
Von Mensch zu Mensch – AUMA veröffentlicht Studie zu Bedürfnissen von Messebesuchern
Berlin (ots)
* Erste Umfrage dieser Art mit mehr als 1.800 Befragten
* Urteil: Messen sind innovativ und professionell organisiert, Orientierung jedoch ausbaufähig
* Entscheidung für Besuch fällt immer kurzfristiger
Rund 13 Millionen Menschen besuchen die mehr als 300 Messen pro Jahr in Deutschland. Was für das Fachpublikum wie Privatbesucher in Zeiten schnell fortschreitender Digitalisierung den echten Messebesuch lohnend macht, ist erstmals Inhalt einer Studie des Verbands der deutschen Messewirtschaft AUMA. Das Gewinnen von Besuchern am Messestand taucht zunehmend als Herausforderung in den jährlichen Aussteller- und Veranstalter-Befragungen des AUMA auf. Die Studie „Was Besucher heute von Messen erwarten: Bedürfnisse zwischen Zufall und Struktur“ ist nun verfügbar.
Das Gesamturteil der 1.855 Befragten: Messen werden als relevant und qualitativ hochwertig wahrgenommen. Für mehr als 71 Prozent gelten Messen als verlässliche Informationsquelle. Vor allem bieten Messen, was sich digital nur schwer ersetzen lässt: Menschen begegnen Menschen. Zufallsbegegnungen sind hierbei am bedeutendsten. Damit bestätigt sich die besondere Funktion von Messen als Orte, an denen Kontakte nicht nur geplant stattfinden, sondern auch spontan entstehen.
Messen ermöglichen Erfahrungen, die online nicht möglich sind: Fast 82 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, auf Messen Dinge erleben zu können, die im digitalen Raum nicht in gleicher Weise möglich sind – der höchste Zustimmungswert der Befragung. Produkte werden auf Messen greifbar, aus Informationen entstehen Erlebnisse. 72 Prozent geben an, dass Innovationen auf Messen nachvollziehbar präsentiert werden. Messen werden damit nicht nur als Schaufenster neuer Entwicklungen wahrgenommen, sondern auch als Orte von Einordnung und Vermittlung.
Im Kern erleben Besucherinnen und Besucher Messen als abwechslungsreich, innovativ und professionell organisiert. 73 Prozent beschreiben die Atmosphäre als offen und locker. Der hohe Wert stützt das Bild eines Veranstaltungsformats, das Information mit einer vergleichsweisen offenen sozialen Situation verbindet. Darüber hinaus bildet die gute Organisation das größte Qualitätsmerkmal und wird über alle Besuchergruppen hinweg ähnlich positiv bewertet.
Überraschend: Digitale Angebote stehen nicht im Mittelpunkt der Besucherbedürfnisse. Messen sollen vor allem einen gebündelten Überblick über den Markt bieten, Produkte unmittelbar erlebbar sein. Die Übersichtlichkeit des Angebots und gute Orientierung auf dem Messegelände gehören zu den wichtigsten Erwartungen. Besucher wollen eine bessere Führung über die Messe.
Eine wesentliche Erkenntnis: Die Entscheidung für den Messebesuch fällt oft kurzfristig. Fast 40 Prozent entscheiden sich ein bis vier Wochen vor Veranstaltungsbeginn, knapp 23 Prozent sind noch spontaner. Für Veranstalter wie Aussteller eine Zeit zwischen Hoffen und Bangen.
Die Befragung zeigt, dass am häufigsten eine persönliche Empfehlung das Interesse für einen Messebesuch weckt. Privatbesucher achten besonders auf Eintrittspreise und Reiseaufwand, erst dann auf die Relevanz der Aussteller. Etwa 40 Prozent aller Messen in Deutschland sind Messen für Endverbraucher, 60 Prozent sind Fachbesuchermessen. Für das Fachpublikum entscheidet vor allem die Qualität des Angebots: Für rund 60 Prozent ist die Relevanz der Aussteller das wichtigste Kriterium, Anreise und Eintrittspreis folgen dahinter.
Befragt wurden deutschsprachige Messebesucherinnen und -besucher zwischen 18 und 64 Jahren, die zwischen April 2025 und April 2026 mindestens eine Messe in Deutschland besucht haben.
Der AUMA ist der Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V., der Dachverband der deutschen Messewirtschaft. International wie national vertritt er die Interessen aller großen und mittleren Messegesellschaften Deutschlands, internationaler Veranstalter in Deutschland sowie der Verbände, welche Aussteller, Service-Unternehmen, kleine Messeveranstalter, Besucherinnen und Besucher vertreten.
Gleich 70 Messeplätze zwischen Nordsee und Bodensee machen das Messeland weltweit einmalig. Zwei Drittel aller Leitmessen der Weltwirtschaft finden hierzulande statt. 66 Prozent der Aussteller und 33 Prozent der Fachbesucher aller Leitmessen kommen im Schnitt aus dem Ausland. Internationale, nationale und regionale Messen in Deutschland ziehen in Spitzenzeiten bis 230.000 ausstellende Unternehmen und 13 Millionen Besucherinnen und Besucher an.
Durch Messen in Deutschland werden wenigstens 280.000 Jobs gesichert. Die Messewirtschaft in Deutschland trägt Jahr für Jahr mit gut 30 Milliarden Euro an wirtschaftlichen Effekten zum Wohlstand des Landes bei. Bund, Länder und Gemeinden allein nehmen 5,4 Milliarden Euro an Steuern durch Messen in Deutschland ein.
Die Studie „Was Besucher heute von Messen erwarten: Bedürfnisse zwischen Zufall und Struktur“ finden Sie hier: https://ots.de/YZ6EY2
– Bildmaterial finden Sie hier: https://ots.de/321cTd
– Hier finden Sie den AUMA-Veranstalter-Ausblick 2026/2027: https://ots.de/aHTXAK
– Hier finden Sie den AUMA-Aussteller-Ausblick 2026/2027: https://ots.de/09cCPb
Steffen Schulze,
Leiter Kommunikation und Marketing im AUMA,
E-Mail: s.schulze@auma.de,
Mobil: 0175-2204600
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