25 Jahre EU-Förderungen der Stadt Wien

Im April 1996 wurde eine Abteilung für EU-Förderungen, heute ein Teil der Magistratsabteilung 27 -Europäische Angelegenheiten, eingerichtet.

Wien (OTS) – Bereits im EU-Beitrittsjahr 1995 stellt der Wiener Magistrat erste Überlegungen an, zukünftig EU-Förderungen für bestimmte Projekte der Stadt in Anspruch zu nehmen. 1996 wurde daher eine eigene Abteilung innerhalb der Magistratsdirektion eingerichtet. Diese Phase war von absolutem Pioniergeist geprägt, da noch keinerlei Erfahrung bei Verwendung von EU-Strukturfondsgeldern vorlag. Doch mit viel Engagement, Weitblick und Wissensdrang wurden sehr bald die ersten Projekte – wie die Gürtelbögen oder das Reparatur- und Servicezentrum – realisiert.

Wiens guter Ruf in Brüssel

Nach anfänglichen Lernerfahrungen erarbeitete sich die Stadt Wien über die Jahre auch in Brüssel den Ruf einer verlässlichen Partnerin bei EU-Förderungen. Die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten vertrauten Wien deshalb im Laufe der Zeit graduell immer weitreichendere Funktionen bei der Verwaltung von EU-Fördergeldern und deren Bindung in Projekten an. In der EU-Förderperiode 2014 – 2020 verwaltet die Stadt Wien ca. 314 Mio. EURO aus dem Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Den größten Teil davon im EU-Förderprogramm CENTRAL Europe mit 248 Mio. EURO für Projekte im Programmgebiet. Zudem standen und stehen 39 Mio. EURO für Wiens Kooperationen mit den Grenzregionen von Tschechien, Ungarn und der Slowakei sowie 28 Mio. EURO für Wiens weitere Aufwertung des Stadtbildes und der Wirtschaft zur Verfügung. Darüber hinaus ist Wien seit 2002 Standort einer von insgesamt 4 Interact- Büros in der EU. Das „Interact Office Vienna“ unterstützt 28 grenzübergreifende EU-Förderprogramme in Mittel- und Südosteuropa bei Wissensaustausch und gegenseitigem Lernen in der Programmverwaltung.

EU-Projekte in Wien

„EU-Förderungen sind mittlerweile ein fester Bestandteil im Denken und Handeln innerhalb der Stadt Wien. Sie entlasten nicht nur das Budget, sondern machen auch den Nutzen der Europäischen Union sichtbar. Die zahlreichen EU-Projekte tragen zu Wiens Lebensqualität und Attraktivität bei und vertiefen die Beziehungen in Europa. Allein seit 2007 sind an die 260 EU-Projekte umgesetzt worden Sie betreffen nahezu alle Bereiche des städtischen Lebens“, sagt der zuständige Stadtrat für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Wiener Stadtwerke, Peter Hanke.

Attraktivierung des Stadtgebietes mit EU-Förderungen

Mittlerweile prägen viele EU-Projekte nicht nur den Gürtel, sondern das ganze Stadtbild. Die Neugestaltungen von Neulerchenfelder- und Ottakringer Straße, Johann-Nepomuk-Berger-, Yppen-, Wallenstein- und Ilgplatz sind nur einige ausgewählte Beispiele dafür. Maßnahmen für den Hannover-, Kutschker- oder Vorgartenmarkt bewirkten in Grätzln eine Wiederbelebung der Nahversorgung. Zuletzt wurden Markt und Umfeld des Johann-Nepomuk-Vogl-Platzes attraktiviert. Aber auch Parks wie der Anton-Baumann-, Rudolf-Bednar-, Robert-Hochner-, Karl-Hodina- oder Joseph-Strauß-Park wurden umgestaltet und aufgewertet und tragen zur Steigerung der Lebensqualität der für die Bürgerinnen und Bürger in den Bezirken bei.

Zusätzliche Belebung der Wirtschaft durch EU-Mittel

EU-Geld trägt auch zur weiteren Belebung der Wiener Wirtschaft bei. Folgende Projekte wurden von der Wirtschaftsagentur Wien umgesetzt:

* Start-up-Modul: Unterstützung der Start-up-Szene Wiens durch Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen mittels Workshops und Coachings.

* Gründen und Wachsen: eine Adaptierung und Weiterentwicklung von „Start-up-Modul“ mit Fokus auf Digitalisierung.

EU-Projekte mit den Nachbarregionen

Mit den Nachbarregionen von Tschechien, Ungarn und der Slowakei wurden viele bleibende Projekte wie z.B. das Nationalparkhaus wien-lobAU oder die Europäische Mittelschule realisiert. Von den laufenden Projekten sind hier nur wenige herausgegriffen:

* Wasserbaulabor: Größtes, je in Wien umgesetztes EU- Projekt. Herzstück ist die Errichtung eines Wasserbaulabors der Universität für Bodenkultur am Brigittenauer Sporn. Das Wasserbaulabor wird soll das Strömungsverhalten der Donau im Echtbetrieb ermöglichen und wichtige Rückschlüsse auf Ökologie und Nutzung der Donau als Wasserstraße ermöglichen. Als innovative Forschungsstätte werden bis zu 100 Forschungsarbeitsplätze in Wien für internationale Forschungskooperationen geschaffen.

* TWIN CITY RAIL: Mit der EU-Finanzierung konnte der zweigleisige, elektrifizierte Ausbau der Eisenbahnstrecke über Marchegg zwischen Wien und Bratislava maßgeblich angestoßen werden. Damit steht den BewohnerInnen von Stadt- und Region und allen BerufspendlerInnen beider Länder – endlich – eine attraktive und klimafreundliche Bahnverbindung zwischen den beiden EU-Hauptstädten zur Verfügung.

* BIG: Mehrsprachige Bildung soll in den regulären Lehrplan von Kindergarten und Volksschule integriert werden.

* Design und Innovation: Designstrategie für Bratislava und Wien

* Safebridge: Entwicklung ganzheitlicher Bewertungsmethoden für Brücken

EU-Projekte für alle

Einige EU- Projekte bieten für jede Wienerin und jeden Wiener interessante Informationen oder die Möglichkeit zur Teilnahme:

* RoboCoop:

* Online-Robotik Workshops für Wiener SchülerInnen und
LehrerInnen der Sekundarstufe
[http://robocoop.eu/at/index.html] (http://robocoop.eu/at/index.html)

* CITY NATURE

* Nützliche Tipps und Tricks zu dem Thema wie der eigene
Garten, Balkon oder die eigene Terrasse gestaltet werden kann, um ein Paradies für Pflanzen und Tiere zu schaffen und so die Artenvielfalt durch eigenes Zutun zu erhöhen unter
[https://www.city-nature.eu/uebersicht-moeglichkeiten]
(https://www.city-nature.eu/uebersicht-moeglichkeiten)

* Mitmachaktionen: Wiesenpflege
Termine unter https://www.city-nature.eu/termine

* Podcasts für Erwachsene und Kinder zu den Themen Fledermäuse, Amphibien, Dohlen unter https://www.city-nature.eu/podcastgalerie

* PlasticFreeDanube

Für jene, die selbst etwas Gutes für die Umwelt tun möchten:

* Vor-Ort-Abfallsammlungen an der Donau.
Bei Interesse: E-Mail an nationalpark@donauauen.at

* Sammel- und Sortierprotokolle (für Erwachsene und Kinder) für Vor-Ort-Abfallsammlungen an der Donau
https://plasticfreeconnected.com/dow

* DigiMe

* Youtube-Kanal mit vielen Videotutorials rund ums Programmieren
mit dem Micro:bit- ideal für Kinder, Einsteiger und Personen ohne Programmierkenntnisse
https://www.youtube.com/channel/UCgUP_6Fw9fpp9q_8V-zFkmw/videos?view_
as=subscriber

* ENARIS

* Online-Workshops zu „Künstlicher Intelligenz“ für LehrerInnen der Sekundarstufe und Lehramtsstudierende

* Online-Workshops „Wo ist Künstliche Intelligenz im Alltag überall zu finden“ für die interessierte Bevölkerung https://www.ocg.at/de/enaris; Vormerkungen per E-Mail martin.kandlhofer@ocg.at

EU- Projekte auch in Zukunft

Der Leiter der Magistratsabteilung für Europäische Angelegenheiten, Mag. Martin Pospischill, versichert: „Auch in der anlaufenden EU- Förderperiode (2021 – 2027) werden wir wieder viele wichtige und sinnvolle Projekte umsetzen. Die ersten Projektideen sind vielversprechend und werden einen starken Beitrag Wiens bei der Bewältigung der Klimakrise leisten.“

Eva Gsteu-Kirschbaum
Europäische Angelegenheiten
+43 1 4000 27070
eva.gsteu-kirschbaum@wien.gv.at

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