Disoski, Spielman/Grüne: Mutmaßlich 6. Femizid seit Jahresbeginn in Wien – Rot-Pink muss Gewaltschutzgipfel einberufen!

Wien (OTS) – Mit Bestürzung reagieren Meri Disoski, Grüne Bundesfrauenvorsitzende, und Viktoria Spielmann, Frauensprecherin der Grünen Wien, auf mediale Berichte, wonach es gestern in Wien erneut zu einem mutmaßlichen Femizid gekommen sein soll. Demnach ist eine 76-jährige Frau von einem 68-jährigen Mann getötet worden.

„Fast jeder dritte Femizid in Österreich wird in Wien verübt. Diese hohe Zahl ist alarmierend. Was es jetzt braucht, ist ein Wiener Gewaltschutzgipfel mit dem Fokus auf Gewaltprävention,” so Viktoria Spielmann, Frauensprecherin der Grünen Wien. Mit einem Gewaltschutzgipfel soll die Expertise von Mitarbeiter:innen des Gewaltschutzes, der Gewaltprävention und der Täterarbeit eingeholt und Lösungen für die anhaltend hohe Männergewalt gegen Frauen erarbeitet werden. „Ein Gewaltschutzgipfel bietet die Möglichkeit, durch den Dialog von Politik und Praxis an Lösungen zu arbeiten” so Spielmann.

„Die Stadt Wien darf sich nicht auf Bestehendem ausruhen und muss Gewaltpräventionsmaßnahmen ins Zentrum des Gewaltschutzes stellen. Wir haben bereits mehrfach beantragt, dass das niederschwellige Grätzlprojekt zur Verhinderung von Partnergewalt ‚StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt‘ in ganz Wien umgesetzt wird. Die rot-pinke Stadtregierung muss die konsequente Ablehnung der Finanzierung des Projekts endlich aufgeben,“ sagt Spielmann.

„Wir haben ein massives Problem mit Männergewalt in unserem Land. Ein Problem, das ein politischer Handlungsauftrag für die Stärkung von Opferschutz, Gewaltschutz und Gewaltprävention ist. Wo vergangene Bundesregierungen tatenlos weggeschaut haben, handeln wir. Seit Jahren weisen Opferschützer:innen auf die chronische Unterfinanzierung ihrer Organisationen hin und fordern mehr Mittel für den Ausbau von Opferschutz, Gewaltschutz und Gewaltprävention. Von vergangenen Regierungen sind ihre Anliegen ignoriert worden. Statt dringender Budgeterhöhungen gab es Sprachlosigkeit und Betroffenheitsrhetorik“, erinnert Disoski an die stagnierenden Gewaltschutzbudgets vergangener Bundesregierungen.

„Die türkis-grüne Bundesregierung hat das Budget für Gewaltschutz und Gewaltprävention maßgeblich erhöht und zahlreiche Maßnahmen im Gewaltschutz umgesetzt“, hält Disoski fest. Exemplarisch führt sie die Finanzierung des Gewaltpräventionsprojektes „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“ an: „Auf Bundesebene sorgt Gesundheits- und Sozialminister Johannes Rauch dafür, dass dies Projekt weiterwachsen kann – auch in Wien. Die rot-pinke Stadtregierung ist hier gefordert, endlich Verantwortung für das Projekt zu übernehmen“, so Disoski.

Beim Gewaltschutz und in der Gewaltprävention müssen alle Verantwortung übernehmen: Bund, Länder, Städte und Gemeinden“, halten Disoski und Spielmann fest. Abschließend erinnert sie an die Istanbul-Konvention, wonach im Gewaltschutz jedes Mitglied der Gesellschaft einen Beitrag im Gewaltschutz leisten soll: „Genau das wird durch ‚StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt‘ unterstützt und wir bedanken uns bei den Initiatorinnen für ihre engagierte Arbeit“, sagen Disoski und Spielmann abschließend.

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