Karwoche und Ostern 2026 mit der ORF-Hauptabteilung „Religion und Ethik multimedial“

Die ORF-Hauptabteilung „Religion und Ethik multimedial“ begleitet die diesjährigen Osterfeiertage mit einem vielfältigen Angebot in TV, Radio und Online:

In der Karwoche stehen u. a. die Live-Übertragungen des Katholischen Palmsonntagsgottesdiensts aus der Pfarrkirche Berg im Drautal (29. März, 9.30 Uhr), des Evangelischen Karfreitagsgottesdiensts aus der evangelischen Kirche in Mödling (3. April, 10.05 Uhr), der „Österlichen Segensfeier – Gemeinsam Osterspeisen segnen“ aus der Wallfahrtskirche Maria Straßengel am Karsamstag (4. April, 13.15 Uhr) sowie am Ostersonntag des Katholischen Ostergottesdiensts aus Rom und der Osteransprache von Papst Leo XIV. mit dem päpstlichen Ostersegen „urbi et orbi“ (5. April, ab 9.55 Uhr) auf dem Programm von ORF 2.

ORF III überträgt das Triduum Sacrum aus der Stadtpfarrkirche Bad Hall in Oberösterreich: den Katholischen Gottesdienst „Feier des letzten Abendmahls“ (2. April, 19.00 Uhr), den Katholischen Gottesdienst „Feier vom Leiden und Sterben Christi“ (3. April, 19.00 Uhr) sowie den Katholischen Gottesdienst „Feier der Osternacht“ (4. April, 21.05 Uhr), außerdem den Evangelischen Gottesdienst (6. April, 10.00 Uhr) aus der Kreuzkirche in Graz. Im Zeichen des Osterfests stehen in ORF 2 und auf ORF ON weiters die Erstausstrahlungen „kreuz & quer reportage: Das Kreuz mit dem Karfreitag“ und „kreuz & quer spezial: Der Jesus-Prozess“, aktuelle Ausgaben von „Prisma“, „Was ich glaube“ und „FeierAbend“ sowie Beiträge in Ö1, Ö3 und auf https://religion.ORF.at. Alle Sendungen sind auch auf ORF Sound und auf ORF ON abrufbar.

Die TV-Angebote in ORF 2 und ORF III im Überblick

Vom Palmsonntag (29. März) bis Ostermontag (6. April) zeigt ORF 2 täglich vor der „ZIB“ um 8.59 Uhr „Die gute Minute“. In einer Zeit, in der sich schlechte Nachrichten häufen, erzählen unterschiedliche Persönlichkeiten von ihren „guten Momenten“ am Tag: persönliche Erfolge, aufbauende Erlebnisse, die Mut machen, Möglichkeiten, sich selbst und anderen etwas Gutes zu tun.

Am Palmsonntag (29. März) begibt sich Filmemacher Stefan Ludwig in „Wer erträgt das Kreuz?“ (9.05 Uhr) auf eine persönliche Suche nach einer heute überzeugenden Deutung des Kreuzes. Er sucht nach Antworten in der Kunst und der Theologie, aber auch im Dialog mit Gläubigen und mit Menschen, die das Kreuz vehement ablehnen. Um 9.30 Uhr überträgt ORF 2 live aus der Pfarrkirche Berg im Drautal den Katholischen Palmsonntagsgottesdienst mit Pfarrer und Dechant Josef Allmaier. In der anschließenden Dokumentation „Padre Pio und die Wundmale – Porträt eines umstrittenen Heiligen“ (10.30 Uhr) zeichnet ORF-Italien-Korrespondentin Cornelia Vospernik ein differenziertes Bild des schillernden Ordensmannes Pio von Pietrelcina, der vor allem in der emotionalen süditalienischen Volksfrömmigkeit enorme Resonanz gefunden hat. Der Karfreitag gilt als wichtigster Feiertag der evangelischen Kirchen. Allerdings wurde er als arbeitsfreier Tag für evangelische Christinnen und Christen, der ebenso für Altkatholiken und Methodisten galt, in Österreich 2019 gesetzlich abgeschafft: Als gesetzlicher Feiertag für Christen der genannten Kirchen stelle diese Regelung eine religiöse Diskriminierung aller anderen Arbeitnehmer:innen dar, hatte der Europäische Gerichtshof geurteilt. In „kreuz & quer reportage: Das Kreuz mit dem Karfreitag“ (12.30 Uhr) zeigt Heidi Neuburger-Dumancic die religiöse Bedeutung des Karfreitags für die evangelischen Kirchen, zeichnet die Geschichte des Protestantismus in Österreich nach – und beleuchtet die facettenreiche Diskussion über das „Karfreitagsurteil“, die bis heute andauert. In „Was ich glaube“ (16.55 Uhr) spricht Theologin und Psychotherapeutin Monika Prettenthaler über die Rolle des Esels am Palmsonntag.

Das Turiner Grabtuch gehört zu den faszinierendsten und umstrittensten Objekten religiöser Verehrung: In dieses Tuch, so heißt es, soll Jesus von Nazareth nach seiner Kreuzigung zur Grablegung gehüllt worden sein. Ist das Bildnis dieses 1,80 Meter großen Mannes, der die Wunden eines Gekreuzigten trägt, ein frommes mittelalterliches Artefakt? Oder ist es tatsächlich der Abdruck eines Leichnams aus der Antike? Den Verfechterinnen und Verfechtern der Fälschungsthese, die sich auf Ergebnisse einer Radiokarbonanalyse berufen, stehen Forscherinnen und Forscher gegenüber, die stichhaltige Indizien für eine Datierung des Tuches auf die Zeitenwende gefunden haben wollen. Die „kreuz & quer“-Produktion „Das Grabtuch von Turin – ein Mysterium“ (31. März, 22.35 Uhr) erörtert, wie sich die widersprüchlichen Hinweise deuten lassen.

Am Gründonnerstag (2. April) zeigt ORF III um 19.00 Uhr den Katholischen Gottesdienst „Feier des letzten Abendmahls“ aus der Stadtpfarrkirche Bad Hall in Oberösterreich mit Pater Siegfried Eder.

Am Karfreitag (3. April) steht um 9.50 Uhr die „FeierAbend“-Ausgabe „Von der Zerstörung zum Leben“ von Stefan Ludwig und Michael Cencig auf dem Programm von ORF 2: Von Ex-Jugoslawien bis zur Ukraine – der persönliche Eindruck von Krieg und Zerstörung prägt viele Arbeiten des kärntnerisch-slowenischen Künstlers Valentin Oman. Seine Kreuzdarstellungen zeigen den menschlichen Körper in extremer Abstraktion und drücken dennoch tiefe Empathie mit dem leidenden Menschen aus, zugleich aber die unzerstörbare Hoffnung auf Erlösung. Um 10.05 Uhr folgt die Übertragung des Karfreitagsgottesdiensts aus der evangelischen Kirche in Mödling mit Pfarrerin Anne Tikkanen-Lippl. Im Mittelpunkt von „kreuz & quer spezial“ (18.25 Uhr) steht „Der Jesus-Prozess“: Florian Höllerl geht dabei folgenden Fragen nach: Was kann die Wissenschaft über die Hintergründe der Hinrichtung auf Golgotha nach kritischer Auswertung der Quellen historisch verlässlich sagen? Was war der Grund für das römische Todesurteil? Und welche Rolle spielten der Hohe Rat und sein ambivalentes Verhältnis zum römischen Präfekten Pontius Pilatus? Um 19.00 Uhr überträgt ORF III den Katholischen Gottesdienst „Feier vom Leiden und Sterben Christi“ aus der Pfarrgemeinde Bad Hall mit Pater Siegfried Eder. Um 20.00 Uhr zeigt ORF 2 die von Amelie Sztatecsny gestaltete „FeierAbend“-Ausgabe „Mut im Dunkel – Edith Stein und die Hoffnung“: Edith Stein hat als jüdische Philosophin, die zum Christentum konvertierte und Ordensfrau wurde, Spannungen vereint, die sie zu Brücken ihres Denkens gemacht hat. Ihr Zugang zum Glauben inmitten von Leid, Schweigen der katholischen Kirche und NS-Terror hat ihr Leben bis zu ihrer Ermordung in Auschwitz geprägt. Heute stellt ihr Vermächtnis die Frage, wie Menschen in dunklen Zeiten Hoffnung, Würde und Glaube bewahren können.

Am Karsamstag (4. April, 13.15 Uhr) zeigt ORF 2 die „Österliche Segensfeier – Gemeinsam Osterspeisen segnen“ mit dem steirischen Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl aus dem Kirchhof der Wallfahrtskirche Maria Straßengel in Gratwein. Wie plausibel ist die Bibel? In „Prisma“ (16.45 Uhr) berichten Lisa Ganglbaur und Nina Goldmann über neue Erkenntnisse der Jesus-Forschung. Rom-Korrespondentin Cornelia Vospernik berichtet anschließend über „Das Franziskus-Osterdrama: Tod im Vorjahr Ostern, Verehrung heute“: Die Ereignisse zu Ostern vor einem Jahr waren dramatisch: Bis zuletzt blieb unklar, ob Papst Franziskus am Ostersonntag den berühmten Segen urbi et orbi spenden kann. Als er es sichtlich geschwächt doch schaffte, zeigte sich die katholische Welt erleichtert, doch in den Morgenstunden des Ostermontags starb er. Heute wird Franziskus mehr verehrt denn je, die Besucherinnen und Besucher stehen bei seiner Grabstätte in Santa Maria Maggiore Schlange. Um 21.05 Uhr ist in ORF III der Katholische Gottesdienst „Feier der Osternacht“ aus der Stadtpfarrkirche Bad Hall mit Pater Siegfried Eder zu sehen.

Am Ostersonntag (5. April) überträgt ORF 2 um 9.55 Uhr den Katholischen Ostergottesdienst aus Rom mit Papst Leo XIV., um 12.00 Uhr folgt die Osteransprache des neuen Papstes mit dem Segen „urbi et orbi“. Er war der verwöhnte Spross eines reichen Tuchhändlers – und wurde zum Begründer eines Bettelordens: der heilige Franziskus. In diesem Jahr wird sein 800. Todestag gefeiert. Die Reportage „Auf den Spuren des Heiligen Franz von Assisi“ (12.30 Uhr) von Peter Beringer zeigt die Stätten dieser wundersamen Wandlung des Heiligen aus Assisi und begleitet Menschen, die heute aus der Spiritualität des heiligen Franz ihre Kraft schöpfen. In „Was ich glaube“ (16.55 Uhr) widmet sich Johannes Freitag, Weihbischof der Diözese Graz-Seckau, der Frage „Wie ist das mit der Auferstehung?“. „Ostern ist für mich eigentlich das wichtigste Fest. Das hängt auch mit meiner eigenen Berufung zusammen“, erzählt die aus der Wachau stammende Sr. Franziska Madl. Die Dominikanerin, die im vergangenen November als erste Frau zur Vorsitzenden der Österreichischen Ordenskonferenz gewählt wurde, hat sich „Resurrectio mortuorum“ – „Auferstehung der Toten“ – als Leitmotto gewählt. In ihrem Konvent im Westen von Wien, in dem sie die Funktion der Priorin bekleidet, begleitet Andrea Eders „FeierAbend“-Ausgabe „Stärker als der Tod“ (19.52 Uhr) die Theologin zu von ihr ausgewählten Orten, an denen die Osterbotschaft für sie in unterschiedlichen Facetten spürbar wird.

Am Ostermontag (6. April) steht um 10.00 Uhr der Evangelische Gottesdienst aus der Kreuzkirche in Graz mit Pfarrer Paul Nitsche und den Kirchenkabarettisten Oliver Hochkofler und Imo Trojan auf dem Programm von ORF III. In „Was ich glaube“ (16.50 Uhr) spricht Monika Prettenthaler, Theologin und Psychotherapeutin, über Emmaus und Wege aus der Krise. In Klara Hardens „FeierAbend“-Ausgabe „Die Kunst der Begegnung“ (19.52 Uhr) beschäftigt sich Psychiater, Psychologe und Philosoph Michael Lehofer mit der Frage, was ein erfülltes Leben möglich macht. In seiner Arbeit betrachtet er die einfache, aber unbequeme Frage: Was, wenn wir den Blick für das Wesentliche verloren haben? Bei einem Spaziergang durch Graz trifft er einen Freund – den Künstler Leo Zogmayer – im Gespräch über Kunst, Freiheit und Spiritualität geht es um jene Momente, in denen ein Weg aus der Krise sichtbar wird. Lehofer zeigt, warum echte Begegnung und das Loslassen alter Muster der Anfang eines neuen Weges sein können.

Religion im Radio – Ostern 2026

Am Palmsonntag (29. März) spricht Gabriele Eder-Cakl, Direktorin des österreichischen Pastoralinstituts, im Ö1-„Zwischenruf“ (6.55 Uhr) über die Kartage und Ostern, „Lebenskunst“ (7.05 Uhr) berichtet u. a. über die symbolreiche Geschichte des ersten Palmsonntags. In der Karwoche macht sich Br. Thomas Hessler OSB, Leiter des Europaklosters Gut Aich und Künstler, „Gedanken für den Tag“ zum Thema „Zwischen Kreuz und neuem Morgen“ – von Montag, dem 30. März, bis Samstag, den 4. April, jeweils um 6.57 Uhr in Ö1. „Im Fokus – Religion und Ethik“ (16.05 Uhr, Ö1) berichtet am Mittwoch, dem 1. April, unter dem Titel „Glauben nach dem Krieg – Stimmen der Versöhnung in Kolumbien“ über Glauben als Werkzeug der Heilung – ein Konzept, das spirituell und zugleich zutiefst politisch ist. Zu Beginn des Triduum Sacrum befasst sich der evangelische Theologe und Pfarrer der Lutherischen Stadtkirche in Wien, Johannes Modeß, am Gründonnerstag in „Betrifft: Ostern“ (18.50 Uhr, Ö1) mit der „Demokratisierung des Lichts – Ostern bedeutet Hoffnung für alle“. In „Einfach zum Nachdenken“ in Ö3 spricht er am Karfreitag um 22.58 Uhr über „Toxic Positivity und Karfreitag“.

Am Ostersonntag (5. April) befasst sich der Theologe und Judaist Gerhard Langer im Ö1-„Zwischenruf“ (6.55 Uhr) mit „Pessach, Ostern und Befreiung“. „Lebenskunst“ (7.05 Uhr, Ö1) berichtet u. a. über „Neues vom Menschen aus Nazareth – Der historische Jesus und seine Botschaft“. Am Ostermontag (6. April) erklärt Lena Göbl am Feiertagmorgen in Ö3, was Ostern mit dem jüdischen Fest Pessach zu tun hat. Die „Lebenskunst“ (7.05 Uhr) in Ö1 geht u. a. der Frage nach, wie Jesus von Nazareth tatsächlich ausgesehen haben mag, und „Memo – Ideen, Mythen, Feste“ wirft ab 19.05 Uhr ebenfalls im Programm von Ö1 einen Blick auf und in die „Osterkrippen“ (auch Fasten- oder Passionskrippen genannt), wie sie in der Zeit des Barocks besonders populär gewesen sind – bis ihnen Kaiser Joseph II. im Sinne der Aufklärung ein Ende bereiten wollte. Am 8. April, gegen Ende des jüdischen Pessach-Festes, sendet Ö1-„Im Fokus“ ein Porträt der quirligen und in gewisser Weise unangepassten Künstlerin Lea Kalisch, Ehefrau des Rabbiners der jüdischen Gemeinde „Or Chadasch“.

Ostern auf religion.ORF.at

Die ORF-Religionswebsite startet in der Karwoche mit empfehlenswerten Buchtipps für Jung und Alt, die zum Osterfest und in die Jahreszeit passen. Es werden u. a. Wege durch den Bibelwald gefunden, Superheldinnen des Glaubens begleitet, und es wird angeregt, wie man die Angst vor fast allem verliert. Weites informiert religion.ORF.at über Ursprung und Symbolik von Hase, Ei und sonstigem Brauchtum rund um Ostern. Eine Suche nach den sieben Todsünden im Hier und Jetzt bietet in der Osterzeit Irene Klissenbauers Rezension von Daniel Uchtmanns Hörbuch und Bildband „Die sieben Todsünden“. Der Autor bringt Analysen von Kunstwerken in Verbindung mit zeitgenössischen Fragen.

Franz von Assisi soll als erster Mensch die Stigmata – Wundmale – Christi empfangen haben. Über die Theologie der für manche schwer zugänglichen Zeichen schreibt Johanna Grillmayer. Und Nina Goldmann begibt sich auf die Spuren des historischen Jesus von Nazareth. Wer war der später als Christus, als Messias Verehrte, wie könnte er gelebt haben, wie war das sozioökonomische Umfeld, wer waren die Menschen, zu denen er gesprochen hat und welche Forschungen werden dafür herangezogen?

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