FSG-Wimmer: Regierung setzt Schwangere unnötigem Ansteckungsrisiko aus

Familienpartei ÖVP ist Schutz von werdenden Müttern kein Anliegen

Wien (OTS) – Gestern hat Arbeits- und Familienministerin Christine Aschbacher im Bundesrat der Forderung nach einem vorzeitigen Mutterschutz für Schwangere eine Absage erteilt. „Gerade der Familienpartei ÖVP müsste der Schutz von Schwangeren ein besonderes Anliegen sein. Hier die Frauen vor den Kopf zu stoßen und dem Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus auszusetzen, ist zutiefst verantwortungslos. Nicht nur den Müttern gegenüber, sondern auch dem ungeborenen Kind“, sagt der Vorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen im ÖGB (FSG), Rainer Wimmer.++++

Wimmer verweist auf das beim Arbeitsministerium ressortierende Arbeitsinspektorat. Auf dessen Website wird das deutsche Robert Koch-Institut zitiert, das zwar ausführt, dass Schwangere kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben und auch die Kinder von Covid-positiven Müttern in den meisten Fällen keine Krankheitszeichen zeigen. Diese Ausführungen sind aber mit dem Zusatz versehen, dass die Daten nicht ausreichend sind, um Fragen zu Schwangerschaft und Covid-19 sicher zu beantworten. „Solange die Sachlage nicht eindeutig geklärt ist, muss die Bundesregierung Schwangere besonders schützen. Der vorzeitige Mutterschutz würde sicherstellen, dass Frauen – egal in welcher Branche sie arbeiten – ohne Angst vor Ansteckung ihre Schwangerschaft erleben können. Wir fordern Arbeits- und Familienministerin Aschbacher auf, rasch im Sinne der betroffenen Frauen zu handeln“, sagt der FSG-Vorsitzende.

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