COVID-19 und der europäische Schienenverkehrsmarkt 2020

IRG-Rail veröffentlicht Marktbericht zu Auswirkungen von Covid-19 auf Europas Schienenverkehr und die getroffenen Gegenmaßnahmen

Wien (OTS) – „Der Bericht und die darin dargestellten Zahlen ermöglichen einen Vergleich der verschiedenen, europaweit getroffenen Hilfsmaßnahmen, die im Eisenbahnsektor in Reaktion auf die Folgen von Covid-19 geleistet wurden. Damit liefern die europäischen Eisenbahnregulatoren den Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern ein wichtiges Instrument, denn der Bericht bietet auch eine Basis für die Beurteilung der Wirksamkeit dieser Maßnahmen“, so Maria-Theresia Röhsler, Geschäftsführerin der Schienen-Control GmbH und Vorsitzende von IRG-Rail, anlässlich der Veröffentlichung des Berichts „Impacts of the Covid-19 crisis and national responses on European railway markets in 2020“.

Röhsler hat mit 1. Jänner 2021 den Vorsitz der Independent Regulators‘ Group-Rail (IRG-Rail) übernommen. Diese wurde 2011 in Den Haag von 15 europäischen Eisenbahn-Regulierungsbehörden gegründet. Damit fällt sowohl das zehnjährige Jubiläum des Regulatoren-Dachverbandes als auch das Europäische Jahr der Schiene in die Periode des Vorsitzes der Schienen-Control. Mittlerweile ist die Mitgliederzahl des Netzwerks auf 31 Regulierungsbehörden angestiegen. Ziel des Zusammenschlusses ist es, die Kooperation zwischen den Regulierungsbehörden weiter zu stärken und die Schaffung eines einheitlichen, wettbewerbsfähigen, effizienten und nachhaltigen Eisenbahnmarktes in Europa voranzutreiben.

COVID-19-Pandemie: Auswirkungen und Maßnahmen im Jahr 2020

Gemäß ihrer Aufgabe der Marktüberwachung haben die Regulierungsbehörden in einer Schwerpunktanalyse die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf den europäischen Eisenbahnsektor 2020 untersucht.

Die Pandemie und ihre Folgen führten im Jahr 2020 allgemein zu teils starken Einbrüchen der Verkehrsnachfrage auf der Schiene. So betrug der Rückgang der jährlichen Personenkilometer im europäischen Durchschnitt 48 Prozent, wobei hier aufgrund der Ausgangsbeschränkungen vor allem das zweite und das vierte Quartal negativ hervorzuheben sind. Mit minus sieben Prozent bei den gesamten Nettotonnenkilometern fällt die Bilanz des Schienengüterverkehrs vergleichsweise weniger dramatisch aus, im vierten Quartal ist dieser gegenüber dem Vergleichsquartal aus 2019 sogar wieder leicht gewachsen. Rückgänge gab es auch angebotsseitig, acht Prozent weniger Zugfahrten im Personenverkehr stehen sechs Prozent weniger Zugfahrten im Güterverkehr gegenüber. Als Folge der Abnahme des Schienenverkehrsangebots hat sich die Auslastung des Streckennetzes hingegen entspannt und die Pünktlichkeit der Züge ist in allen Quartalen des Jahres 2020 sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr gestiegen.

Die von den Eisenbahnunternehmen erlittenen Einbußen wurden mithilfe vorübergehender und fallweise auch dauerhafter Maßnahmen (darunter die Verringerung bzw. teilweise Streichung der Trassengebühren oder die Anhebung staatlicher Beihilfen) versucht abzufedern. Auch bezüglich der getroffenen Gegenmaßnahmen bietet der Bericht einen übersichtlichen Ländervergleich.

Der vollständige Bericht ist auf der Website der Schienen-Control unter https://www.schienencontrol.gv.at/de/presse1.html abrufbar.

Über die Schienen-Control GmbH

Als Regulierungsbehörde kontrolliert die Schienen-Control GmbH (SCG) den freien Zugang zur Schiene zu angemessenen Preisen. Damit ermöglicht und unterstützt sie einen fairen Wettbewerb für eine bessere und erfolgreichere Bahn. www.schienencontrol.gv.at

Als Schlichtungsstelle setzt sich die Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte (apf) für Reisende im Bahn-, Bus-, Schiffs- und Flugverkehr ein. Im Rahmen außergerichtlicher Schlichtungsverfahren verhilft die apf Passagieren kostenlos und provisionsfrei zu ihrem Recht. Die Servicestelle des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) ist als Abteilung bei der Schienen-Control GmbH angesiedelt. www.passagier.at

Schienen-Control GmbH
Mag. Robert Kogler
IRG-Rail Verbindungsbeauftragter
T: +43 1 5050707 330
E: r.kogler@schienencontrol.gv.at
www.schienencontrol.gv.at

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