
SPÖ-Muchitsch zu Wirtschaftsbund: Blockade gegen Lohntransparenz muss endlich beendet werden
„Wenn sich WB-Obfrau Graf für die Interessen der Frauen einsetzen will, dann soll sie für Lohngleichheit mitkämpfen“
Verwundert zeigt sich SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch über die heutige Presseaussendung von Wirtschaftsbund-Obfrau Graf: „Der von Graf genannte Betriebszuschuss für selbstständig beschäftigte Mütter ist aktuell Gegenstand von Verhandlungen in der Regierung und liegt in der Regierungskoordination. Wir sehen das Vorhaben positiv“, so Muchitsch. „Wenn es Graf wirklich um die Frauen gehen würde, dann wäre es statt polemischer Pressemeldungen hilfreich, wenn sie endlich die Wirtschaftsbund-Blockade gegen die Umsetzung der Lohntransparenz beendet. Die ist eine wesentliche Voraussetzung, damit Frauen gleichen Lohn für gleiche Arbeit bekommen. Bis Juni 2026 hätte die EU-Richtlinie umgesetzt werden müssen, der Umsetzungsentwurf des Sozialministeriums liegt längst vor, aber der Wirtschaftsbund verhindert das“, kritisiert Muchitsch. ****
Auch in anderen Bereichen blockiere der Wirtschaftsbund Vorhaben, die Frauen zugutekommen würden – „er verweigert sogar die Verhandlungen“, etwa beim Kampf gegen das „Zwischenparken“ beim AMS, bei den monatlichen Arbeitszeitmeldungen oder bei den vielen nicht-bezahlten Überstunden. „Zurück an den Verhandlungstisch“, so Muchitsch Richtung Wirtschaftsbund. Das sei auch im Sinne der überwiegenden Zahl der korrekten Unternehmen. „Schwarzer Wirtschaftsbund heißt nicht, dass man die schwarzen Schafe unter den Unternehmen schützt.“ (Schluss) ah/bj
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