Venice TV Award 2026 in Gold für ORF-III-Koproduktion von Rossini-Neuinszenierung „Gelegenheit macht Diebe“

Zusammenarbeit mit dem MusikTheater an der Wien / Vereinigte Bühnen Wien in Kategorie „Performing Arts“ ausgezeichnet

Die im November 2025 in „Erlebnis Bühne“ ausgestrahlte ORF-III-Aufzeichnung der Neuinszenierung von Gioachino Rossinis „L’occasione fa il ladro – Gelegenheit macht Diebe“ aus der Wiener Kammeroper wurde mit dem „Venice TV Award 2026“ ausgezeichnet. Die in Zusammenarbeit mit dem MusikTheater an der Wien (Vereinigte Bühnen Wien) entstandene Fernsehproduktion erhielt die Goldtrophäe in der Kategorie „Performing Arts“ des renommierten Preises, der seit 2018 jährlich herausragende internationale TV-Produktionen unterschiedlicher Genres prämiert. Damit setzte sich die von Bildregisseur Ulrich Wagner für ORF III inszenierte Oper erfolgreich gegen vier weitere Mitbewerber durch.

Zur preisgekrönten TV-Aufzeichnung

Rossinis „Gelegenheit macht Diebe“ ist eine doppelte Verwechslungskomödie, bei der durch falsches Spiel die wahre Liebe siegt. Anders als in Mozarts „Così fan tutte“ tauschen sowohl die Herren als auch die Damen die Rollen, teils absichtlich, teils unabsichtlich. Virtuose Arien, witzige Instrumentaleffekte und rasante Ensembles zeichnen dieses frühe Werk des später weltweit bekannt gewordenen Komponisten aus. Ganz am Beginn steht Rossinis erste und eindrucksvolle Gewittermusik, die in der Inszenierung von Marcos Darbyshire an der Kammeroper mit Lichteffekten imposant dargestellt wurde. Unter der musikalischen Leitung von Pedro Beriso spielte das Wiener KammerOrchester. Auf der Bühne waren Inna Demenkova (Berenice), Alberto Robert (Conte Alberto), Roberto Lorenzi (Don Parmenione), Petra Radulovic (Ernestina), Ilyà Dovnar (Don Eusebio) und Lazar Parežanin (Martino) zu erleben.

Produktion auf engstem Raum

Für die preisgekrönte Fernsehaufzeichnung von Gioachino Rossinis „musikalischem Scherz“ im Herbst 2025 schlug das ORF-III-Team rund um TV-Regisseur Ulrich Wagner im Keller des „MusikTheater an der Wien in der Kammeroper“ seine Zelte auf. „Wir haben auf gefühlt fünf Quadratmetern gearbeitet“, erinnert sich Wagner. Um Platz für die Bildschirme und Arbeitsplätze der TV-Crew zu schaffen, räumte das Team der Kammeroper Regalböden im Techniklager frei. Für die zusätzlich nötigen Kabel musste ein Mauer-Durchbruch vom Orchestergraben in den Technikraum extra vergrößert werden. Die ORF-III-Aufzeichnung mit drei gehängten Remote-Kameras sowie drei geführten Kameras im Publikumsraum ist die vorerst letzte aus der derzeit geschlossenen Spielstätte.

Weitere Details zum Programm von ORF III Kultur und Information sind unter https://tv.ORF.at/orf3 abrufbar.

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