
SPÖ-Teiber: Mehr Chancen und Entlastung für ältere Beschäftigte
„Für die SPÖ ist klar: Das gesetzliche Pensionsantrittsalter bleibt unverändert. Gleichzeitig wollen wir jenen, die länger arbeiten möchten und gesundheitlich dazu in der Lage sind, diese Möglichkeit geben und sie dabei stärker entlasten“, sagt SPÖ-Arbeitsmarktsprecherin Barbara Teiber anlässlich des heutigen Beschlusses der Aktivpension im Nationalrat. „Wer länger arbeiten möchte und dazu die Möglichkeit hat, kann das jetzt zu attraktiveren Bedingungen tun“, so Teiber. ****
Die Beschäftigungsquote der 60- bis 64-Jährigen liegt derzeit bei rund 40 Prozent. Gleichzeitig beschäftigen 75 Prozent der Unternehmen keinen einzigen Menschen über 60. Es reiche nicht, von Arbeitnehmer:innen längeres Arbeiten zu verlangen. „Wir müssen auch dafür sorgen, dass ältere Beschäftigte faire Chancen am Arbeitsmarkt haben und gesund bis zur Pension arbeiten können“, so Teiber.
Ab 2027 stehen jährlich zusätzlich 100 Millionen Euro für die Beschäftigungsförderung älterer Arbeitnehmer:innen und Arbeitsuchender zur Verfügung. Auch das Älterenbeschäftigungsmonitoring ist bereits etabliert und setzt konkrete Ziele für die Beschäftigung älterer Menschen. Arbeitgeber in Branchen mit niedriger Beschäftigungsquote von 60- bis 64-Jährigen werden gezielt über Unterstützungsangebote informiert. Für den Arbeitsmarkt-Transformationsfonds werden 2028 und 2029 insgesamt 82 Millionen Euro bereitgestellt.
„Wir müssen in der Debatte auch offene und kritische Punkte ansprechen, etwa mögliche Mitnahmeeffekte bei gut Verdienenden. Gleichzeitig ist klar: Im Gegensatz zu einer Flat-Tax, von der vor allem hohe Einkommen profitieren würden, beschließen wir heute ein gerechteres Modell, von dem über 100.000 Menschen profitieren werden“, sagt Teiber.
Davon profitieren auch rund 60.000 Pensionist:innen, die derzeit geringfügig in der Pension dazuverdienen. „Für viele geht es dabei um jeden Euro, etwa wenn sie am Samstag im Handel arbeiten, zwei Abende im Wirtshaus kellnern oder als Security aushelfen. Sie werden mit der neuen Regelung entlastet“, so die SPÖ-Abgeordnete.
Mit der Aktivpension werden jene, die freiwillig über das gesetzliche Regelpensionsalter hinaus arbeiten wollen, beim Zuverdienst mit einem Steuerfreibetrag von bis zu 1.250 Euro pro Monat entlastet. (Schluss) eg/lw
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