Grüne Wien starten Petition für Erhalt der 365-Euro-Jahreskarte

Ökos befürchten Verteuerung des Wiener-Linien-Tickets

Die Wiener Grünen vermuten, dass der derzeitige Preis für die Jahreskarte der Wiener Linien wackeln könnte. Bei einem Medientermin im Rathaus kündigten die nicht amtsführenden Grün-Stadträt*innen Judith Pühringer und Peter Kraus eine Petition für die Beibehaltung der 365-Euro-Jahreskarte an.

„Seit mehr als einem Jahrzehnt ist die Jahreskarte der Wiener Linien ein Erfolgsmodell, das auch international als Vorbild gilt und in Europa einzigartig ist: Für nur einen Euro pro Tag fahren hunderttausende Wiener*innen umweltfreundlich durch die Stadt“, sagte Pühringer. Vor der Einführung des 365-Euro-Tickets im Jahr 2012 lag der Preis für die Jahreskarte bei 449 Euro. „Die 365-Euro-Jahreskarte ist sowohl eine wichtige soziale als auch eine klimapolitische Maßnahme. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 1 Million solcher Tickets ausgegeben, die durch die Reduktion des Autoverkehrs einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, so Pühringer weiter.

Da ein „klares Bekenntnis zum 365-Euro-Ticket seitens der rot-pinken Stadtregierung vermieden wurde und sich auch nicht im Koalitionsprogramm findet“, sei die Petition zur Beibehaltung des Preises initiiert worden. Eingeführt wurde das aktuell gültige Jahresticket unter der damaligen rot-grünen Stadtregierung 2012.

HÖHERE INVESTITIONEN IN DEN AUSBAU DES ÖFFENTLICHEN VERKEHRSNETZES GEFORDERT

Bei der Pressekonferenz wurden ebenfalls Einsparungen beim Öffi-Ausbau kritisiert. Zwar würde im Koalitionspapier der Bau der Straßenbahnlinien 12, 18 und 27 zugesagt, doch „vor allem die Versorgung der Außenbezirke bleibt weiterhin Sorgenkind“. Auch bei der Bahninfrastruktur würden mit der Verbindungsbahn, dem Streckenausbau Nordbahn und dem viergleisigen Ausbau zwischen Meidling und Mödling „dringend notwendige Ausbauten verschoben“, so die Wiener Grünen. „Ein dicht ausgebautes Schienennetz erhöht die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs erheblich. Es sorgt für häufigere, schnellere und zuverlässigere Verbindungen, erleichtert den Umstieg vom Auto auf die Öffis und bringt damit Vorteile für Klima, Wirtschaft und die Lebensqualität der Bevölkerung“, so Kraus, ankündigte, im nächsten Gemeinderat in der kommenden Woche, Anträge gegen eine Preiserhöhung und für mehr Investitionen einzubringen.

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