FSG-younion ad EFA26: Gesundheitsversorgung 2045 – Öffentlich, vernetzt, menschlich

FSG-younion begrüßt das klare Bekenntnis von Gesundheitsministerin Korinna Schumann zu einem starken öffentlichen Gesundheitssystem und zur Ablehnung von Privatisierungen

Wie das Gesundheitswesen der Zukunft gestaltet werden kann, stand heute im Mittelpunkt der Diskussion „Die Zukunft des Gesundheitswesens gestalten – Krankenhäuser und Primärversorgung“ beim Europäischen Forum Alpbach 2026. Im Zentrum standen die Herausforderungen durch den steigenden Versorgungsbedarf, den Fachkräftemangel, neue Versorgungsstrukturen sowie die Chancen einer stärker vernetzten und patient:innenzentrierten Gesundheitsversorgung.

Bundesministerin für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz Korinna Schumann betonte dabei die Notwendigkeit, Spitäler gezielt zu entlasten und die Primärversorgung sowie Fachärzt:innenzentren weiter auszubauen. Ziel müsse es sein, Patient:innenwege einfacher und transparenter zu gestalten und gleichzeitig die Gesundheitsversorgung insbesondere in weniger dicht besiedelten Regionen nachhaltig zu sichern.

Auch die Möglichkeiten des Europäischen Gesundheitsdatenraums (EHDS – European Health Data Space) wurden diskutiert. Schumann verwies dabei auf internationale Vorbilder wie Estland, wo durch Transparenz und Vertrauen in den Umgang mit Gesundheitsdaten die Akzeptanz digitaler Lösungen erfolgreich gestärkt werden konnte. Gleichzeitig unterstrich sie die Bedeutung einer sicheren europäischen Gesundheitsversorgung und einer stärkeren Unabhängigkeit bei der Produktion essenzieller Medikamente.

Für die FSG-younion steht fest: Die Weiterentwicklung des Gesundheitssystems muss auf dem Fundament einer starken öffentlichen Daseinsvorsorge erfolgen. Besonders erfreulich ist daher das klare Bekenntnis der zuständigen Ministerin zur Stärkung des öffentlichen Systems und ihre eindeutige Ablehnung von Privatisierungen im Gesundheitsbereich.

„Ein modernes Gesundheitswesen braucht Innovation, Digitalisierung und neue Versorgungsmodelle. Gleichzeitig darf aber niemals der Zugang zu hochwertiger medizinischer Versorgung vom Einkommen abhängig werden. Die klare Absage von Gesundheitsministerin Korinna Schumann an Privatisierungen ist daher ein wichtiges Signal für alle Beschäftigten und Patient:innen. Öffentliche Gesundheitsversorgung ist keine Ware, sondern ein Grundrecht“, betont Vorsitzender der Wiener Hauptgruppe 2 „Team Gesundheit“ innerhalb der FSG-younion, Edgar Martin.

Die FSG-younion verweist in diesem Zusammenhang auf ihre Grundwerte, wonach qualitativ hochwertige öffentliche Dienstleistungen eine tragende Säule für Lebensqualität, sozialen Zusammenhalt und Chancengerechtigkeit darstellen. Die Organisation bekennt sich ausdrücklich zum Schutz der Daseinsvorsorge sowie zum Schutz öffentlicher Leistungen vor Liberalisierung und Privatisierung.

Die angekündigte Fortsetzung der Gesundheitsreform, mehr Transparenz im Wahlarztbereich sowie die gezielte Entlastung der Krankenhäuser durch einen Ausbau der Primärversorgung sind aus Sicht der FSG-younion wichtige Schritte, um die Versorgung langfristig sicherzustellen. Gleichzeitig müssen die Spitäler als Rückgrat des öffentlichen Gesundheitswesens gestärkt und auf ihrem Weg zur Spitzenmedizin unterstützt werden.

Für die FSG-younion ist klar: Die Gesundheitsversorgung der Zukunft ist öffentlich, solidarisch, digital unterstützt und an den Bedürfnissen der Menschen orientiert. Privatisierung ist dafür kein Lösungsweg. Nur ein starkes öffentliches Gesundheitssystem kann Versorgungssicherheit, soziale Gerechtigkeit und beste Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im Gesundheitsbereich dauerhaft gewährleisten.

FSG-younion – Sozialdemokratische Gewerkschafter:innen in der younion
_ Die Daseinsgewerkschaft
Hans Adrian Dorfmeister-Pölzer
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