
Götze/Grüne zu unverschämten Beratungskosten der WKW: Was Betriebe wirklich brauchen, sind niedrigere Kammerbeiträge
PR-Ausgaben der Wiener Kammer binnen zehn Jahren verfünfzehnfacht – Grüne fordern Beitragssenkung aus Rücklagen
„Viele Betriebe stehen derzeit unter enormem Druck und müssen jeden Euro dreimal umdrehen. Gleichzeitig zahlen sie hohe Beiträge an die Wirtschaftskammer. Seit Jahren fordern Betriebe Entlastung – aber die Kammer bewegt sich kaum. Jetzt wissen wir auch, warum: Die Kammer finanziert mit dem Geld der Betriebe ihre Maßlosigkeit und füllt mit teuren PR- und Beratungsverträgen die Taschen politisch Nahestehender“, sagt Elisabeth Götze, Wirtschaftssprecherin der Grünen.
Laut ORF-Recherche stiegen die Ausgaben der Wirtschaftskammer Wien für PR, Presse- und Medienarbeit von knapp 64.000 Euro im Jahr 2015 auf rund 976.000 Euro im Jahr 2024. Zusätzlich waren zuletzt monatlich mehr als 21.000 Euro für die Beratung des Präsidenten und der Kammerführung vorgesehen.
„Die PR-Ausgaben haben sich verfünfzehnfacht – das ist vollkommen absurd. Als wäre die Kammer sakrosankt, leistet sie sich jeden Luxus, die Betriebe zahlen drauf. Irgendwann ist das Fass voll und die Unternehmen fühlen sich von dieser Kammer nicht mehr verstanden und vertreten. Zu Recht, wenn die Kammer nicht endlich aufräumt und mit gutem Beispiel vorangeht“, so Götze.
Die Grünen fordern, die PR- und Beratungskosten deutlich zu senken und die hohen Rücklagen der Wirtschaftskammer zur Entlastung ihrer Mitglieder einzusetzen. Ein entsprechender Gesetzesvorschlag der Grünen liegt seit mehr als einem Jahr im Parlament.
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