
ÖVP–Zinkl ad Napoleonwald: Naturdenkmal muss in voller Größe berücksichtigt werden!
Wertvollen Naturraum erhalten statt verbauen –Napoleonwald schützen statt großflächig verbauen
Der Napoleonwald in Hietzing ist ein wertvoller Naherholungsraum, am Rande des Lainzer Tiergartens gelegen, in einer historisch gewachsenen Einfamilienhausgegend. Dennoch ist im Bereich dieses sensiblen Naturraums ein großdimensioniertes Wohn- und Büroprojekt samt Tiefgarage geplant. „Die Sorgen der Anrainerinnen und Anrainer hinsichtlich zusätzlicher Versiegelung, Verkehrsbelastung und möglicher Schäden an den über 100 Jahre alten Eichen müssen ernst genommen werden. Ein derartiger Monsterbau muss verhindert werden. Er würde den Charakter des Grätzels dauerhaft verändern und einen wertvollen Naturraum gefährden“, betonte die Hietzinger Bezirksvorsteherin Johanna Zinkl im Zuge der gestrigen Sitzung des Wiener Gemeinderats.
Besonders brisant sind unter anderem die Feststellungen der Volksanwaltschaft zum Naturdenkmalschutz. Demnach ist das vor über 80 Jahren festgelegte Naturdenkmal größer als im Flächenwidmungsplan dargestellt und erstreckt sich auch auf jenes Nachbargrundstück, das von der Stadt Wien veräußert und umgewidmet wurde. „Die Volksanwaltschaft hat bestätigt, dass das Naturdenkmal über die im Flächenwidmungsplan dargestellten Grenzen hinausreicht. Damit ist klar: Das Naturdenkmal muss in seiner gesamten, ursprünglich festgelegten Größe berücksichtigt werden – auch auf dem betroffenen Baugrundstück. Es kann nicht sein, dass durch eine unvollständige Darstellung im Flächenwidmungsplan der Eindruck entsteht, geschützte Flächen könnten einfach verbaut werden. Zudem findet sich das Naturdenkmal nicht wie verordnet im Grundbuch, wie kann das sein? Die Stadt Wien muss diesen Widerspruch aufklären und sicherstellen, dass der Naturdenkmalschutz in vollem Umfang gewahrt bleibt“, fordert Zinkl.
Seit Jahren setzen sich engagierte Bürgerinnen und Bürger mit großem persönlichen Einsatz für den Erhalt des Napoleonwalds und gegen das geplante Bauvorhaben ein. „Mein besonderer Dank gilt den engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die seit Jahren unermüdlich für den Schutz des Napoleonwalds kämpfen. Sie investieren ihre Zeit, sammeln Spenden, setzen sich mit den rechtlichen Grundlagen auseinander und übernehmen Verantwortung für ihr unmittelbares Lebensumfeld. Dieses Engagement verdient nicht nur Anerkennung, sondern auch die volle Unterstützung der Stadtpolitik.
„Es geht hier um einen zusammenhängenden Naturraum mit seinem alten Baumbestand, seinen Wurzeln und seinem gewachsenen Boden. Was über Generationen entstanden ist, lässt sich nach einem massiven Eingriff nicht einfach wiederherstellen. Die SPÖ-Neos-Stadtregierung muss endlich dafür sorgen, dass das Naturdenkmal in seiner vollständigen Ausdehnung berücksichtigt wird und sämtliche gesetzlichen Schutzbestimmungen eingehalten werden. Die Interessen der Bevölkerung und der Schutz dieses besonderen Naturraums müssen Vorrang vor dem geplanten Bauprojekt haben“, so Zinkl.
„Unser Ziel ist klar: Wir wollen den geplanten Bau verhindern und den Napoleonwald in seiner gesamten geschützten Fläche erhalten. Dafür braucht es eine vollständige Berücksichtigung des Naturdenkmals in der Flächenwidmung, die Aufklärung der bisherigen Versäumnisse und eine Stadtplanung, die auf die berechtigten Anliegen der Bevölkerung Rücksicht nimmt. Der Napoleonwald muss auch für kommende Generationen als wertvoller Natur- und Erholungsraum erhalten bleiben. Gemeinsam mit den engagierten Bürgerinnen und Bürgern werden wir uns weiterhin mit aller Kraft dafür einsetzen“, so Zinkl abschließend.
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