
Hanel-Torsch: Innovativ, Nachhaltig & Leistbar: Neuer geförderter Wohnraum „Hertha“ baut auf Holz
Spatenstich der MIGRA für drei Wohnprojekte im 1. Wiener WohnBAUMprogramm
Der gemeinnützige Bauträger MIGRA hat am 5. Oktober 2026 einen Spatenstich zum 1. Wiener WohnBAUMprogramm gefeiert. Stellvertretend für drei Liegenschaften, die im Rahmen dieses Programms realisiert werden, fand dieser am Steinspornweg 33 in der Donaustadt statt.
Das 1. Wiener WohnBAUMprogramm wurde 2021 von der Stadt Wien ins Leben gerufen, um leistbares Wohnen, hohe architektonische Qualität und ökologische Verantwortung zu vereinen. Insgesamt sollen in drei Phasen rund 1.200 Wohnungen in Holz- und Holz-Hybrid-Bauweise entstehen. Im Fokus stehen dabei neben dem Bauen mit Holz vor allem die Stärkung der Klimaresilienz, die Planung nach kreislaufwirtschaftlichen Prinzipien, die Digitalisierung des Planungsprozesses und innovative, alternative Energielösungen.
„Wien beweist mit dem Wiener WohnBAUMprogramm Weitsicht! Denn Wien begegnet den Herausforderungen an die Metropolen der Zukunft mit Innovationskraft, Kreativität und Mut. Durch den heutigen Spatenstich für das geförderte Holzbauprojekt ‚Hertha am Wasser‘ wird aufgezeigt, wie in unserer Stadt bei der Schaffung von leistbarem Wohnraum höchste ökologische Ansprüche und neue Technologien unter einem Dach vereint werden können. Damit leistet der Wiener Wohnbau einmal mehr wertvolle Pionierarbeit und nimmt die Verantwortung als Vorreiterin in Sachen innovativer nachhaltiger und leistbarer Wohnbau wahr“, so Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch.
In einem Bauträgerwettbewerb konnte sich die MIGRA im Jahr 2022 mit ihren Konzepten für das Paket B erfolgreich durchsetzen. Es umfasst drei Liegenschaften: am Steinspornweg 33 im 22. Bezirk, in der Leopoldauer Straße 132A im 21. Bezirk und in der Donaustadtstraße im 22. Bezirk. Insgesamt errichtet sie rund 70 geförderte Wohneinheiten mit einer Wohnnutzfläche von rund 5.700 Quadratmetern, darunter 36 geförderte und 34 SMART-geförderte Wohnungen. Diese sind aus einem einstufigen Bauträgerwettbewerb hervorgegangen, der vom wohnfonds_wien abgewickelt wurde. Die Fertigstellung der Projekte ist für das 2. Quartal 2028 avisiert.
„Leistbarer Wiener Wohnbau trifft Holzbau in Vorfertigung und Klimaschutz – mit einem flexiblen Baukastensystem, das auch für weitere Standorte und größere Anwendungen gedacht ist. ‚Hertha‘ soll zeigen, dass geförderter Wohnbau gleichzeitig leistbar, architektonisch qualitätsvoll und ökologisch ambitioniert sein kann. Entscheidend ist dabei nicht eine einzelne technische Innovation, sondern das Zusammenspiel von Systematisierung, Materialeffizienz, Energie, Freiraum und sozialer Nachhaltigkeit“, erläutern die MIGRA-Geschäftsführer Alfred Petritz und Smajo Pasalic.
„Der Laborcharakter ist ein wesentliches Merkmal des Bauträgerwettbewerbs. Im Rahmen des 1. Wiener WohnBAUMprogramms werden mehrgeschoßige, geförderte Wohnbauten in Holz- und Holz-Hybrid-Bauweise mit höchsten Energiestandards umgesetzt. Dadurch liefern wir innovative Ansätze, um klimafreundliche und kreislaufwirtschaftliche Prinzipien im Wohnbau nachhaltig zu implementieren“, führt Gregor Puscher, Geschäftsführer des wohnfonds_wien, aus.
„HERTHA“ IST GLEICH UND DOCH IMMER ANDERS
Hohensinn Architektur entwickelte ein Baukastensystem, das angepasst an spezifische Gegebenheiten auf unterschiedlichsten Standorten zur Anwendung kommen kann. Die Projekte bestechen durch eine einfache, durchgängige Holzbaulösung der vorgefertigten Holzrahmenbauweise. Hauptbestandteil sind Raummodule, die in immer gleichem Raster eine Vielzahl von Wohnungstypen ergeben. Die vorgefertigten Nasszellen inklusive Installationen runden das Thema ab. Die Nutzung von recycelten Materialien wie zum Beispiel ReUse-Parkett und Altholz sowie die Verwendung des Erdaushubs am eigenen Bauplatz stärken die Kreislaufwirtschaft. Ein digitaler Zwilling stellt Informationen über Materialien, Bauteile, Reparaturen, Rückbau und Wiederverwertung zur Verfügung. Durch das sehr gute Gesamtenergie-Versorgungskonzept ergibt sich ein niedriger Energiebedarf. Wärmepumpen mit Tiefensonden werden mittels Fußbodenheizung und Bauteilaktivierung zum Heizen und zur Sommertemperierung eingesetzt. Die Bereitstellung des Warmwassers erfolgt über dezentrale Wärmepumpen. Die extensiv begrünten Dachflächen werden optimal für Photovoltaikanlagen genutzt, die der regenerativen Stromerzeugung dienen.
Stephan Grundei
Mediensprecher
Wohnbaustadträtin Mag. a Elke Hanel-Torsch
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Teamleiterin Kommunikation und Nachhaltigkeit
wohnfonds_wien
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