Laura Freudenthaler mit Christine Lavant Preis ausgezeichnet

Matinee und Preisverleihung mit BURG-Schauspielerin Franziska Hackl und dem Noreia String Quartet im Burgtheater Kasino

200 BESUCHER ERLEBTEN EIN ANSPRUCHSVOLLES 90 MINUTEN-PROGRAMM AM SONNTAG, 4. OKTOBER 2026 MIT LESUNGEN, MUSIK UND EINEM PORTRÄTFILM ZUR PREISTRÄGERIN DES ELFTEN CHRISTINE LAVANT PREISES.

Unter den Gästen: Staatssekretär Sepp Schellhorn, Maria Rauch-Kallat, KELAG Kommunikationschef Alexander Tarzi, Yevgeniy Breyger, Lavant Preisträger 2023, Robert Huez vom Literaturhaus Wien, Fotokünstlerin Theres Cassini, Lavant-Fotograf Ernst Peter Prokop sowie Mitglieder des Vorstands und Literarischen Beirats der Internationalen Christine Lavant Gesellschaft mit Präsident Hans Gasser und Protektor Hans Schmid.

KARIN S. WOZONIG, Mitglied des Literarischen Beirats und der Jury, hielt die Laudatio.

Manfred Müller, Gudrun Hamböck, Andreas Unterweger, Erich Klein, Alma Vallazza, und Karin S. Wozonig entschieden sich für LAURA FREUDENTHALER – eine der anerkanntesten Schriftstellerinnen Österreichs, die auch international großes Interesse erfährt, wie die vielen Übersetzungen ihrer Werke in mehr als 14 Sprachen beweisen.

HIER DIE BEGRÜNDUNG DER JURY:

„Laura Freudenthaler, die in Salzburg geborene und in Wien lebende Autorin und Übersetzerin, steht in der sprachskeptischen, phantastischen und feministischen Tradition der österreichischen Erzählliteratur und fügt ihr eine originelle Stimme und unverwechselbare Perspektive hinzu. Freudenthalers Bücher zeichnen sich durch einen genauen Blick auf die Welt aus, sie schreibt mit einem kritischen Bewusstsein für das, was schiefläuft in der Gesellschaft, im Verhältnis der Geschlechter, im Umgang mit der Natur. Wie im Werk Christine Lavants ist auch in Freudenthalers Erzählungen und Romanen die Literatur Ausdruck individueller Wahrnehmung und zugleich Werkzeug der Beobachtung des großen Ganzen.

Seit ihrem Erzählband „Der Schädel von Madeleine. Paargeschichten“ (2014) probt Freudenthaler immer wieder neue literarische Zugänge zu gelingenden und misslingenden zwischenmenschlichen Beziehungen, präzise, lapidar, mit der Kunst der poetischen Nüchternheit. Im Zentrum ihres Debütromans „Die Königin schweigt“ (2017) stehen ein Frauenschicksal, dessen tragische Wendungen in einer kristallinen Sprache erzählt werden, und die Frage nach der Möglichkeit, sich aus einem Leben heraus zu erzählen. In ihrem zweiten Roman „Geistergeschichte“ (2019) bringt die unzuverlässige Erzählerin das Gefüge der Geschichte ins Wanken und mit „Arson“ (2023) liefert die Autorin einen ebenso eleganten wie grausamen Beitrag zur _Climate-Fiction_, greift aber auch weit über dieses Genre hinaus. In ihrem jüngsten Roman „Iris“ (2026) seziert Freudenthaler unsere Gegenwart und zeigt eindrücklich, dass sich Machtmissbrauch in die Körper einschreibt und niemand davon unberührt bleibt.

Laura Freudenthalers Figuren stehen in einem erzählerischen Kosmos der beiläufigen Ungeheuerlichkeit, der aus dem individuellen Erleben und Erfahren ein Abbild einer Welt an der Kippe, am Rande des Untergangs macht. Die diesjährige Preisträgerin des Christine-Lavant-Preises schreibt in konzentrierten Erzählbewegungen, dicht und schnörkellos, über die großen Themen, über Identität und Körpererfahrung, Erinnerung und Verlust, über das Gelingen und das Scheitern, über Klimakatastrophe und weibliche Selbstbehauptung Geschichten, die man nicht mehr vergisst“.

LAURA FREUDENTHALER

Geboren 1984 in Salzburg, lebt und arbeitet in Wien.

Sie debütierte 2014 mit dem Erzählband „Der Schädel von Madeleine“. Für ihren Roman „Die Königin schweigt“ (217) erhielt sie den Förderpreis zum Bremer Literaturpreis. Dieser wurde 2018 als bester deutschsprachiger Debütroman beim „Festival du premier Roman“ in Chambéry ausgezeichnet. Für „Geistergeschichte“ (2019), ihren zweiten Roman, erhielt sie den Literaturpreis der Europäischen Union. 2020 gewann sie den 3at-Preis bei der Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt für ihren Text „Der heißeste Sommer“. 2024 wurde sie mit dem Anton-Wildgans-Preis ausgezeichnet.

Zuletzt erschienen im Jung und Jung Verlag Salzburg: „Arson“ (2023) und der Roman „Iris“ (2026), der im März 2026 zum dritten Mal auf Platz eins der ORF-Bestenliste war und der nun für die Longlist zum österreichischen Buchpreis 2026 nominiert wurde.

Auszeichnungen:

2024 Reinhard-Priessnitz-Preis

2024 Outstanding Artist Award in der Sparte Literatur

2024 Anton-Wildgans-Preis

2023 Buchpreis der Salzburger Wirtschaft

2021 manuskripte-Preis

2021 Droste-Förderpreis

2020 3sat-Preis bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt

2019 Literaturpreis der Europäischen Union

2018 Festival du premier Chambéry – bester deutschsprachiger Debütroman

2018 Literaturpreis der Stadt Bremen

DIE VOLLSTÄNDIGE LAUDATIO VON KARIN S. WOZONIG UND DIE AUSSERGEWÖHNLICHE DANKESREDE VON LAURA FREUDENTHALER FINDEN SIE IN KÜRZE AUF UNSERER WEBSITE: WWW.CHRISTINE-LAVANT.COM

MARTIN TRAXL moderierte die Matinee, JULIAN PÖLSLER führte Regie.

ORF III sendet zeitversetzt die gesamte Verleihung und Matinee am Samstag, 17. Oktober um 9 Uhr.

FOTOS DER MATINEE UND VERLEIHUNG FINDEN SIE IN DER APA FOTOGALERIE:

https://www.apa-fotoservice.at/galerie/40162

SPONSOREN, FÖRDERER, MITGLIEDER

Die Aktivitäten der Internationalen Christine Lavant Gesellschaft, im Besonderen die Dotierung des Christine Lavant Preises mit Matinee und Preisverleihung, werden von der KELAG, der Berndorf Privatstiftung, dem Land Kärnten, der Hans Schmid Privatstiftung und durch Beiträge der Fördernden und Ordentlichen Mitglieder der Internationalen Christine Lavant Gesellschaft finanziell unterstützt.

MEDIENPARTNER

Der ORF, die BURG, die Wochenzeitung DIE FURCHE, das Magazin NEWS und die APA Austria Presse Agentur begleiten die Aktivitäten der Internationalen Christine Lavant Gesellschaft als Medienpartner.

Weitere Informationen zur Internationalen Christine Lavant Gesellschaft finden Sie auf unserer Website www.christine-lavant.com

Mag. Dr. Manfred Müller
Vorsitzender des Literarischen Beirats
E-Mail: office@ogl.at

Dr. Hans Gasser
Präsident der Internationalen Christine Lavant Gesellschaft
E-Mail: hans.gasser@christine-lavant.com

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