
Jugend Innovativ-Teams erfolgreich bei iENA 2018
Vier Jugend Innovativ-Projekte überzeugten bei der Erfindermesse iENA in Nürnberg die hochkarätige Jury –BM Schramböck und BM Faßmann gratulieren
Wien (OTS) – Mit über 800 Erfindungen aus 30 Ländern ist die
Erfindermesse iENA eine bedeutende Drehscheibe des internationalen
Erfindungswesens. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für
Digitalisierung und Wirtschaftsstandort konnte der Österreichische
Innovatoren-, Patentinhaber- und Erfinderverband (OPEV) auch bei der
70. iENA Anfang November wieder mehrere Jugend Innovativ-Teams
betreuen. Die Jugendlichen präsentierten ihre kreativen Projekte
einem breiten Publikum und nutzten die Chance, um im internationalen
Umfeld erste Vermarktungsgespräche zu führen – mit großem Erfolg:
alle vier Projekt-Teams wurden von der hochkarätigen internationalen
Jury mit Medaillen ausgezeichnet. „Wenn wir Innovationsführer in
Europa werden wollen, müssen wir den Erfindergeist unserer Jugend
fördern. Der OPEV leistet dazu einen wichtigen Beitrag und bringt
kreative Entwicklerinnen und Entwickler aus aller Welt zusammen.
Dabei können sie wichtige Kontakte knüpfen, ihre Ideen
weiterentwickeln und mit potenziellen Geschäftspartnern in Kontakt
treten“, sagt Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck, die den
Teams herzlich zu ihrem Erfolg gratuliert.
Auch Bildungsminister Heinz Faßmann gratuliert den Projektteams:
„Es freut mich sehr, dass die vier österreichischen Erfinderteams
auch auf internationaler Bühne reüssieren konnten. Die Teilnahme an
internationalen Wettbewerben bietet den jungen Erfinderinnen und
Erfindern eine gute Möglichkeit, ihre Projektresultate auch im
internationalen Umfeld zu präsentieren, erste Vermarktungsgespräche
zu führen und damit wertvolle Erfahrungen für den späteren
Berufseinstieg zu sammeln.“
Zwtl.: SILBER-Medaillen gingen an:
Stallmiststreuer mit integrierter Scheibenegge – HTL Wiener
Neustadt, Niederösterreich
Martin Tritremmel, Schüler an der HTL Wiener Neustadt entwickelte
eine innovative Maschine, die Stallmist als Düngemittel auf Äckern
transportiert, verteilt und gleichzeitig einarbeitet, ohne ihn vorher
lufttrocknen zu müssen. Der Miststreuer verfügt über einen
Wannenaufbau, ein Streuwerk an der Vorderseite und auf der Unterseite
einen Reifenpacker und eine Kurzscheibenegge, die im Vorbeifahren den
Boden auf- und das ungeliebte Ladegut hineinmischt. Dieses wird zuvor
über den Wannenboden zu Fräswalzen bewegt, die es zerkleinern. Die
innovative Konstruktion spart Zeit, Kraftstoff und ermöglicht Düngen
ohne Geruchsbelästigung.
Wasserreinigung mit Moringa – HTL Braunau, Oberösterreich
Der Zugang zu sauberem Wasser ist laut UNO ein Menschenrecht, jedoch
für einen Großteil der Menschheit nicht selbstverständlich. Diese
Tatsache nahmen Katharina Leitner und Mario Tutzer von der HTL
Braunau zum Anlass, in diversen Versuchen das Potenzial des indischen
Meerrettichbaums für die Trinkwasserreinigung zu untersuchen. Man
sagt, dass schon 0,1 Gramm eines Moringa-Samens reichen würden, um
einen Liter Schmutzwasser in Trinkwasser zu verwandeln. Das Team hat
zunächst geprüft, ob der Moringa-Samen überhaupt als Wasserreiniger
fungiert und entwickelte basierend auf den Tests eine
Wasserreinigungsanlage. Die vorher getrockneten und gemahlenen
Moringa-Samen werden darin mit verschmutztem Wasser vermischt und
sinken nach einer gewissen Zeit mit etwaige Schmutzpartikel zu Boden.
Dann kann das gereinigte Wasser abgelassen werden.
Zwtl.: Eine GOLD-Medaille hat gewonnen:
Automatische Aufwickelvorrichtung für Sicherheitsnetze, wie sie
bei Skirennen eingesetzt werden – HTL Waidhofen/Ybbs,
Niederösterreich
Nur noch zwei statt 15 Minuten dauert das Aufwickeln von
Sicherheitsnetzen nach Schirennen mit einer ausgeklügelten
Neukonstruktion. Ein Bekannter von Jakob Geiger, Michael Giritsch und
Sebastian Hochedlinger arbeitet als Torrichter bei Skirennen und
beklagte sich bei seinen Kollegen über die Umständlichkeit der
wichtigen, weil manchmal lebensrettenden Teile. Diese müssen nach dem
Rennen händisch am Hang zusammengerollt und hinuntergeschleppt
werden, oft nachts bei Eiseskälte und ohne Skier. Um das Aufwickeln
des Netzes künftig zu erleichtern, haben Geiger, Giritsch und
Hochedlinger eine Wickelvorrichtung mit leichtem Rahmen und
innovativer Wickelwelle konstruiert, deren einzelne Stücke erst vor
Ort durch Druckknöpfe verbunden werden. Das sorgt für einen
konstanten Windedurchmesser und verhindert, dass das Netz schief
gewickelt wird. Auf der Wickelwelle wird das Netz beidseitig
befestigt und auf einer Seite mithilfe eines Seiles festgespannt. Die
Befestigung klappt beim Herunterziehen des Netzes mit dem Rahmen weg
und ist dem Netz dann nicht mehr im Weg.
iZiach – HTBLuVA Salzburg, Salzburg
Markus Dygruber hat zusammen mit seinem Schulkollegen Fabian Weng von
der Abteilung Elektronik und Technische Informatik der HTBLuVA
Salzburg eine aufwendige, aber griffige Lösung gefunden, das
Aufzeichnen von Volksliedern in klassischer Notierung mittels Spielen
einer Melodie auf einer steirischen Ziehharmonika zu ermöglichen. Sie
statteten die Knöpfe der Ziehharmonika mit elektronischen Tastern und
einer Miniaturverkabelung aus. Die Zugrichtung, also wohin der Knopf
drückt, wird über einen Luftdrucksensor im Balg festgestellt. Während
auf dem Instrument beispielsweise die Ennstaler Polka gespielt wird,
treten die Tastentaster in Verbindung mit einer intelligenten
Software, die die Melodie aufzeichnet. Learning by playing sozusagen.
Jugend Innovativ: „Neugier bringt frische Ideen!“
Im Rahmen der 32. Wettbewerbsrunde von Jugend Innovativ sind
interessierte junge Menschen im Alter von 15 bis 20 Jahren erneut
aufgefordert, ihre kreativen und innovativen Ideen zu entfalten und
diese in Form von Projekten auszuarbeiten. Es darf geforscht,
experimentiert, getüftelt, designt und quergedacht werden. Die
innovativen Ideen der Jugendlichen werden auch heuer wieder ganz
besonders gefeiert und im Zuge von Halbfinal-Events und beim großen
Bundes-Finale 2019 ausgezeichnet. Es winken Geldpreise sowie
Reisepreise zu internationalen Messen und Wettbewerben für die
Schülerinnen, Schüler und Lehrlinge mit den besten Projekten.
Erstmals erhalten außerdem alle am Wettbewerb teilnehmenden Teams die
Chance auf einen #digisquadbonus von € 300,- für den originellsten
One-Pager über die digitalen Aspekte und Zukunftschancen des
eingereichten Projekts.
Die Teilnahmebedingungen, der Link zur Online-Anmeldung sowie
weiterführende Informationen zum Wettbewerb sind unter
[www.jugendinnovativ.at] (http://www.jugendinnovativ.at/) abrufbar.
Anmeldeschluss ist der 20. Dezember 2018.
Zwtl.: Über Jugend Innovativ
Jugend Innovativ ist der größte österreichische Schulwettbewerb
für innovative Ideen. Er wird im Auftrag des Bundesministeriums für
Digitalisierung und Wirtschaftsstandort sowie des Bundesministeriums
für Bildung, Wissenschaft und Forschung von der Austria
Wirtschaftsservice GmbH abgewickelt und von der Raiffeisen
Nachhaltigkeits-Initiative und der Innovationsstiftung für Bildung
unterstützt. Der Wettbewerb wird laufend von Weiterbildungs-Maßnahmen
für Lehrerinnen und Lehrer zu den Themen „Teaching Innovation“ und
„Rechte zum Schutz von Arbeitsergebnissen, Urheberrecht,
Datensicherheit und Business Model-Entwicklung“ sowie von
Praxis-Workshops für Schülerinnen und Schüler erfolgreich begleitet.
Weitere Infos auf [www.jugendinnovativ.at]
(http://www.jugendinnovativ.at/).
Austria Wirtschaftsservice GmbH
Jugend Innovativ
Kathrin Strasser
k.strasser@aws.at
Tel: 01 501 75 – 546
www.jugendinnovativ.at
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