Kogler zu Mauthausen: Verpflichtung, der Opfer des NS-Terrors zu gedenken

Regierung um weitere mahnende Gedenkstätte in Gusen bemüht

Wien (OTS) – „Das KZ Mauthausen, vor 75 Jahren von der US-Armee befreit, ist heute der zentrale Gedenk- und Erinnerungsort an die Gräuel des Nationalsozialismus in Österreich. Es ist unsere Verpflichtung, der Opfer des NS-Terrors zu gedenken. Und heute am Tag der 75. Wiederkehr der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen insbesondere an jene, die hier inhaftiert waren und ermordet worden sind, zu erinnern“, mahnt Vizekanzler Werner Kogler ein.

„Es waren Gegner des Nationalsozialismus aus den eroberten und besetzten Ländern, sowjetische Kriegsgefangene, Juden und Jüdinnen vor allem aus Holland, Polen und Ungarn, Sinti und Roma, österreichische und deutsche Widerstandskämpfer und Oppositionelle verschiedener politischer Couleur, Zeugen Jehovas, Homosexuelle,“ zählt Kogler auf und betont: „Uns muss immer bewusst sein, dass in Mauthausen auch Österreicher Täter waren. Noch am 27. April 1945, dem Gründungstag der Zweiten Republik, wurden in Mauthausen 43 Widerstandskämpfer hingerichtet.“

Der Vizekanzler verweist am heutigen Jahrestag auch auf die zahlreichen Nebenlager von Mauthausen wie etwa das KZ Gusen. Kogler unterstreicht hier das aktuelle Bemühen der Bundesregierung, diese Liegenschaft zu kaufen. „Denn an dieser Stelle soll ebenfalls eine mahnende und würdige Gedenkstätte errichtet werden können.“

Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport
Gabi Zornig
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