WKNÖ-Ecker zu Treibstoff: „Steuern senken statt Margen deckeln“

WKNÖ-Ecker zu Treibstoff: „Steuern senken statt Margen deckeln“

Angesichts erneut steigender Energiepreise und der massiven Belastung durch hohe Treibstoffkosten fordert Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ), rasche und spürbare Entlastungen für die heimischen Betriebe. Die aktuellen Spritpreise sind für alle Branchen, die zwingend auf Fahrzeuge angewiesen sind – von Handwerk, Bau und Transport über Handel und mobile Dienstleistungen bis zu Tourismus und Industrie – eine massive Belastung. Die Kosten können vielfach weder kurzfristig reduziert noch vollständig an die Kundinnen und Kunden weitergegeben werden. „Unsere Betriebe brauchen jetzt Entlastung und Planungssicherheit. Eingriffe in den Markt und Margenbegrenzungen sind ein Tabu“, so Ecker. Für den WKNÖ-Präsidenten steht daher eine steuerliche Entlastung bei den Treibstoffpreisen im Fokus.

ENERGIEPREISE ALS WARNSIGNAL

Gleichzeitig sieht er auch bei Strom und Gas dringenden Handlungsbedarf. Laut Österreichischer Energieagentur ist der Strom-Großhandelspreisindex für September gegenüber dem Vormonat um 26 Prozent und gegenüber September 2025 um 68,12 Prozent gestiegen. Beim Gas beträgt das Plus 16,6 beziehungsweise 71,1 Prozent.

„Diese Entwicklung ist ein Warnsignal. Unsere Unternehmen brauchen wettbewerbsfähige und planbare Energiepreise – bei Treibstoff genauso wie bei Strom und Gas“, fordert Ecker und ergänzt: „Klar ist aber auch: Staatliche Markteingriffe und Margenbegrenzungen sind der falsche Weg – sie schaffen neue Unsicherheit, bremsen Investitionen und schwächen den Wettbewerb, statt Energie dauerhaft leistbarer zu machen.“

WIRTSCHAFTSBAROMETER: ZWEI DRITTEL RECHNEN MIT WEITER STEIGENDEN KOSTEN

Wie groß der Druck ist, zeigt auch das WKNÖ-Wirtschaftsbarometer vom Sommer 2026: Zwei Drittel der Unternehmen rechnen mit weiter steigenden Kosten, insbesondere bei Löhnen, Energie und Material. 29 Prozent sehen Energiekosten bereits als konkreten Wettbewerbsnachteil. Das allgemeine Wirtschaftsklima bleibt mit einem Saldo von minus 32,3 deutlich negativ. „Unsere Betriebe sind bereit zu investieren und Verantwortung zu übernehmen. Aber sie können nicht jede neue Kostenwelle auffangen oder weitergeben. Jetzt braucht es Entscheidungen, die spürbar entlasten und wieder Vertrauen schaffen“, so der WKNÖ-Präsident.

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