Suchbegriff wählen

Presseschau

Kommentar / Chancen nutzen, die Davos bietet = Von Holger Möhle

Düsseldorf (ots) - Nachdenken über die Welt in 1560 Metern Höhe. Von oben betrachtet stellen sich die Dinge häufig anders dar. Zumindest die Kulisse dieses 50. Weltwirtschaftsforums in Davos wirkt noch perfekt, wie gemacht für ein globales Brainstorming über den Zustand dieses Erdballs. Winter, Schnee, Schweizer Alpen. Es ist angerichtet für eine grundsätzliche Debatte. Rede und Gegenrede. Vor einem Jahr hat die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg den Welt- und Geldmächtigen dieser Erde eingehaucht, dass das

Kommentar / Der Sonderweg und seine Symbole = Von Moritz Döbler

Düsseldorf (ots) - Als der Kompromiss über den Ausstieg aus der Kohle jüngst verkündet wurde, schien eine der wesentlichen Botschaften die Rettung des Hambacher Forsts zu sein. Keine Frage, Bäume sind leichter zu begreifen als eine abstrakt erscheinende, langfristig wirkende und umfassende Transformation der deutschen Wirtschaft. Den Sonderweg, nahezu gleichzeitig aus der Kohleverstromung und der Atomenergie auszusteigen, gibt es nicht gratis. Das muss nicht heißen, dass er falsch wäre; politisch legitimiert ist er.

Ahnden / Kommentar von Thomas Ehlke zum revidierten Künast-Urteil

Mainz (ots) - Dass das Landgericht Berlin sein Urteil vom September zu den Beschimpfungen gegen Renate Künast kassiert hat, ist in der Sache nur zu begrüßen. Wenn jemand öffentlich als "Stück Scheiße" und "Drecks Fotze" bezeichnet wird, dann muss man nicht Jura studiert haben, um zu dem Schluss zu kommen, dass das Beleidigungen sind. Handfeste obendrein. Deshalb drängt sich die Frage auf, warum das Gericht die Kommentare zum Künast-Post nicht schon im September "im Lichte höchstrichterlicher und verfassungsrechtlicher

Kommentar zum Coronavirus

Stuttgart (ots) - Fast 300 Infizierte, bis jetzt sechs Todesopfer und ein noch nie beobachteter Erreger mit der Abkürzung 2019-nCoV: Die Risiken des in China, Japan, Thailand, Südkorea und Taiwan gemeldeten Coronavirus sind nicht zu unterschätzen. Man erinnert sich: 2002 gab es einen ähnlichen Fall. Damals waren bei der Atemwegserkrankung Sars weltweit 8096 Menschen erkrankt und 774 Todesopfer zu beklagen - die meisten ebenfalls in China. Und doch: Einen neuen Erreger ernst zu nehmen ist etwas anderes, als ihn

Reservisten fordern mehr Anerkennung in der Gesellschaft

Hagen (ots) - Vor dem Hintergrund der veränderten Sicherheitslage in Europa fordern die Reservisten der Bundeswehr mehr Anerkennung in der Gesellschaft. Spätestens seit der Krim-Invasion Russlands rücke die Bündnis- und Landesverteidigung wieder mehr in den Blickpunkt, sagte Patrick Sensburg, neuer Präsident des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr, der in Hagen erscheinenden Westfalenpost (online und Mittwochausgabe). "Die ureigenste Aufgabe eines jeden Staates ist es, das eigene Territorium und die

Neue Dimensionen / Kommentar zur Deutschen Börse von Christopher Kalbhenn

Frankfurt (ots) - Niemand wird der Deutschen Börse ernsthaft vorwerfen können, in puncto M&A nicht zu liefern. Am Dienstag wartete der Marktbetreiber mit dem nächsten Coup auf. Für rund 360 Mill. Euro erwirbt er eine Mehrheit an der zur UBS gehörenden Fondsvertriebsplattform Fondcenter AG und baut damit das wachstumsstarke Fondsgeschäft seiner Tochter Clearstream deutlich aus. Die zum Investment-Fund-Services-Segment zählende Fund Desk wird mit der Fondcenter AG zusammengelegt, so dass das

Mitteldeutsche Zeitung zum Corona-Virus

Halle (ots) - Und doch ist Panik nicht angebracht. Folgt man den Experten, ist das Corona-Virus weniger gefährlich als der Sars-Erreger, der 2003 Angst und Schrecken verbreitete. Zur Erinnerung: Damals gab es laut Weltgesundheitsorganisation weltweit 8.096 Infektionen, in 774 Fällen waren sie tödlich. Erinnern wir uns noch an die Grippewelle 2017/18? Damals starben in Deutschland nach offizieller Schätzung daran mehr als 25.000 Menschen. Allzu große Erregung über den neuen Erreger aus China ist daher wohl nicht

Mitteldeutsche Zeitung zu Davos

Halle (ots) - Und nun wirbt auch das Weltwirtschaftsforum in Davos - seit einem halben Jahrhundert Pilgerstätte des globalen Kapitalismus - für grüne Geschäfte. Daraus spricht die Einsicht in die Notwendigkeit einer klimapolitischen Sensibilisierung der Wirtschaft. Mit dem Pflanzen von Bäumen, wozu sich die Konzernchefs verpflichten wollen, ist es aber gewiss nicht getan. Aufforstung in fernen Ländern verleitet zum "Weiter so" daheim, ist schlecht zu kontrollieren und zeugt von neokolonialem Denken. Pressekontakt:

Versuch des Unmöglichen/Martin Ling über den Klimawandel und das Weltwirtschaftsforum¶

Berlin (ots) - Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche! Diese Formel soll unter anderem der argentinisch-kubanische Revolutionär Che Guevara bemüht haben. Und diese Formel liegt dem Ansatz der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg zugrunde, die beim Weltwirtschaftsforum in Davos radikale Anstrengungen beim Kampf gegen den Klimawandel anmahnte: "Wir müssen unsere Emissionen nicht reduzieren. Unsere Emissionen müssen aufhören." Selbst der Utopistin Thunberg ist klar, dass das nicht von heute auf morgen

Berechtigte Kritik

Frankfurt (ots) - Seit der Bund-Länder-Einigung von letzter Woche ist klar: Die Politik weicht in wesentlichen Punkten davon ab. Es verwundert daher nicht, dass jetzt viele Mitglieder der Kommission sauer sind - und ihrem Ärger Luft machen. Die Wissenschaftler und die Vertreter der Umweltverbände, die in der Kommission saßen, werten den Bund-Länder-Deal als Bruch der Übereinkunft - zumal Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier zugesagt hatte, sie voll zu übernehmen. Die Experten können ihre Kritik auch gut belegen. Die