
Disoski/Grüne: Anstrengungen im Gewaltschutz und in der Gewaltprävention auf allen Ebenen weiter ausbauen
Schockierendes Gewaltausmaß ist Handlungsauftrag für alle politischen Ebenen und braucht unser aller Einsatz
„In Österreich ist jede dritte Frau von Gewalt betroffen, heuer sind bereits 26 Frauen von Männern ermordet worden. Dieses schockierende Gewaltausmaß gegen Frauen ist ein klarer Handlungsauftrag für alle politischen Ebenen und erfordert unser aller Einsatz. Wir müssen unsere Anstrengungen im Gewaltschutz und in der Gewaltprävention weiter intensivieren – und zwar im Bund, in den Länder und in den Gemeinden“, sagt Meri Disoski, stellvertretende Klubobfrau und Vorsitzende der Grünen Frauen Österreich, anlässlich der morgen beginnenden „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“.
„In Österreich haben Gewaltschutz und Gewaltprävention eine lange finanzielle Durststrecke hinter sich. Ein Jahrzehnt hindurch sind die Mittel dafür bundesseitig de facto nicht erhöht worden. Die Forderungen wichtiger Gewaltschutzeinrichtungen, wie die der Gewaltschutzzentren oder der Frauen- und Mädchenberatungsstellen nach einer besseren Finanzierung ihrer wichtigen Arbeit sind von vorigen Regierungen ignoriert worden“, meint Disoski.
„Mit Regierungsbeteiligung der Grünen sind diese Zeiten endlich vorbei. Bereits zum fünften Mal haben wir das Frauenbudget erhöht, auf mittlerweile 33,6 Millionen Euro. Ein Großteil davon fließt in den Gewaltschutz und in die Gewaltprävention“, hält Disoski fest und ergänzt: „Bis 2026 stellen wir dafür jährlich ressortübergreifend zusätzlich etwa 50 Millionen Euro bereit, damit wir die wichtige Arbeit der Gewaltschutzzentren, der Frauen- und Mädchenberatungsstellen auf finanziell solidere Beine stellen können. Diesen Weg werden wir weitergehen. Die Bundesländer, Gemeinden und Städte sind in der Pflicht selbiges zu tun.“
Als wichtigen Meilenstein bezeichnet die Grüne Frauensprecherin zudem die Etablierung der Gewaltambulanzen: „Seit Jahren weisen Expert:innen darauf hin, dass wir in Österreich eine viel zu niedrige Verurteilungsquote bei Gewaltdelikten haben. Oft steht Aussage gegen Aussage, umso wichtiger ist die gerichtsfeste Beweissicherung. Mit Gewaltambulanzen, in denen im geschützten Setting während einer Untersuchung durch eine:n eigens geschulte:n Gerichtsmediziner:in Beweismittel gerichtsfest dokumentiert werden, steigen künftig auch die Verurteilungsraten“, sagt Disoski.
„Frauenhass und das gefährliche Rollenverständnis einer aggressiven Männlichkeit sind nach wie vor tief in unserer Gesellschaft verwurzelt. Dieses Denken müssen wir durchbrechen. Wenn Männer in den meisten Fällen das Problem sind, dann müssen sie Teil der Lösung sein. Man(n) kann Gewalt gegen Frauen durchbrechen“, verweist Disoski auf das Motto, unter dem die „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ heuer stattfinden.
Grüner Klub im Parlament
+43-1 40110-6317
presse@gruene.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender