Rückzahlung von Studiengebühren an der Uni Salzburg: restriktiv und sozial unverträglich

Nach Monaten der Verhandlungen gibt es ein Ergebnis zum Streitthema Studiengebühren. ÖH bewertet Maßnahme als unzureichend.

Salzburg (OTS) – Nachdem Wissenschaftsminister Faßmann im April entschieden hat, Studierende finanziell fallen zu lassen, lag der Ball bei den Hochschulen. Die ÖH ist an die Universität herangetreten und hat Vorschläge zur Rückerstattung der Gebühren vorgelegt. „Durch die Pandemie haben viele Studierende ihre Einkommensgrundlagen verloren oder können wegen der erschwerten Studienbedingungen ihren Studienerfolg nicht erbringen. Unser Vorschlag zur Rückerstattung liegt seit Ende April auf dem Tisch“, sagt Keya Baier, Vorsitzende der ÖH Uni Salzburg. „Trotzdem zog sich die Entscheidung über Monate hin – obwohl noch immer Prüfungstermine ausstehen“.

„Es darf nicht sein, dass Studierende durch die Pandemie in finanzielle und berufliche Schwierigkeiten kommen – vor allem dann nicht, wenn ihr Studienerfolg durch Verschulden der Universität gemindert wurde“, so Hande Armagan, erste stv. Vorsitzende. „Nun restriktiv bei der Rückzahlung der Gebühren zu agieren ist für uns unverständlich. Hier wird die Zukunft von Studierenden aufs Spiel gesetzt“, kritisiert Manuel Gruber, Referent für Bildungspolitik.

Die Antragskriterien sind grundsätzlich zu begrüßen. Bitter ist aber: für die Rückerstattung der Studiengebühren werden insgesamt nur 15.000€ an Budgetmitteln aufgewendet. So können maximal bei 41 Studierenden die Studiengebühren in voller Höhe rückerstattet werden. Zum Vergleich: Ein prüfungsaktiver Studierender der Fächergruppe 3 bringt der Uni 17.820€ im Jahr. Wenn nur ein prüfungsaktiver Studierender sein Studium wegen dieser Lösung abbricht, entgeht der Uni also mehr Geld, als sie bereit ist, zu investieren. Interessant erscheint hier die Entscheidung der Uni, gerade jetzt ein groß angelegtes Rebranding vorzunehmen – während für Studierende nicht genug Geld da ist. „Durch die Leistungsvereinbarung ist die Universität in Zugzwang, in die Studienstruktur zu investieren“, ergänzt Raphaela Maier, zweite stv. Vorsitzende. „Deshalb wäre notwendig, die Einkommenssäule Prüfungsaktivität zu stärken, anstelle sie abzusägen. Dafür müssen Studierende und die Qualität der Lehre gezielt gefördert werden“.

Die ÖH hat sich in einem Schreiben an Stadt und Land Salzburg gewandt, um finanzielle Unterstützung für die Rückerstattung der Gebühren zu erbitten: [oeh-salzburg.at/stadt-land-sbg/]
(https://www.oeh-salzburg.at/stadt-land-sbg/)

Keya Baier
Vorsitzende der ÖH Universität Salzburg
+4366499631089

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