20 Jahre come2gether, mehr als 60 Jahre Jugendarbeit in Erdberg

Seit zwei Jahrzehnten bietet das Jugend- und Stadtteilzentrum come2gether vielfältige Angebote für Kinder, Jugendliche und das Gemeinwesen. Die Jugendarbeit im 3. Bezirk hat sogar eine noch längere Tradition. Das wurde am 16. Oktober mit einem großen Fest gebührend gefeiert.

Im April 2006 öffnete das come2gether, eine Einrichtung des Vereins Wiener Jugendzentren, an der Ecke Baumgasse/Schlachthausgasse seine Türen und ist seither ein Ort der Begegnung sowie ein wichtiger Bestandteil des Bezirks. Das zeigt sich vor allem in der Vielfältigkeit der Betriebe, die im Jugendzentrum angeboten werden, und den unterschiedlichen Gruppen, die sich hier regelmäßig treffen. Neben den „klassischen“ Angeboten für Kinder und Jugendliche gibt es beispielsweise zusätzliche Lernhilfe für Schüler*innen und ein Frauen*café, ein wichtiger Baustein der gemeinwesenorientierten Arbeit. Zudem nutzen derzeit elf verschiedene Gruppen den großen Saal der Einrichtung, vom selbstorganisiertem Jugendtanztraining über Selbstverteidigungskurs bis hin zur Jongliergruppe.

Beim Jubiläumsfest am 16. Oktober kamen dementsprechend viele Leute zum Feiern. Auf die Kleineren warteten viele abwechslungsreiche Mitmachstationen wie Kinderschminken, Soccerbox oder ein Kletterturm. Bei einer Fotowand im Jugendcafé konnten vor allem die Stammgäste gut in Erinnerungen schwelgen und Geschichten austauschen. Die DJs kümmerten sich indes um die passenden Vibes, für Essen und Trinken war natürlich auch gesorgt.

Im großen Saal wurde ein beeindruckendes Bühnenprogramm auf die Beine gestellt. Von Kindertanztheater, über Zirkusshow bis Live-Musik – für alle war etwas dabei. Für ein absolutes Highlight sorgte am Abend das Hip-Hop-Duo EsRAP, die früher selbst gern in Jugendzentren unterwegs waren und mit ihren Songs ordentlich einheizten.

VIZEBÜRGERMEISTERIN UND JUGENDSTADTRÄTIN BETTINA EMMERLING gratuliert zum besonderen Anlass: „Junge Menschen brauchen Orte, an denen sie gehört werden und sich ausprobieren können. Das come2gether ist so ein Ort, im Tonstudio genauso wie im Jugendcafé oder bei der Lernhilfe. Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank an das ganze Team für zwanzig Jahre Einsatz für die Kinder und Jugendlichen in Erdberg.“

60 JAHRE JUGENDARBEIT IM BEZIRK

Jugendarbeit gibt es im 3. Bezirk bereits seit über 60 Jahren. Im Dezember 1959 wurde in einem Gemeindebau in der unmittelbaren Nähe des heutigen come2gether das „Kulturelle Jugendzentrum Erdberg“ in der Gestettengasse eröffnet. Geplant als Jugendhort, entwickelte es sich zu einem Haus der verbandlichen Jugendarbeit und wurde in den 70er Jahren ein Teil des Verein Wiener Jugendzentren. Aus einer Fusion mit der Einrichtung „Frauen aktiv“ entstand vor 20 Jahren das Jugend- und Stadtteilzentrum come2gether an der Ecke Baumgasse/Schlachthausgasse.

BEZIRKSVORSTEHER ERICH HOHENBERGER bedankt sich beim Team für ihre wichtige Arbeit: „Das come2gether ist ein relevanter und wichtiger Begegnungsort und nicht mehr aus dem Bezirk wegzudenken. Ich bedanke mich bei allen Mitarbeiter*innen für ihre tolle, professionelle Arbeit und wünsche sowohl den kleinen als auch den großen Besucher*innen weiterhin viele schöne Stunden im Jugend- und Stadtteilzentrum.“

MANUELA SMERTNIK, GESCHÄFTSFÜHRERIN DES VEREIN WIENER JUGENDZENTREN, unterstreicht die Bedeutung der Einrichtung für die Jugendlichen, aber auch für das Gemeinwesen: „Das come2gether begleitet und unterstützt junge Menschen seit 20 Jahren auf dem Weg zum Erwachsenwerden und leistet damit enorm wichtige Arbeit. Als Stadtteilzentrum ist ihr Beitrag für den Bezirk und das Gemeinwesen besonders hervorzuheben. Sie sind im Bezirk mit allen relevanten Akteur*innen vernetzt, dienen als Infodrehscheibe und bieten geeignete und geschützte Räume für viele unterschiedliche Gruppen.“

VIELFÄLTIGE ANGEBOTE UND SCHWERPUNKTE

Das Team des Jugendzentrums beschreibt sich selbst gerne liebevoll als „eierlegende Wollmilchsau“ auf drei Ebenen. Im Erdgeschoss gibt es einen großen Cafébereich, in dem z.B. Koch- und Kreativaktionen angeboten, Brett- und Kartenspiele gespielt oder Gespräche geführt werden. Im Keller gibt es den geräumigen Veranstaltungssaal, der unter anderem als Disco, für Musik- und Theaterauftritte oder für Spiel und Sport genutzt werden kann. Im oberen Stock stehen Lern-, Gruppen- und Medienräume zur Verfügung, darunter auch ein Tonstudio, in dem Jugendliche an ihren eigenen Songs feilen können.

Einen intensiven Medienschwerpunkt gibt es im come2gether seit jeher. Gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen beschäftigt man sich viel mit Musik, Foto und Video. So entstehen regelmäßig tolle Beiträge für CU media, eine medienpädagogische Einrichtung des Vereins, und andere spannende Projekte. In den vergangenen Jahren wurden gleich zwei ihrer Medienprojekte mit dem Österreichischen Jugendpreis vom Bundeskanzleramt ausgezeichnet.

Neben der alltäglichen Arbeit hat das Team vom come2gether im Laufe der Jahre gemeinsam mit Partner*innen einige nennenswerte Aktionen und Projekte auf die Beine gestellt. Die Aktion „Für Menschen, die es brauchen“ war etwa ein Vorläufer der Sozialmärkte und unterstützte armutsgefährdete Familien mit Lebensmitteln, die gemeinsam mit Zielgruppen vor Supermärkten gesammelt wurden. 2015 wurde in Zusammenarbeit mit den Kinderfreunden unter Mithilfe weiterer Organisationen das Projekt „connect.erdberg“ ins Leben gerufen, um jugendlichen Flüchtlingen im Camp Erdberg Bildungs- und Freizeitaktivitäten zu bieten und damit einen Funken Perspektive zu geben.

David Pany
Öffentlichkeitsarbeit Verein Wiener Jugendzentren
Tel: +43 676 897 060 344
Mail: d.pany@jugendzentren.at

Marko Knöbl
Mediensprecher der Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling
Tel: 01/4000-83203
Mail: marko.knoebl@wien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender