Mandl: „Ein Milliardenbekenntnis zum Technologiestandort Kärnten“

WK-Präsident Mandl dankt Infineon-Chefin Sabine Herlitschka. WK-Direktor Höfferer betont den Einsatz der Wirtschaftskammer bei Land und Bund für die Voraussetzungen des Projekts.

„Das ist eine großartige Nachricht für Kärnten und ein starkes Signal weit über unsere Landesgrenzen hinaus.“ Mit diesen Worten begrüßt Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl die Entscheidung von Infineon, bis 2034 rund 1,1 Milliarden Euro in den Ausbau des Standorts Villach zu investieren. Dort soll nach Angaben des Unternehmens die weltweit erste Hochvolumenfertigung von Galliumnitrid-Leistungshalbleitern auf 300-Millimeter-Wafern entstehen. Der Produktionsstart ist für Ende 2027 vorgesehen. „Diese Entscheidung ist ein Milliardenbekenntnis zum Wirtschafts- und Technologiestandort Kärnten. Infineon zeigt damit einmal mehr, dass bei uns Technologien entwickelt und produziert werden, die weltweit gefragt sind. Davon profitieren die Beschäftigten, zahlreiche Zulieferbetriebe und der gesamte Standort“, betont Mandl.

CHIPS FÜR DIE ZUKUNFT

Die geplante Fertigung stärke Kärntens Position auf einem Gebiet, das für die technologische Entwicklung Europas von großer Bedeutung sei. Leistungshalbleiter aus Galliumnitrid kommen unter anderem in Rechenzentren, in der Energieinfrastruktur und in der Elektromobilität zum Einsatz. Sie können dazu beitragen, elektrische Energie effizienter zu nutzen. „Ob künstliche Intelligenz, moderne Mobilität oder Energieversorgung: Für all das brauchen wir leistungsfähige und effiziente Chips. Dass eine solche Zukunftstechnologie in Villach in großem Maßstab gefertigt werden soll, ist ein enormer Erfolg für Kärnten und Österreich“, so Mandl.

SPEZIELLER DANK AN HERLITSCHKA

Sein besonderer Dank gilt Infineon-Austria-Vorstandsvorsitzender Sabine Herlitschka: „Sabine Herlitschka setzt sich mit großer Überzeugung und Beharrlichkeit für den Standort ein. Sie und ihr Team haben wesentlich dazu beigetragen, dass Kärnten im internationalen Wettbewerb um diese Investition zum Zug gekommen ist. Dafür gebührt ihr unser ausdrücklicher Dank.“

WIRTSCHAFTSKAMMER SETZTE SICH BEI LAND UND BUND EIN

Auch Wirtschaftskammerdirektor Meinrad Höfferer unterstreicht die Bedeutung der Entscheidung und verweist auf den Einsatz der Wirtschaftskammer für die Rahmenbedingungen des Projekts. Dazu zählt die Sanierung der ehemaligen Mülldeponie in Villach-Auen, deren Fläche Infineon künftig für die Standortentwicklung nutzen kann. Die Abtragung ist im Gang und wird von Bund, Land, Stadt Villach und Infineon gemeinsam finanziert. „Wir haben uns bei der Bundesregierung und beim Land Kärnten nachdrücklich dafür eingesetzt, dass für den Abbau des jahrzehntealten Müllbergs eine Lösung gefunden wird. Damit wird eine Altlast beseitigt und zugleich eine wichtige Entwicklungsfläche für Infineon geschaffen“, erklärt Höfferer.

Ebenso habe sich die Wirtschaftskammer auf Bundesebene für die maßgebliche finanzielle Unterstützung des Investitionsvorhabens im Ausmaß von 319 Millionen Euro starkgemacht. „Eine Investition dieser Größenordnung fällt nicht vom Himmel. Sie braucht engagierte Unternehmen, geeignete Flächen und verlässliche Partner in der Politik. Wir haben uns deshalb auch bei der Bundesregierung für die notwendige finanzielle Unterstützung eingesetzt. Ohne sie wäre dieses Projekt in Villach kaum zustande gekommen“, betont Höfferer.

Die Entscheidung zeige, was möglich sei, wenn Unternehmen, Politik und Interessenvertretung gemeinsam an einem Ziel arbeiteten: „Hier wurden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Kärnten bei einer Schlüsseltechnologie international weiterhin an der Spitze mitspielen kann“, so Mandl abschließend.

Wirtschaftskammer Kärnten | Kommunikation
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