozessschritt als Ausgangsstoff für die Herstellung von synthetischem Kerosin. Durch den technologischen Ansatz von AVL können signifikante Wirkungsgradsteigerungen erzielt werden, die das Potenzial haben, die Herstellungskosten von eSAF um bis zu 50 Prozent zu reduzieren. Damit leistet AVL einen wichtigen Beitrag zur Skalierung und Marktfähigkeit nachhaltiger Flugkraftstoffe.

Auf Basis intensiver Vorgespräche sowie einer im Herbst unterzeichneten Absichtserklärung arbeiten ACWA – ein weltweit führender Entwickler nachhaltiger Energie- und Kraftwerkslösungen – und AVL derzeit an der Realisierung einer ersten eSAF-Pilotanlage in Saudi-Arabien. Über dieses gemeinsame Projekt hinaus steht eine direkte Beauftragung von AVL durch ACWA für die technische Umsetzung im Raum. Eine entsprechende Beauftragung würde auch österreichische Wertschöpfung schaffen. Im Rahmen der Delegationsreise kam es zu einem direkten Treffen zwischen Staatssekretär Pröll, dem CEO von ACWA und AVL, bei dem das große Interesse an einer entsprechenden Beauftragung von AVL nochmals ausdrücklich bekräftigt wurde. Die Gespräche vor Ort haben dazu beigetragen, die Verhandlungen zwischen den beiden Unternehmen auf die Zielgerade zu bringen.

_„Österreichische Unternehmen wie AVL zeigen eindrucksvoll, dass heimische Spitzentechnologie international höchst gefragt ist. Wenn ein internationaler Partner wie ACWA AVL mit der Umsetzung eines Projekts dieser Größenordnung beauftragen will, ist das ein starkes Signal für den heimischen Wirtschafts- und Forschungsstandort – der Auftrag und die Wertschöpfung kommen nach Österreich. Genau deshalb ist es mir wichtig, mit unseren Unternehmen persönlich vor Ort zu sein, im direkten Gespräch mit potenziellen Partnern und Auftraggebern – denn am Ende zählen nicht Absichtserklärungen, sondern konkrete Projekte und Aufträge“,_ so Staatssekretär Alexander Pröll.

Für AVL stellt ein solcher Auftrag einen bedeutenden Meilenstein in der Weiterentwicklung seiner Technologiekompetenz im Bereich nachhaltiger Energie- und Mobilitätslösungen dar. Die finale Entscheidung über die Auftragsvergabe wird in den kommenden Wochen erwartet.

AVL ist Teil der österreichischen Wirtschaftsdelegation, die Staatssekretär Pröll im Rahmen seiner Reise nach Saudi-Arabien begleitet, und steht damit exemplarisch für das Ziel der Reise: internationale Aufträge und internationale Partner gezielt für den Wirtschaftsstandort Österreich zu gewinnen und aus Gesprächen rasch konkrete, wirtschaftlich wirksame Projekte werden zu lassen.

Stv. Büroleiter und Pressesprecher des Staatssekretärs
Vincenz Kriegs-Au
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