WBNÖ Ecker/Servus: Erste positive Konjunktursignale als Chance nutzen

Wirtschaftsprognose zeigt vorsichtige Erholung – Sanierungsoffensive und Bürokratieabbau setzen wichtige Impulse Wirtschaftsprognose zeigt vorsichtige Erholung – Sanierungsoffensive und Bürokratieabbau setzen wichtige Impulse

Die österreichische Wirtschaft zeigt erste Anzeichen einer Erholung. Laut den heute veröffentlichten Herbstprognosen von WIFO und IHS wird für 2026 ein Wirtschaftswachstum zwischen 0,8 und 0,9 Prozent erwartet, für 2027 zwischen 1,0 und 1,3 Prozent. Für den Wirtschaftsbund Niederösterreich (WBNÖ) sind das vorsichtig positive Signale. Gleichzeitig machen die Prognosen deutlich, dass es weitere Maßnahmen braucht, um die heimischen Betriebe zu stärken und die wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig anzukurbeln.

„Die aktuellen Prognosen zeigen, dass sich die Wirtschaft langsam stabilisiert. Das ist erfreulich, darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Situation für viele unserer Betriebe weiterhin herausfordernd ist. Jetzt kommt es darauf an, die positiven Entwicklungen zu nutzen und unseren Unternehmerinnen und Unternehmern wieder mehr wirtschaftlichen Spielraum zu geben“, betont WKNÖ PRÄSIDENT WBNÖ LANDESGRUPPENOBMANN WOLFGANG ECKER.

SANIERUNGSOFFENSIVE BRINGT WICHTIGE IMPULSE FÜR NIEDERÖSTERREICH

Ein wichtiges Signal ist für den Wirtschaftsbund Niederösterreich die angekündigte Sanierungsoffensive 2027. Insgesamt stellt der Bund 500 Millionen Euro für thermische Gebäudesanierungen und den Heizungstausch bereit. Davon sind 321 Millionen Euro für Sanierungsmaßnahmen und 179 Millionen Euro für den Austausch alter Heizsysteme vorgesehen.

„Gerade in Niederösterreich haben wir viele leistungsfähige Handwerks- und Gewerbebetriebe, die von diesen Investitionen profitieren können. Ob Installateur, Baumeister, Tischler oder zahlreiche weitere Betriebe: Wenn saniert und modernisiert wird, entstehen Aufträge direkt in unseren Regionen. Das stärkt die heimische Wertschöpfung und sichert Beschäftigung. Solche konkreten Investitionsanreize sind gerade in der aktuellen wirtschaftlichen Situation wichtig“, erklärt ABGEORDNETER ZUM NATIONALRAT WBNÖ DIREKTOR HARALD SERVUS.

INVESTITIONEN ERLEICHTERN, BÜROKRATIE ABBAUEN

Neben der Sanierungsoffensive bringt auch die Novelle der Gewerbeordnung wichtige Erleichterungen für heimische Unternehmen. So entfallen unter den gesetzlichen Voraussetzungen eigene Betriebsanlagengenehmigungsverfahren für Photovoltaikanlagen und E-Ladestationen. Bei Betriebsübernahmen wird die mögliche Aussetzung bestimmter Auflagen von drei auf fünf Jahre verlängert. Auch bei den Dokumentationspflichten gibt es Vereinfachungen: Behördlich verlangte Unterlagen können unter den vorgesehenen Bedingungen digital oder schriftlich übermittelt werden, anstatt sie ständig im Betrieb bereithalten zu müssen. Das reduziert unnötigen Verwaltungsaufwand und schafft mehr Flexibilität für unsere Betriebe.

„Die Sanierungsoffensive und die Erleichterungen in der Gewerbeordnung sind wichtige Schritte, die Investitionen erleichtern und bürokratische Hürden abbauen. Darauf gilt es jetzt aufzubauen, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter zu verbessern und zusätzliche Belastungen abzubauen. Denn wirtschaftliche Erholung entsteht nicht allein durch positive Prognosen, sondern vor allem durch Unternehmen, die investieren, Arbeitsplätze schaffen und für Wertschöpfung in unseren Regionen sorgen“, halten ECKER und SERVUS abschließend fest.

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