Steffi Grötz ist neue Bundesvorsitzende der Jungen Generation in der SPÖ (JG)

JG-Bundeskonferenz in St. Pölten mit rund 130 Delegierten stellte Weichen für die kommenden zwei Jahre

Bei der JG-Bundeskonferenz unter dem Motto „Unsere Zukunft: Not for Sale“ am Samstag in St. Pölten ist Steffi Grötz zur neuen Bundesvorsitzenden des SPÖ-Jugendreferats gewählt worden. Sie übernimmt die Funktion von Michael Kögl, der diese vier Jahre lang innehatte. Die rund 130 Delegierten diskutierten und beschlossen außerdem zahlreiche Anträge. Grötz rückte in ihrer Antrittsrede die großen Fragen in den Vordergrund. Die Sozialdemokratie sei immer dann stark gewesen, wenn sie sich etwas getraut habe: vom Gemeindebau bis zur Arbeitszeitverkürzung, alles einst als utopisch abgetan und trotzdem durchgesetzt. Gerechtigkeit, so Grötz, entscheide sich schon bei der Geburt: „Uns allen werden schon von Geburt an gewisse Dinge in die Wiege gelegt – unser Geschlecht, unsere Herkunft oder der Kontostand der Eltern. Diese Geburtslotterie entscheidet viel zu oft, was aus uns wird, noch bevor wir unser erstes Wort gesprochen haben.“ ****

Daran knüpft sie klare Forderungen: ein Gesundheitssystem, das gezielt ausgebaut statt ausgehungert wird, eine 30-Stunden-Woche, kostenlose Bildung vom Kindergarten bis zur Universität, leistbare Öffis im ganzen Land und ein Ende von Lohndumping und Ausbeutung. Angesichts sich überschlagender Krisen wurde Grötz kämpferisch: für Klimagerechtigkeit gegen profitgetriebene Konzerne und gegen Faschismus, der nur Hass versprüht und die Demokratie aushebelt. Für Grötz ist klar, dass die großen Vermögen ihren Beitrag leisten müssen – über eine Erbschaftssteuer für Millionenerbschaften: „Wir können uns die Reichen einfach nicht mehr leisten!“

Ihr Ziel für die kommenden zwei Jahre: die Junge Generation als progressiven Motor der Sozialdemokratie stärken, um den Krisen der Zeit und dem Wiedererstarken der Rechten etwas entgegenzusetzen. Gemeinsam mit Bundessekretärin Gloria Seidl und Bundesfrauen*sprecherin Simone Singh führt Steffi künftig den Bundesvorstand. Der scheidende Vorsitzende Michael Kögl dankte den Delegierten für vier gemeinsame Jahre und wünschte seiner Nachfolgerin alles Gute; Grötz dankte Kögl für vier Jahre, in denen er die JG mit Leidenschaft, Haltung und enormem Einsatz geprägt und nach vorne gebracht habe.

Biographische Eckdaten:

Stefanie Grötz ist 31 Jahre alt, im Waldviertel (Niederösterreich) aufgewachsen und lebt seit zehn Jahren in Wien. Hauptberuflich arbeitet sie als diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin (DGKP) und ist Betriebsrätin. In Wien-Hernals ist sie Bezirksrätin und Vorsitzende der Sozialkommission. Die vergangenen vier Jahre war sie Mitglied des JG-Bundesvorstands und Bundesfrauen*sprecherin. Sie stottert seit ihrer Kindheit und ist trotzdem, oder gerade deshalb, eine laute Stimme für Gerechtigkeit. (Schluss) bj

Rückfragehinweis:
Gloria Seidl

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