
Freier Sonntag ist kein Auslaufmodell: FCG-ÖAAB-AK warnt vor Öffnungsspirale im Handel
Fritz Pöltl: Ausnahmen dürfen nicht zur neuen Normalität werden
Die Diskussion über zusätzliche Sonntagsöffnungen im Handel darf nicht bei der Zahl zehn stehen bleiben. Für Fritz Pöltl, FCG-ÖAAB Fraktionsführer in der Arbeiterkammer Wien, geht es vielmehr um die grundsätzliche Frage, in welche Richtung sich die Arbeitswelt entwickelt: „Wir müssen verhindern, dass aus einzelnen Ausnahmen schrittweise eine dauerhafte Ausweitung der Sonntagsarbeit wird. Der freie Sonntag ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeits- und Lebensqualität und darf nicht zur Verhandlungsmasse werden“, so Pöltl.
Auch eine Ausweitung der Öffnungszeiten am Samstag bis 21 Uhr ist für Pöltl ein No-Go. „Wer am Samstag bis spätabends arbeitet und am nächsten Tag wieder im Geschäft stehen soll, hat kaum noch ein Wochenende. Es kann nicht das Ziel sein, dass Beschäftigte immer flexibler werden müssen, damit jederzeit eingekauft werden kann“, betont Pöltl.
STATT PROFILIERUNG AUF KOSTEN DES FREIEN SONNTAGS: WIEN HAT ANDERE AUFGABEN
Auch die ÖVP Wien nimmt Pöltl in die Pflicht: „Eine urbane Stadtpartei hätte wahrlich genügend andere Themen, denen sie sich widmen könnte. Den freien Sonntag immer wieder anzugreifen, nur um sich selbst ein schärferes Profil zu geben, ist der falsche Weg. Die Beschäftigten im Handel brauchen keine politischen Profilierungsversuche auf ihrem Rücken, sondern verlässliche Rahmenbedingungen und Zeit für Familie und Erholung“, stellt Pöltl klar.
„Wir brauchen keine Gesellschaft, in der rund um die Uhr gearbeitet wird. Der Sonntag muss ein gemeinsamer freier Tag bleiben – für die Beschäftigten, ihre Familien und für die Erholung“, so Pöltl abschließend.
FCG-ÖAAB-AK Fraktion Wien
Fritz Pöltl
Telefon: 01-53444 79481
E-Mail: friedrich.poeltl@vida.at
Website: https://www.besserewienerarbeit.at/
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