Chemieindustrie-KV: Zu hoher Abschluss schadet mehr als Streiks

500 Mio. Euro Kostennachteil jährlich gegenüber Deutschland wegen hoher Abschlüsse In der siebten Verhandlungsrunde für den Kollektivvertrag der chemischen Industrie kam es auf mehrfache Initiative der Arbeitgeber zu einer Annäherung. Es wurden zwei Varianten angeboten: 0,5 Prozent plus 300 Euro Einmalzahlung bzw. ein Zweijahresabschluss mit einer Erhöhung von 2 Prozent ab Oktober 2026. Weitere Fortschritte waren nicht möglich, da die Gewerkschaften am späten Abend die Verhandlungen aus nicht

KV Chemische Industrie: Siebente Runde ohne Ergebnis – Streiks werden kommende Woche ausgeweitet

Angebot der Arbeitgeber ist unverschämt – Zorn der Arbeitnehmer:innen mehr als berechtigt Auch die siebente Verhandlungsrunde für die rund 50.000 Beschäftigten der chemischen Industrie wurde am 2. Juni nach 14 Stunden ohne Ergebnis unterbrochen. Daher folgen ab kommender Woche befristete Streiks im Ausmaß von bis zu acht Stunden in den Betrieben. “Das neue Angebot der Arbeitergeber liegt bei lediglich 0,5 Prozent plus 300 Euro Einmalzahlung oder 2 Prozent aber erst ab Oktober 2026 bis April 2028. Das

IV zu Schumann: Lohntransparenz darf nicht zur „Bürokratie-Keule“ werden

Praxistaugliche Regelungen sicherstellen, Kollektivvertragssystem anerkennen, Gender Pay Gap sachlich betrachten Die Industriellenvereinigung (IV) bekennt sich klar zum Grundsatz „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“. Neue Regulierungen, die diesem Ziel dienen sollen, müssen aber praxistauglich, wirtschaftsverträglich und ohne überschießende Bürokratie umgesetzt werden. All dies ist nach den bisherigen Arbeitstexten des Ministeriums zur Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie gerade nicht gewährleistet, es

Sozialausschuss schickt Initiativen von FPÖ und Grünen in die Warteschleife

Diskussion über AMS, Rot-Weiß-Rot-Karte, Beschäftigung älterer Menschen, Teilzeitarbeit und Ausgleichstaxfonds Am Ende des heutigen Sozialausschusses standen mehrere Initiativen der Freiheitlichen und der Grünen zur Debatte. Mit der Stimmenmehrheit von ÖVP, SPÖ und NEOS wurden diese durchgehend vertagt. So kritisierte die FPÖ in einem Entschließungsantrag die Verwendung von AMS-Mitteln für Integrationsmaßnahmen. Das Arbeitsmarktservice solle sich vielmehr auf seinen Kernauftrag, die Vermittlung und

Ausschussberatungen zum Jahresbericht der Volksanwaltschaft

Grünen-Antrag zur Änderung des Bestellmodus der Volksanwaltschaft erneut vertagt Im Ausschuss für Menschenrechte und Volksanwaltschaft des Nationalrats wurde heute über die Personalknappheit bei der Justizwache und weitere Empfehlungen des Kontrollorgans zur Überprüfung der öffentlichen Verwaltung beraten. Basis bildete der aktuelle Volksanwaltschaftsbericht, der einstimmig zur Kenntnis genommen wurde. Von Volksanwältin Gabriela Schwarz und den Volksanwälten Christoph Luisser und Bernhard Achitz war zu

„Breaking Media Spezial“: Wer wird ORF-Generaldirektor:in? | HEUTE um 22:20 Uhr auf PULS 4 & JOYN

Gundula Geiginger begrüßt Breitenecker, Larcher, Pig, Schütz, Totzauer & Zierhut-Kunz. Danach bei Manuela Raidl: Westenthaler, Dobusch, Tóth und Mahr. Wer wird ORF-Generaldirektor:in? Die Bewerbungsfrist ist abgeschlossen und aus 77 Bewerbungen haben sich 13 Kandidat:innen für den Posten als ORF-Chef:in herauskristallisiert. In einem „BREAKING MEDIA SPEZIAL“ begrüßt Moderatorin GUNDULA GEIGINGER heute, Dienstag, um 22:20 Uhr auf PULS 4 & JOYN die sechs aussichtsreichsten Bewerber:innen zur

Sozialausschuss billigt Änderungen im Notarversorgungsgesetz

Debatte über gerechte Gestaltung des Pensionssystems und über das Recht auf analoges Leben Der Sozialausschuss des Nationalrats hat heute auf Initiative der Koalitionsparteien auch eine Novelle zum Notarversorgungsgesetz gebilligt. Da die Altersobergrenze für die erstmalige Eintragung in das Verzeichnis der Notariatskandidatinnen und Notariatskandidaten vor Kurzem von 35 auf 50 Jahre angehoben wurde und es damit voraussichtlich auch zu späteren Eintritten ins Notariat kommen wird, drohen Beitragseinnahmen

PVA-Begutachtungen: Sozialversicherungsnovelle erleichtert Mitnahme einer Vertrauensperson

Einhellige Zustimmung im Sozialausschuss zu Gesetzesantrag der Koalitionsparteien Die Praxis bei medizinischen Begutachtungen durch die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) hat zuletzt für viel öffentliche Kritik gesorgt. Nun soll ein Rechtsanspruch auf die Mitnahme einer Vertrauensperson bei sämtlichen Begutachtungen eingeführt werden. Der Sozialausschuss des Nationalrats hat heute auf Initiative der Koalitionsparteien den Weg für eine entsprechende Sozialversicherungsnovelle geebnet. Neben ÖVP, SPÖ und

Sozialausschuss gibt grünes Licht für Unterstützungsfonds für Alleinerziehende

Regierung will mit bis zu 35 Mio. € jährlich sozialen Notlagen vorbeugen Der Sozialausschuss des Nationalrats hat heute grünes Licht für den von der Regierung geplanten Unterstützungsfonds für Alleinerziehende gegeben. Bis zu 35 Mio. Ꞓ jährlich sollen für die finanzielle Entlastung von Alleinerziehenden zur Verfügung stehen, die für ihre Kinder weder Unterhalt noch Unterhaltsvorschuss bekommen. Auch wenn die Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen unzumutbar ist, etwa wenn ein Betretungsverbot gegenüber

Schallmeiner/Grüne: Anpassungen bei Begutachtungen sind das absolute Minimum

Regierungsparteien stimmen im Sozialausschuss gegen weitere Verbesserungen für Betroffene Als „absolutes Minimum“ bezeichnet der Grüne Gesundheits-, Pflege- und Behindertensprecher Ralph Schallmeiner den heute im Sozialausschuss einstimmig gefassten Beschluss zu Verbesserungen bei sozialrechtlichen Begutachtungen. „Ja, die Ausweitung des Rechts auf die Mitnahme einer Vertrauensperson ist richtig. Ja, mehr Transparenz und ein Wertekodex sind sinnvoll. Aber wer glaubt, damit seien die Probleme im