Neues Klinikum Stockerau: ÖVP und FPÖ dünnen ländlichen Raum weiter aus

Standort im Hochwassergebiet stößt Grünen Niederösterreich besonders sauer auf

Die Entscheidung von ÖVP und FPÖ für Stockerau als Standort des neuen NÖ-Klinikums lässt den Norden des Weinviertels medizinisch im Regen stehen. „Das Klein-Klein der Gesundheitsplanung wird durch die Wahl von diesem Standort verstärkt. Wir haben einerseits 15 Minuten westlich Tulln als Standort und 15 Minuten nach Wien. Das zeigt einmal mehr: Die Planung der Gesundheitsstruktur muss in Bundeskompetenz, denn bei dieser Entscheidung wurde Wien offenbar nicht mitgedacht“, sagt Gesundheitssprecherin Silvia Moser.

Besonders die Standortwahl in einem Hochwasser-Gebiet lässt bei den Grünen Unverständnis zurück. „Wir wissen aus leidvoller Erfahrung, dass selbst Hochwasser-Ereignisse mit 300-jähriger Wahrscheinlichkeit mittlerweile nicht auszuschließen sind. Einen Milliardenbau in einem solchen Gebiet zu errichten, ist verantwortungslos“, sagt Weinviertel-LAbg. Georg Ecker (Grüne). Auch die medizinische Versorgung des nördlichen Weinviertels lässt bei ihm viele Fragezeichen offen: „Während ÖVP und FPÖ in Stockerau ein neues Spital ankündigen, wird das Krankenhaus Hollabrunn Schritt für Schritt ausgehöhlt und der Notarztstützpunkt Retz bereits nächstes Jahr ersatzlos gestrichen. Die Standortwahl war ein Prozess nach politischen Vorgaben“, ist Ecker überzeugt.

Der Grüne Abgeordnete fordert von der Landesregierung klare Antworten: Wie wird die Notfallversorgung im nördlichen Hollabrunn nach dem Aus des Stützpunkts Retz konkret sichergestellt? Und was passiert mit dem Krankenhaus Hollabrunn — wird es weiter ausgedünnt, bevor adäquater Ersatz vorhanden ist?

„Es zeigt sich einmal mehr, dass es die richtige Entscheidung war, dass wir als einzige Partei gegen den von ÖVP, FPÖ, SPÖ und NEOS beschlossenen Gesundheitsplan gestimmt haben. Die Menschen im gesamten Weinviertel müssen sich auf ihre Gesundheitsversorgung verlassen können. Es braucht hier endlich Antworten von Schwarz-Blau und ein Ende des Mauerns. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern aus ganz NÖ fordern wir diese Antworten – über die Petition unter http://rettet-unsere-gesundheit.at“, schließt Moser.

Pressesprecher
Michael Pinnow

Grüner Klub im NÖ Landtag
Telefon: +43676 944 72 69
E-Mail: michael.pinnow@gruene.at
Website: https://noe.gruene.at/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender