
ÖVP-Hammerer/Ofner: Drogenhotspot U6-Station Gumpendorfer Straße: Polizei handelt, SPÖ-Neos bleiben untätig
Sechs Monate nach dem Maßnahmenpaket bleibt die nachhaltige Entlastung aus – ÖVP fordert Ende der einseitigen Konzentration der Suchthilfe
Sechs Monate nach dem groß angekündigten Maßnahmenpaket für die U6-Station Gumpendorfer Straße und das Jedmayer-Grätzel fällt die Bilanz der ÖVP Mariahilf und der ÖVP Rudolfsheim-Fünfhaus ernüchternd aus: Während die Polizei mit der nun wieder verordneten Schutzzone konsequent gegen den Drogenhandel vorgeht, bleibt die SPÖ-Neos Stadtregierung bei den strukturellen Maßnahmen weitgehend untätig. Aktuelle Zahlen belegen das dramatische Ausmaß der Konzentration: 2025 stiegen die Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz in Mariahilf um 63,8% und in Rudolfsheim-Fünfhaus um 60,2% – Wien weit betrug der Anstieg lediglich 3,7%. Mit 25,8 Anzeigen pro 1.000 Einwohner liegt Mariahilf fast fünfmal so hoch wie der Wiener Durchschnitt. Gleichzeitig wurden 43,2% aller in Wien sichergestellten suchtgifthaltigen Medikamente in diesen beiden Bezirken beschlagnahmt.
„Diese Zahlen sind ein vernichtendes Zeugnis der Wiener Drogenpolitik. Zwei Bezirke tragen einen völlig unverhältnismäßigen Teil der Belastungen, während SP-Gesundheitsstadtrat Peter Hacker und Drogenkoordinator Ewald Lochner seit Jahren beschwichtigen. Die Stadt darf Mariahilf und Rudolfsheim-Fünfhaus nicht länger zum Sammelbecken ihrer ungelösten Drogenprobleme machen“, kritisieren Gerhard Hammerer, Klubobmann der ÖVP Mariahilf und Felix Ofner, Bezirksparteiobmann der ÖVP Rudolfsheim-Fünfhaus.
82% DES WIENER SPRITZENTAUSCHS BEIM JEDMAYER – SCHLUSS MIT DER EINSEITIGEN KONZENTRATION
Besonders deutlich zeigt sich die Schieflage bei der Suchthilfe: 82,3% aller dokumentierten Wiener Spritzentauschkontakte fanden 2025 beim Jedmayer statt. Mit knapp 180.000 Kontakten ist die Zahl dort seit 2020 um mehr als 40 Prozent gestiegen. Gleichzeitig sind laut aktueller Standortliste lediglich sechs von 342 öffentlichen Apotheken in Wien Teil des Spritzentauschprogramms – weniger als zwei Prozent.
„Wer mehr als 80% des Wiener Spritzentauschs an einem einzigen Standort konzentriert, darf sich über die massiven Belastungen im Umfeld nicht wundern. Es ist absurd, dass suchtkranke Menschen aus ganz Wien für niederschwellige Angebote in wenige Grätzel kommen müssen, während die Stadt die bestehenden Möglichkeiten zur Dezentralisierung kaum ausschöpft. Wir brauchen endlich wohnortnahe Substitution, deutlich mehr Apotheken mit Spritzentausch und eine faire Verteilung der Suchthilfe über ganz Wien. Suchtkranke Menschen brauchen Hilfe, aber die Anrainerinnen und Anrainer haben ebenso ein Recht auf Sicherheit und Lebensqualität“, so Hammerer und Ofner weiter.
652 BETRETUNGSVERBOTE: POLIZEI HANDELT, SCHUTZZONE MUSS VERLÄNGERT WERDEN
Dass entschlossenes Handeln möglich ist, zeigt die Polizei: 652 Betretungsverbote wurden allein zwischen 8. Mai und Ende August 2026 in der Schutzzone rund um den Fritz-Imhoff-Park ausgesprochen. Gleichzeitig verlagert sich die Drogenszene zunehmend in angrenzende Wohnstraßen und Parkanlagen.
„Unser ausdrücklicher Dank gilt der Wiener Polizei. Die Schutzzone ist unverzichtbar und muss verlängert sowie eine räumliche Erweiterung geprüft werden. Aber wir dürfen nicht zulassen, dass sich die Probleme einfach in den nächsten Park oder vor die nächste Schule verlagern. Unsere Kinder müssen Parks und Spielplätze wieder ohne Angst vor gebrauchten Spritzen nutzen können“, betonen Hammerer und Ofner. Die Volkspartei fordert daher eine verstärkte Reinigung und sichere Rückgabemöglichkeiten sowie den Ausbau der Videoüberwachung im Bereich der U6-Station. Der Polizei muss eine rasche und rechtssichere Nutzung relevanter Aufzeichnungen ermöglicht werden.
SECHS MONATE ANKÜNDIGUNGEN – SP-HACKER UND SP-LOCHNER BLEIBEN NACHHALTIGE LÖSUNGEN SCHULDIG
Besonders schwer wiegt für Hammerer und Ofner, dass die Stadt Wien bereits im April eine bessere Steuerung der Substitutionsversorgung, die Reduktion von Patientenströmen und eine wohnortnahe Abgabe angekündigt hat, ein halbes Jahr später aber weiterhin keine nachvollziehbaren Ergebnisse vorliegen. Gleichzeitig stiegen die Rettungseinsätze im Bereich des Jedmayer zwischen 2020 und 2025 um fast 250 Prozent auf 426 Einsätze.
„Die Polizei setzt Maßnahmen um, während Hacker und Lochner weiter an einem System festhalten, das die Probleme auf wenige Bezirke konzentriert. Sechs Monate nach den großen Ankündigungen ist es höchste Zeit für konkrete Ergebnisse statt weiterer Beschwichtigungen. Wir fordern eine grundlegende Überarbeitung der Wiener Sucht- und Drogenstrategie, ein verbindliches Konzept zur Dezentralisierung und endlich eine wohnortnahe Substitutionsversorgung. Die Menschen in Mariahilf und Rudolfsheim-Fünfhaus dürfen nicht länger die Rechnung für das Versagen der SPÖ-Neos-Stadtregierung bezahlen“, so Hammerer und Ofner abschließend.
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