Gerstorfer: „Psychische Hilfe darf im Alter nicht an Geld und Wartezeiten scheitern!“

PVÖ fordert mehr Kassenplätze, verbindliche Maximal-Wartezeiten und eine nationale Strategie gegen Einsamkeit

Zum Welttag der psychischen Gesundheit am 10. Oktober fordert Birgit Gerstorfer, Präsidentin des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ), einen deutlich stärkeren Fokus auf die psychische Gesundheit älterer Menschen. „Einsamkeit, Verlust, Krankheit oder finanzielle Sorgen können im Alter massiv belasten. Wer Hilfe braucht, darf nicht monatelang warten oder sich fragen müssen, ob er sich Unterstützung überhaupt leisten kann“, betont Gerstorfer. ****

MAXIMAL VIER WOCHEN WARTEZEIT

Der PVÖ fordert eine verbindliche Maximal-Wartezeit von vier Wochen auf kassenfinanzierte Psychotherapie und psychologische Behandlung.

„Psychische Erkrankungen sind Krankheiten wie andere auch. Bei akuten Belastungen darf es keine Wartelisten über Monate geben. Wir brauchen deutlich mehr Kassenplätze und klare Versorgungsziele“, fordert Gerstorfer.

EINSAMKEIT MUSS GESUNDHEITSPOLITISCH BEKÄMPFT WERDEN

Zugleich fordert der PVÖ eine nationale Strategie gegen Einsamkeit im Alter. Dazu gehören wohnortnahe Beratungsangebote, Besuchs- und Kontaktangebote, besser erreichbare psychosoziale Dienste und eine stärkere Vernetzung von Hausärzten, Pflege und psychosozialer Versorgung.

„Einsamkeit ist kein privates Versagen, sondern eine gesundheitspolitische Herausforderung. Wer soziale Isolation früh erkennt und Hilfe anbietet, kann psychische Erkrankungen verhindern oder zumindest abfedern“, so Gerstorfer.

DER PVÖ ERREICHT MENSCHEN DORT, WO EINSAMKEIT BEGINNT

Mit mehr als 1.600 Orts- und Bezirksgruppen in ganz Österreich ist der PVÖ für viele ältere Menschen eine der wenigen Organisationen, die tatsächlich bis in die Gemeinden und Regionen hinein präsent ist. Dazu kommen kostenlose Lebens- und Sozialberatung sowie persönliche Ansprechpersonen vor Ort.

„Wir sehen unmittelbar, was Einsamkeit bedeutet – und wie viel ein Gespräch, ein Treffpunkt oder ein verlässlicher Kontakt bewirken kann. Wer psychische Gesundheit im Alter ernst nimmt, muss deshalb dort ansetzen, wo die Menschen leben“, sagt Gerstorfer.

PSYCHISCHE GESUNDHEIT IN DIE REGELVERSORGUNG

Der PVÖ fordert außerdem, psychische Gesundheit bei älteren Menschen in Hausarztversorgung, Pflege und Prävention systematisch mitzudenken.

Gerstorfer abschließend: „Unser Ziel ist klar: Wer psychische Hilfe braucht, muss sie rasch, leistbar und wohnortnah bekommen. Psychische Gesundheit im Alter darf kein Randthema bleiben.“

Pensionistenverband Österreichs
Generalsekretär Christian Rösner-El-Heliebi, MSc.
Mag. Susanne Ellmer-Vockenhuber, Bakk.
E-Mail: presse@pvoe.at

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