
Tirol als Vorreiter bei Energieeffizienz: Wirtschaftsministerium zeichnet 44 klimaaktiv-Gebäude aus
Zehn Gebäude erreichen höchsten Gold-Standard – Gemeinnützige Wohnbauträger und Gemeinden als wichtige Motoren für energieeffizientes und ressourcenschonendes Bauen und Sanieren
Tirol zählt zu den Vorreitern beim nachhaltigen Bauen und Sanieren in Österreich. Das zeigen die 44 Gebäude, die das Wirtschaftsministerium im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung am 20. Oktober in Innsbruck ausgezeichnet hat. Zehn Projekte erreichten den höchsten klimaAKTIV Gold-Standard, elf wurden mit Silber und 23 mit Bronze prämiert. Das Spektrum reicht von Einfamilienhäusern über großvolumige Wohnanlagen bis zu kommunalen Gebäuden.
ENERGIE-STAATSSEKRETÄRIN ELISABETH ZEHETNER anlässlich der Verleihung: „Tirol zeigt eindrucksvoll, wie nachhaltiges Bauen und Sanieren in der Praxis funktioniert. Die 44 ausgezeichneten Gebäude stehen für hohe Qualität, Energieeffizienz und Investitionen, die langfristig wirken. Denn energieeffiziente Gebäude senken die laufenden Kosten, machen unabhängiger von fossilen Energieträgern und stärken die heimische Bauwirtschaft. Der klimaAKTIV Gebäudestandard bietet dafür einen verlässlichen Qualitätsrahmen. Ich gratuliere allen Ausgezeichneten, die mit ihren Projekten wichtige Impulse für eine zukunftsfähige Baukultur setzen.“
LANDESHAUPTMANN-STELLVERTRETER UND WOHNBAULANDESRAT PHILIP WOHLGEMUTH: „Das Land Tirol geht bei nachhaltigem Bauen mit gutem Beispiel voran und setzt bei seinen eigenen Gebäuden konsequent auf den klimaAKTIV Standard. Dass Tirol heute österreichweit zu den erfolgreichsten Bundesländern bei klimaAKTIV Gebäuden zählt, verdanken wir zugleich einer Wohnbauförderung, die hohe Qualität, Energieeffizienz und Leistbarkeit miteinander verbindet. Jedes ausgezeichnete Gebäude steht für vorausschauendes Planen und Bauen und zeigt, dass Klimaschutz, Wohnqualität und leistbares Wohnen Hand in Hand gehen können.“
LANDESHAUPTMANN-STELLVERTRETER UND ENERGIELANDESRAT JOSEF GEISLER: „Jedes klimaAKTIV Gebäude bringt uns unserem Ziel ‚TIROL 2050 energieautonom‘ einen Schritt näher. Die ausgezeichneten Projekte zeigen, wie die Energiewende durch innovative Planung, hohe Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien konkret umgesetzt wird. Besonders erfreulich ist, dass sich unter den Auszeichnungen auch fünf Tiroler Gemeinden befinden. Drei von ihnen engagieren sich seit Jahren im e5-Programm und gehen bei Energiewende und Klimaschutz mit gutem Beispiel voran.“
GEMEINNÜTZIGER WOHNBAU ALS TREIBENDE KRAFT
Einmal mehr zeigt sich, welche Bedeutung der gemeinnützige Wohnbau für die Verbreitung hoher energetischer und ökologischer Qualitätsstandards hat. 27 der 44 ausgezeichneten Gebäude wurden von gemeinnützigen oder vergleichbaren Bauträgern errichtet. Insgesamt entfallen 33 Auszeichnungen auf Wohngebäude, darunter 31 Mehrfamilienhäuser und zwei Einfamilienhäuser. Elf weitere Projekte zählen zum Nichtwohnbau. Mit 39 Neubauten und fünf Sanierungen wird zugleich deutlich, dass der klimaAKTIV Gebäudestandard als nationales Gütesiegel sowohl bei der Errichtung neuer Gebäude als auch bei der Verbesserung bestehender Bausubstanz Orientierung bietet. Besonders hervorzuheben sind die beiden Tiroler Wohnbauträger Neue Heimat Tirol und Alpenländische. Mit mittlerweile 253 deklarierten Gebäuden ist die Neue Heimat Tirol österreichweit Spitzenreiterin, gefolgt von der Alpenländischen mit 185 Objekten. Beide Unternehmen zeigen, wie sich hohe Anforderungen an Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Wohnqualität im großvolumigen Wohnbau konsequent umsetzen lassen.
KOMMUNALE VORZEIGEPROJEKTE FÜR DIE ENERGIEWENDE
Dass nachhaltiges Bauen längst auch in den Tiroler Gemeinden fest verankert ist, unterstreichen fünf ausgezeichnete kommunale Gebäude. Drei davon befinden sich in Gemeinden, die sich im Rahmen des e5-Programms für energieeffiziente Gemeinden besonders für Klimaschutz und Energiewende engagieren. Speziellen Applaus gab es für den KINDERGARTEN ANGEDAIR IN LANDECK. Der zweigeschoßige Holzbau bietet Platz für fünf Kindergartengruppen und verbindet eine ressourcenschonende Bauweise mit hoher Energieeffizienz. Vorbildlich war auch der begleitende Wissenstransfer: In Zusammenarbeit mit der regionalen Klima- und Energie-Modellregion (KEM) wurden direkt auf der Baustelle Workshops für Planerinnen und Planer aus dem Bezirk veranstaltet. Ebenfalls mit viel Applaus bedacht wurde das FEUERWEHR- UND VEREINSHAUS IN MÖTZ. Der Neubau aus Holz und Sichtbeton vereint auf rund 1.800 Quadratmetern Bruttofläche mehrere kommunale Funktionen unter einem Dach. Neben der Feuerwehr finden hier unter anderem die Bibliothek, die Ortschronik und Vereine Platz.
KLIMAAKTIV GEBÄUDESTANDARD: MARKTFÜHRER IN ÖSTERREICH
Seit mittlerweile mehr als 20 Jahren steht der klimaAKTIV Gebäudestandard für höchste Qualität im nachhaltigen Bauen und Sanieren. Als führendes unabhängiges Qualitätszeichen in Österreich unterstützt er die Dekarbonisierung des Gebäudesektors. Über die Kriterienklassen Standort & Klimawandelanpassung, Energie & Versorung, Ressourcen & Kreislaufwirtschaft sowie Komfort & Gesundheit werden alle relevanten Aspekte erfasst. In Tirol steht die Energieagentur Tirol als kompetente Anlaufstelle für Fragen zum klimaAKTIV Gebäudestandard zur Verfügung.
DRUCKFÄHIGES BILDMATERIAL:
klimaaktiv.at/bildergalerie/auszeichnung-klimaaktiv-gebaeude-tirol-2026
LISTE ALLER AUSGEZEICHNETEN GEBÄUDE:
klimaaktiv.at/fileadmin/Bibliothek/Bildgalerie/2026/AZVA_Gebaeude_Tirol_2026/20261020_ausgezeichnete_Gebaeude_Tirol.pdf
Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus
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