IDEALE Barometer 2022 – Klimakrise ist ein Auftrag für Entscheidungsträger*innen und Kommunikator*innen

P&B und GLOBAL 2000 präsentieren Befragungsergebnisse, wie Menschen in Österreich die Klimakrise wahrnehmen

Am Vortag zum weltweiten Klimastreik am 23. September 2022 hat heute die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 gemeinsam mit P&B Agentur für Kommunikation eine Befragung vorgestellt, in der die Einstellung der Österreicher*innen zu Krisen erhoben wurde. Die Ergebnisse gehen aus dem IDEALE Barometer hervor, der von den Marktforscher*innen beim Zielgruppen Büro im Auftrag von P&B Agentur für Kommunikation erhoben wurde: Umwelt- und Klimaschutz sind weiterhin für eine überwiegende Mehrheit wichtige politische Themen für die Österreicher*innen, obwohl die Klimakrise aktuell von anderen Krisen überlagert wird. Eine große Mehrheit der Befragten zeigt Bereitschaft, selbst etwas zum Klima- und Umweltschutz beizutragen, erwartet aber von Politik und Wirtschaft ein deutliches Voranschreiten. Die Ergebnisse des IDEALE-Barometers sind ein klarer Auftrag für Politik, Wirtschaft und die Kommunikator*innen von Umwelt- und Klimathemen die Dringlichkeit eines klima- und umweltschützenden Verhaltens noch stärker in der Bevölkerung zu verankern.

DIE KLIMAKRISE IST WEITERHIN FÜR VIELE ÖSTERREICHER*INNEN EINE REALE BEDROHUNG, WIRD ABER AKTUELL VON ANDEREN KRISEN ÜBERLAGERT

Für viele Menschen ist die Klimakrise weiterhin ein wichtiges persönliches Anliegen. Und das, obwohl aktuelle Krisen, vor allem die Teuerung und die Energiekrise und die damit verbundene Angst vieler Menschen, sich das gewohnte Leben nicht mehr leisten zu können, die Präsenz der Klimakrise im öffentlichen Diskurs überlagern.

Rund neun von zehn Befragten sorgen sich über die steigenden Energie- und Nahrungsmittelpreise, die allgemeine Teuerung durch die hohe Inflation und die Energiekrise. Über die Klimakrise und ihre Auswirkungen machen sich zwei Drittel der Befragten Gedanken. Damit liegt die Klimakrise im Sorgenranking aktuell hinter Ängsten um die wirtschaftliche Situation, die gesellschaftliche Stimmung oder um das politische Klima in Österreich.

UMWELT- UND KLIMASCHUTZ SIND FÜR DIE MEHRHEIT DER BEVÖLKERUNG (83 PROZENT) WEITERHIN WICHTIGE POLITISCHE THEMEN

Für den Großteil der befragten Österreicher*innen sind der Klima- und Umweltschutz wichtige persönliche Anliegen. Im Alltag haben jedoch andere Themen mehr Relevanz: Menschen sorgen sich um die Energiepreise im Winter und darüber, dass sie selbst oder jemand aus ihrem nahen sozialen Umfeld armutsgefährdet wird. Weiterhin ist eine deutliche Mehrheit aber auch der Meinung, dass wir unseren Planeten zerstören (81 Prozent) und dass man jetzt beim Klimaschutz handeln muss, da es ansonsten zu spät ist (77 Prozent).

ÖSTERREICHER*INNEN ZEIGEN BEREITSCHAFT SELBST ETWAS ZUM KLIMA- UND UMWELTSCHUTZ BEIZUTRAGEN, ERWARTEN SICH ABER VON POLITIK UND WIRTSCHAFT EIN DEUTLICHES VORANSCHREITEN

Die deutliche Mehrheit (90 Prozent) glaubt, dass jede*r etwas zum Klima- und Umweltschutz beitragen kann und viele zeigen auch die Bereitschaft, selbst etwas dafür zu tun, wenn auch in Maßen. Zwei Drittel der befragten Österreicher*innen tun ihrer Wahrnehmung nach aktuell schon viel für den Klima- und Umweltschutz. Knapp die Hälfte der Befragten zeigt die moderate Bereitschaft, sich zukünftig einzuschränken und ein Viertel der Befragten ist sogar zu größeren persönlichen Einschränkungen bereit. 

Auch die befragten Österreicher*innen sind überwiegend der Meinung, dass die Klimakrise nur durch eine weltweite Kraftanstrengung aufgehalten werden kann (86 Prozent). Entscheidungsträger*innen aus Politik und Wirtschaft in Österreich müssen dafür eine klare Linie für eine klima- und umweltfreundliche Zukunft vorgeben.  

Die Umfrageergebnisse zeigen jedoch, dass aktuell politische und wirtschaftliche Entscheidungsträger*innen nur bedingt in ihrer Vorreiter*innenrolle wahrgenommen werden: Gerade einmal ein knappes Viertel  der Befragten ist der Meinung, dass in Österreich insgesamt genug für den Klima- und Umweltschutz getan wird. Rund zwei Drittel finden zudem, dass Politiker*innen sowie Wirtschaftsvertreter*innen aktuell die Klimakrise nicht ernst genug nehmen.

ERGEBNISSE DES IDEALE BAROMETERS SIND EIN KLARER AUFTRAG FÜR POLITIK, WIRTSCHAFT UND DIE KOMMUNIKATOR*INNEN VON UMWELT- UND KLIMATHEMEN

Insgesamt sind die Ergebnisse des diesjährigen IDEALE Barometers ein klarer Auftrag an Politik und Wirtschaft, mehr für den Klima- und Umweltschutz zu unternehmen und für die Bevölkerung mit gutem Beispiel voranzuschreiten.

Stefanie Grubich, Managing Partnerin von P&B Agentur für Kommunikation, ordnet Ergebnisse wie folgt ein: “Die Klimakrise ist im Bewusstsein der Menschen angekommen, was aber nicht gleichzeitig bedeutet, dass jede und jeder Einzelne weiß, was sie zur Lösung der Krise beitragen muss. Die Auswirkungen, die die Menschen in ihrem Leben spüren, müssen wir stärker mit der Klimakrise in Zusammenhang bringen. Erst, wenn Menschen ihre eigene Betroffenheit verstehen, können wir die Dramatik der Krise begreifbar machen”

“Die Studienergebnisse geben auch einen hoffnungsvollen Ausblick: Die Bereitschaft vieler Menschen, mehr über das Thema Umwelt- und Klimaschutz zu erfahren, ist jedenfalls vorhanden. Knapp ein Drittel der Befragten sind zudem bereit, mehr für Klima- und Umweltschutz zu tun, aber wissen nicht, welche Maßnahmen auch sinnvoll und zielführend wären. Diese Zielgruppen sollten in Zukunft stärker im Fokus von Kommunikationsmaßnahmen stehen, um auch sie für Klima- und Umweltschutz zu gewinnen” ergänzt Matthias Rohrer, Zielgruppen Büro.
Politische Entscheidungsträger*innen müssen jetzt handeln

Bernhard Csengel, Senior Consultant P&B Agentur für Kommunikation
M: csengel@pbagentur.at
T: +43 664 2529524

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