Ein Abend der Menschlichkeit

Menschen für Menschen lud anlässlich des 90. Geburtstags von Gründer Karlheinz Böhm zum „Abend der Menschlichkeit“ ins Naturhistorische Museum

Wien (OTS) – Die Besinnung auf Grundwerte der Menschlichkeit und der
globalen Solidarität war das zentrale Motto der Veranstaltung, zu der
die Organisation Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms
Äthiopienhilfe am Montag in das Naturhistorische Museum lud. Doch was
bedeutet „Menschlichkeit“ eigentlich? Dieser Frage näherte sich im
Rahmen der Veranstaltung Claus Lamm. Er widmet sich an der
Universität Wien der Erforschung von Empathie und Mitgefühl: „Wir
werden stärker durch Personen, die uns nahe stehen, das ist eine
Konsequenz der Evolution. Die Frage ist nur: Wie groß ist der Kreis,
den wir um uns herum ziehen und wen lassen wir herein? Die Evolution
hat uns auch hier viel mit auf den Weg gegeben. Zum Beispiel die
Fähigkeit, uns um andere zu kümmern. Das ist das Fundament für
Menschlichkeit.“ Selbstverständlich standen beim „Abend der
Menschlichkeit“ auch die Menschen im Vordergrund, durch deren Einsatz
die Arbeit von Menschen für Menschen in Äthiopien erst ermöglicht
wird. Unter ihnen beispielsweise Peter Krasser, der sich mit seinem
Verein „Schule Äthiopien“ seit über 17 Jahren für Bildung in
Äthiopien einsetzt. Bereits fünf Schulen konnten durch sein
Engagement errichtet werden – die sechste ist bereits in Planung.
Unterstützt wird er dabei regelmäßig auch von bekannten Gesichtern,
wie zum Beispiel von der Band OPUS, die auch beim „Abend der
Menschlichkeit“ unter anderem ihren Welthit „Live is Life“ zum Besten
gab.

Zwtl.: Ein „Mensch für Menschen“ seit 1981

Anlässlich des 90. Geburtstags von Gründer Karlheinz Böhm wurde
auch der Bogen von der Gründungszeit der Organisation bis in die
Gegenwart gespannt. Der äthiopische Landesrepräsentant von Menschen
für Menschen, Berhanu Negussie erinnerte sich im Gespräch mit
Moderatorin Ani Gülgün-Mayr an die Anfangstage der Organisation, als
er Karlheinz Böhm im Dezember 1981 als Dolmetscher begleitete: „Vom
ersten Moment an setzte sich Karl mit den Menschen zusammen und ließ
zuerst sie zu Wort kommen. Gemeinsam mit ihnen wollte er
herausfinden, wo ihre Probleme lagen und was sie selbst dazu
beitragen können, um ihre Situation zu verbessern. Gegenseitiger
Respekt und die Liebe zu den Menschen sind die Grundpfeiler auf denen
Menschen für Menschen aufgebaut ist.“

Zwtl.: Menschlichkeit und Solidarität

Berhanu Negussie begleitete Karlheinz Böhm damals ins Erer-Tal,
dem allerersten Projekt der Organisation. Mittlerweile zeichnet
Negussie für 21 Projektregionen verantwortlich, von denen neun
bereits abgeschlossen sind: Hier hat sich Karlheinz Böhms Wunsch,
eines Tages nicht mehr gebraucht zu werden, bereits erfüllt und die
Maßnahmen von Menschen für Menschen werden von der Bevölkerung
weitergetragen. Knapp 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, bis auf
vier Personen ausschließlich Äthiopierinnen und Äthiopier, setzen die
Maßnahmen in den 12 laufenden Projektregionen Hand in Hand mit der
Bevölkerung um.

Einen Einblick, wie die Arbeit in der Praxis aussieht, gaben beim
„Abend der Menschlichkeit“ die Vorstände des österreichischen
Vereins, Alexandra Bigl und Rupert Weber: „Uns ist es wichtig,
regelmäßig selbst vor Ort zu sein. Einerseits, um über die
Fortschritte im Projektgebiet berichten zu können und andererseits,
um uns mit dem Team vor Ort austauschen zu können und Ideen
einzubringen“, so Rupert Weber, der seit 2009 für den
österreichischen Verein Menschen für Menschen tätig ist. „Als
Menschen für Menschen stehen wir für Lösungen, die im Austausch mit
allen Beteiligten und auf Augenhöhe gefunden werden. Wir stehen aber
auch für eine Besinnung auf die Grundwerte der Menschlichkeit und
Solidarität. Dies hat uns Karlheinz Böhm vorgelebt und wird von
Menschen für Menschen weitergetragen.“

Menschen für Menschen bedankt sich bei allen folgenden Sponsoren
für die Unterstützung: Naturhistorisches Museum Wien, Trześniewski,
Kamptal Klassik, HAGENpress und Bellaflora.

Verein Menschen für Menschen
Martina Hollauf
Presse- / Öffentlichkeitsarbeit
+43 (0)1 58 66 950-16
m.hollauf@mfm.at

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