
Film/Fernseh-Abkommen: ORF unterstützt elf Kinofilmprojekte mit rund 3,3 Millionen Euro
Und: ORF-Premieren ORF-kofinanzierter Kinofilme rund um die Viennale mit „Noch lange keine Lipizzaner“, „Gina“, „The Witness“, „Pfau – Bin ich echt?“, „VENI.VIDI.VICI“ und „Perla“
Die diesjährige Ausgabe der Viennale rückt von 22. Oktober bis 3. November 2026 ein weiteres Mal das österreichische und auch das internationale Filmschaffen ins Scheinwerferlicht. Der ORF ist dabei mit sechs vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierten Produktionen („London“, „Die Blutgräfin“, „Wiener Blues: The Loneliest Man in Town“, „Everytime“, „Eklipse“ und „Mila/Marija“) vertreten. Im ORF-Programm sind anlässlich der Viennale und rund um das renommierte Festival sechs ORF-kofinanzierte Spiel- und Dokumentarfilmpremieren zu finden: Im Rahmen der „Langen Nacht der Viennale“ zeigt ORF 2 am 25. Oktober „Noch lange keine Lipizzaner“ (22.05 Uhr) sowie „Gina“ (23.50 Uhr) und „The Witness“ (2.20 Uhr). Am Nationalfeiertag, dem 26. Oktober, steht der ORF-1-Hauptabend mit „Pfau – Bin ich echt?“ (20.15 Uhr) und „VENI.VIDI.VICI“ (21.55 Uhr) im Zeichen des österreichischen Kinos. Zu Allerheiligen folgt in ORF 2 am 1. November „Perla“ (22.55 Uhr). Ausführliche Informationen zu den Filmen und zum ORF-Programm zur Viennale sind unter https://presse.ORF.at zu finden. Bei der 204. Sitzung der Gemeinsamen Kommission von ORF und Österreichischem Filminstitut, die am 22. Oktober stattfand, fiel unterdessen der Startschuss für neue Kinoproduktionen. Aus zahlreichen Einreichungen wurden vier Spielfilm- und sieben Dokumentarfilmprojekte ausgewählt, denen der ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens maßgebliche Finanzierungsbeiträge in der Gesamthöhe von ca. 3,3 Millionen Euro zugesagt hat.
Alexandra Makarová widmet sich in ihrem neuen Spielfilm einem cineastisch bisher wenig beleuchteten Zeitraum. In ihrem Film „Fanny lebt“ lässt sie eine Holocaustüberlebende in ein feindliches Wien heimkehren. Karl Markovics wiederum soll in Thomas Roths Biopic „Heldenplatz 88“ dem großen Autor Thomas Bernhard ein Gesicht verleihen. Mit der Wanderarbeiterin „Stella“, die von einer Karriere als Schauspielerin träumt, zeichnet Sudabeh Mortezai eine liebevolle Satire auf die Filmwelt in einer globalen Zweiklassengesellschaft. Für Family-Entertainment sorgt Jasmin Baumgartner mit den „Stürmerinnen“, die in einem kleinen Ort in Niederösterreich für ein Mädchenfußballteam kämpfen. In seinem Dokumentarfilm „Exile Family Movie 2“ vereint Arash T. Riahi seine über die ganze Welt verstreute iranische Familie nach 20 Jahren wieder in Wien. Ebenfalls mit seiner Familie, insbesondere seinen Eltern, setzt sich Christoph Rainer im Dokumentarfilm „Die Liebe vor dem Tod“ launig wie liebevoll auseinander. Natalie Halla widmet sich in ihrem Dokumentarfilm „The Price of Justice“ den unter schwerem Beschuss stehenden Richterinnen und Richtern des Internationalen Strafgerichtshofs, die mutig für die Zukunft des Völkerrechts einstehen. In „Sealevel“ besucht Dokumentarfilmer Nikolaus Geyrhalter weltweit Orte und Menschen, die in einem Worst-Case-Szenario künftig überflutet sein könnten. Elisabeth Scharang verhandelt in ihrem Dokumentarfilm „Empire of Emotion“ Körpernormen, Bodyshaming und den Backlash der Body-Positive-Bewegung anhand von Plus-Size-Tänzer:innen. In „Die Zukunft der Erinnerung – Im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes“ dokumentiert Victor Kössl die ebenda stattfindende Arbeit der Wissenschafter:innen, die selbst immer mehr zur Zielscheibe werden. Der Dokumentarfilm „Pissy Sissy“ von Cordula Thym und Katharina Lampert beleuchtet den Wiener PCCC, den „Politically Correct Comedy Club“, wo unterschiedliche queere, migrantische und persönliche Perspektiven radikal wie humorvoll eine Bühne finden.
Die vom ORF kofinanzierten Projekte der 204. Sitzung der Gemeinsamen Kommission von ORF und Österreichischem Filminstitut im Detail:
„Fanny lebt“
http://presse.ORF.at
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