MAMUZ-Saisonrückblick 2021

Zudem Ausblick auf 2022 in Asparn an der Zaya und Mistelbach

St. Pölten (OTS/NLK) – Gestern, Donnerstag, 25. November, ließ das MAMUZ bei seiner Online-Finissage die Saison 2021 Revue passieren:
MAMUZ-Geschäftsführer Christoph Mayer und der wissenschaftliche Leiter Franz Pieler blickten dabei nicht nur auf ein herausforderndes, aber dennoch erfolgreiches Museumsjahr zurück, sondern gaben auch Ausblicke auf das Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm 2022:

Im MAMUZ Museum Mistelbach ging mit 21. November die Sonderausstellung „Maya“ zu Ende, die nach 2020 aufgrund des großen Besucherinteresses auf eine zweite Saison ausgeweitet worden war. Der Großteil der Exponate, darunter kunstvoll gestaltete Räuchergefäße, monumentale Steinstelen mit Hieroglypheninschriften und kostbare Jadeschmuckstücke, konnte im Rahmen der Ausstellung erstmals einem europäischen Publikum präsentiert werden. Nun gehen die 200 Originalobjekte wieder zurück an den Leihgeber, das guatemaltekische Nationalmuseum für Archäologie und Ethnologie.

Zusätzliche Einblicke in das religiöse und kosmologische Weltbild der Maya lieferte heuer die ergänzende Schau „Götter und Rituale der Maya“, die in der Kapelle des Museums Mistelbach eingerichtet wurde. Darin konnten alte Maya-Gottheiten und Bräuche, von denen viele noch in der heutigen Glaubenswelt der Maya präsent sind, entdeckt werden. Zusätzlich informierten Experten wie Nikolai Grube, Georg Grünberg, Barbara Kühhas und Carlos Moran Ical online oder vor Ort über unterschiedliche Themenbereiche rund um diese faszinierende Hochkultur.

Das MAMUZ Schloss Asparn an der Zaya zeigte heuer die Sonderschau „Experimentelle Archäologie“ und widmete sich damit seinem wissenschaftlichen Kerngebiet. Dabei konnte auch Archäologen aus der ganzen Welt bei ihrer Arbeit über die Schulter geblickt werden, über 20 Experimente machten so Einblicke in vergangene Lebenswelten möglich.

Ein Höhepunkt im heurigen Museumsjahr war die Errichtung einer frühmittelalterlichen Kirche im archäologischen Freigelände nach dem Grabungsbefund einer etwa 1.100 Jahre alten Kirche; das Vorbild wurde von 2008 bis 2012 in Pohansko in Südmähren freigelegt. Die Bauarbeiten dauerten von Mitte Mai bis Ende Oktober, über die Wintermonate erhält das neue Gebäude noch seine Innenausstattung samt Wandbemalung; offizielle Eröffnung ist zu Saisonbeginn 2022.

Unter Einhaltung der Corona-Maßnahmen konnten viele der alljährlichen Vermittlungsangebote auch heuer durchgeführt werden: Die Erlebniswochenenden im archäologischen Freigelände waren wieder ab Juli möglich, das Programm reichte dabei von Aktivitäten wie Speerwerfen, Steinschleudern und Bogenschießen bis zur Herstellung eines Flechtwerkzauns. Besonders gut gebucht waren heuer die historischen Handwerkskurse in den Sommerferien, in denen Fertigkeiten wie Bogenbau, Schmieden, Glasperlenherstellung, Töpfern und vieles mehr unterrichtet wurden. Erstmals standen heuer auch altersgerechte Handwerkskurse für Kinder am Programm. Zuletzt konnte sich das MAMUZ am 16. Oktober über zahlreiche Besucher der „Nacht der keltischen Feuer“ mit Schaustücken, eisenzeitlichem Handwerk, einem Märchenerzähler und historischen Klänge freuen.

Die Saison 2022 startet im MAMUZ am 19. März: Am Standort Mistelbach wird die neue Sonderausstellung „Königreiche der Eisenzeit“ eröffnet, die auf die Epoche der Hallstattkultur zurückblickt und den Einfluss des Eisens als neu gewonnener Werkstoff auf die Gesellschaften in Mitteleuropa aufzeigt. Am Eröffnungswochenende, 19. und 20. März, wird ein buntes Rahmenprogramm geboten. In Asparn an der Zaya folgt die Eröffnung der frühmittelalterlichen Kirche im archäologischen Freigelände am 26. März, auch hier wartet zum Saisonauftakt am 26. und 27. März ein zweitägiges Programm, diesfalls mit Frühmittelalter-Schwerpunkt.

Anlässlich des 40-Jahre-Jubiläums der im archäologischen Freigelände stattfindenden Lehrveranstaltung „Experimentelle Archäologie“ wird die gleichnamige Sonderausstellung im Schloss auf die gesamte Saison 2022 verlängert. Der Festakt „40 Jahre Experimentelle Archäologie“ findet am 2. Juli statt. Glasperlen herstellen, Schmieden, Bronze gießen, Bogen bauen, Knochen bearbeiten und vieles mehr kann man dann wieder bei den historischen Handwerkskursen vom 8. Juli bis 18. September, Kinderkurse sind vom 5. bis 18. Juli geplant.

Auch drei historische Feste wird es wieder geben: Am 21. und 22. Mai lagern Mammutjäger, Kelten und Co. bei „40.000 BC“ in den historischen Siedlungen des archäologischen Freigeländes. Das Hunnenfest am 27. und 28. August verspricht Reitershows, mongolische Musik, hunnisches Handwerk und Mitmachstationen für Gäste. Bei der „Nacht der keltischen Feuer“ am 8. Oktober schließlich wird die mystische Welt der Kelten gefeiert. Zudem werden 2022 auch die Erlebniswochenenden jeden Samstag, Sonn- und Feiertag mit wechselndem Programm weitergeführt.

Öffnungszeiten 2022: 19. März bis 27. November, Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr. Nähere Informationen für Asparn an der Zaya unter 02577/84180 bzw. Mistelbach unter 02572/20719 sowie e-mail info@mamuz.at und www.mamuz.at.

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