La Calisto ab 16. September im MusikTheater an der Wien

Kosmisches Zaubertheater zum Saisonauftakt

Das MusikTheater an der Wien der Vereinigten Bühnen Wien, ein Unternehmen der Wien Holding, eröffnet die Saison in seinem mittlerweile 225 Jahre alten Haus mit einem außergewöhnlichen Opernerlebnis: Francesco Cavallis _Dramma per musica La Calisto_ ist von 16. bis 28. September im Theater an der Wien zu erleben.

Schon die frühen Meister der Oper setzten sich mit der Willkür der Macht und ihren Folgen für Gesellschaft und Individuum auseinander. In der 1651 uraufgeführten und auf Ovids _Metamorphosen_ basierenden Oper werden diese zeitlos aktuellen Fragen mit großer musikalischer Ausdruckskraft, feinem Humor und barocker Sinnlichkeit verbunden.

Lautenistin und Dirigentin Christina Pluhar und ihr Ensemble LArpeggiata und Regisseur Stefan Herheim bringen _La Calisto_ als kosmisches Zaubertheater auf die Bühne. An der Spitze des herausragenden Vokalensembles steht mit Vera-Lotte Boecker eine der vielseitigsten Sopranistinnen der Gegenwart. An ihrer Seite singen unter anderem Milan Siljanov, Giuseppina Bridelli, Marcel Beekman und Jake Arditti.

Das Publikum erwartet eine fantasievolle Reise zwischen Götterwelt und menschlichem Begehren, Verwandlung, Verführung und Machtmissbrauch. Auch der Tanz spielt dabei eine zentrale Rolle: Als integraler Bestandteil der barocken Kunstform wird er zum eigenständigen Ausdrucksmittel, das die musikalische und szenische Erzählung um eine unmittelbar körperliche Dimension erweitert.

IM BANN VON LIEBE UND BEGEHREN

Die Welt liegt von einem großen Feuer verwüstet. Jupiter, der höchste Gott, will die Erde wieder mit Wasser versorgen, verliebt sich dort aber spontan in die Nymphe Calisto, die sich dem Keuschheitskult der Göttin Diana verschrieben hat. Davon lässt sich Jupiter jedoch nicht abhalten, und in der Gestalt der Diana verführt er Calisto, die daraufhin bei ihrer Begegnung mit der echten Diana statt Liebe Zurückweisung und Zorn erfährt. Diana selbst ist nämlich dem jungen Endimione verfallen, was wiederum der Hirtengott Pan eifersüchtig beobachtet. Jupiters Frau Juno beendet schließlich das Treiben um Begehren und Verführung und verwandelt die schuldlose Geliebte ihres Mannes in eine wilde Bärin.

In _La Calisto_ prallen Götter, Nymphen und Fabelwesen aufeinander. Alle stehen im Bann von Liebe und Begehren, von Macht und Gewalt und führen auf tragikomische Weise menschliche Leidenschaften vor. Das 1651 in Venedig uraufgeführte Werk stellt sowohl die der gesellschaftlichen Ordnung zugrundeliegenden Moralvorstellungen infrage, als auch die damit verbundenen Geschlechterrollen. Bedeutet Calistos Verwandlung in das Sternbild des Großen Bären am Ende der Oper einen Bruch mit der göttlichen Ordnung oder eine Unterwerfung?

PREMIERE:

* Mittwoch, 16. September 2026 um 19.00 Uhr

TERMINE:

* Samstag, 19. September
* Montag, 21. September
* Donnerstag, 24. September
* Samstag, 26. September
* Montag, 28. September

jeweils um 19.00 Uhr im MusikTheater an der Wien (Linke Wienzeile 6, 1060 Wien).

Andrea Gruber
MusikTheater an der Wien – Leitung Pressebüro
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