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„Orientierung“: Dompfarrer Faber spricht über Auferstehung in Zeiten der Pandemie – am 12. April um 12.25 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) – Sandra Szabo präsentiert im ORF-Religionsmagazin „Orientierung“ am Sonntag, dem 12. April 2020, um 12.25 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Pandemie: Plaudern gegen Panik
„Manche sind knapp vor dem Durchdrehen“, erzählt Antonia Keßelring. Sie leitet die „Telefonseelsorge 142“. Emotionale und seelische Unterstützung ist momentan außerordentlich gefragt. Pro Tag rufen rund 130 Menschen an, um ihre Isolation zumindest verbal zu durchbrechen. Die 71-jährige Wienerin Dietlinde Flatscher lebt allein und gehört nicht nur wegen ihres Alters zur Risikogruppe: „Ich habe Herzprobleme und Panikattacken, aber ich brauche den Kontakt mit Menschen. Mit ein paar Nachbarinnen kommuniziere ich über meinen Balkon. Das Telefonieren hilft mir sehr.“ Am vergangenen Dienstag hat außerdem die Caritas Wien das sogenannte „Plaudernetz“ in Betrieb genommen. Telefonisch soll so die aufkeimende Einsamkeit bekämpft werden. Bericht: Zoran Dobrić.

Dompfarrer Faber: Auferstehung in Zeiten der Pandemie
Im Stephansdom ist es derzeit tagsüber so still wie sonst nur in der Nacht. Seit Beginn der Corona-Krise ist Besucherinnen und Besuchern der Zutritt untersagt. Gottesdienste werden im kleinsten Rahmen gefeiert. Dompfarrer Toni Faber erzählt im Interview, wie er das Gotteshaus erlebt, wie Seelsorge dennoch möglich ist und welche Bedeutung Auferstehung in diesen Tagen für ihn hat. Der 58-Jährige spricht auch über sein Berufungserlebnis, das er hatte, als er im Alter von 17 Jahren mit einer schweren Krankheit konfrontiert war. Bericht: Sandra Szabo.

Späte Berufung: Pfarrerin mit 50
Claudia Schörner war Juristin, seit ein paar Monaten ist sie evangelische Pfarrerin im burgenländischen Rust. Nachdem sie ihren Mann kennengelernt hatte und Mutter wurde, verschoben sich ihre Wertigkeiten. Es wurde wichtiger, sich Zeit für Gespräche zu nehmen, für andere Menschen präsent zu sein. Im Alter von 43 Jahren begann sie, Theologie zu studieren, mit 50 wurde sie ordiniert. Ein Team der „Orientierung“ hat sie in Rust – kurz vor Beginn der Ausgangsbeschränkungen – besucht und nachgefragt, wie es ihr in der jetzigen Situation geht. Bericht: Mariella Kogler.

Tücken der Erinnerung: Wem gehört Bonhoeffer?
Dietrich Bonhoeffer, evangelischer Pfarrer, Theologe und Widerstandskämpfer, wurde am 5. April 1943 verhaftet. Er hatte sich in einem Kreis von Verschwörern gegen das Hitler-Regime engagiert. Zweimal, 1943 und 1944, musste er Ostern im Gefängnis Tegel feiern. Im Februar 1945 wurde er ins KZ Flossenbürg verlegt und dort am 9. April gehenkt. Der Name Bonhoeffer ist weit über Deutschland hinaus bekannt. Die Erinnerung an sein Denken und seinen mutigen Widerstand jedoch drohe hinter berührenden Zitaten und Kalendersprüchen zu verblassen, mahnt der Journalist und Theologe Arnd Henze, Autor des Buches „Kann Kirche Demokratie? Wir Protestanten im Stresstest“. Am Beispiel der Bonhoeffer-Rezeption in Teilen der US-amerikanischen „religiösen Rechten“ zeigt er auf, wie der Nazi-Märtyrer für eine politische Agenda missbraucht werden kann. Dort spannte ein Bonhoeffer-Biograf den großen Namen ausgerechnet vor den Karren der Wahlbewegung Donald Trumps. Bericht: Christian Rathner.

Pakistan: Religiöses Miteinander und Angst vor Zukunft Diskriminierung, Verfolgung und Benachteiligung von Nicht-Muslimen stehen in vielen Regionen Pakistans auf der Tagesordnung. 200 Millionen Menschen leben in Pakistan, 96 Prozent bekennen sich zum Islam. Durch die pakistanische Verfassung wird einerseits allen Menschen gleichermaßen das Recht auf Religionsfreiheit zugesprochen. Andererseits erleben Menschen, die einer religiösen Minderheit angehören, das sogenannte Blasphemiegesetz als reale Bedrohung. In Khamisa Goth, einem Vorort Karachis, bemüht man sich jedoch um ein gutes Miteinander der Religionen. Auch mit Hilfe aus Österreich, etwa der Caritas St. Pölten, werden besonders arme Menschen unterstützt. Muslime, Christen und Hindus arbeiten dabei Hand in Hand. Seit einigen Wochen hat auch hier die Corona-Pandemie das Leben grundlegend verändert. Viele arme Menschen, die ohne soziale Absicherung sind, stehen vor dem Nichts. Bericht: Marcus Marschalek.

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