
10.Mai 2026: TKG beteiligt sich erneut an der Internationalen Befreiungsfeier in Mauthausen
„Niemals wieder .Niemals Nummer. Immer Mensch.“
Wien (OTS) — Am 10. Mai 2026 finden zwei zentrale Veranstaltungen der österreichischen Erinnerungskultur statt: das Fest der Freude am Wiener Heldenplatz sowie die Internationale Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Beide Termine erinnern an das Ende des nationalsozialistischen Terrors und die Befreiung vom NS-Regime im Mai 1945.
ZWISCHEN ERINNERUNGSKULTUR UND VERANTWORTUNG
Seit Jahrzehnten lädt das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) in enger Zusammenarbeit mit der Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen (ÖLM) und dem Comité International de Mauthausen (CIM) zu diesen jährlichen Gedenkfeiern ein. Die TKG nimmt seit Jahren aktiv daran teil — unter dem Leitgedanken: „Niemals Nummer. Immer Mensch.“
Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) wird mit einer Delegation an beiden Veranstaltungen teilnehmen — als Zeichen des Gedenkens, der Solidarität und des klaren Bekenntnisses zu Demokratie, Menschenwürde und Rechtsstaatlichkeit, die auf Gewaltenteilung sowie auf gemeinsamen Werten in Österreich beruhen.
DIE TKG UND DIE ERINNERUNG AN DIE OPFER
Im Jahr 2009 errichtete die TKG gemeinsam mit befreundeten zivilgesellschaftlichen Initiativen aus Deutschland — ohne staatliche Förderung — eine Gedenkwand in Mauthausen. Im Rahmen ihrer seit dem Jahr 2000 durchgeführten Forschungsarbeit konnte die TKG zudem türkische Staatsangehörige muslimischen und jüdischen Glaubens identifizieren, die gemeinsam den Tod gefunden haben.
Auf dem Gedenkstein für die türkischen Opfer der Jahre 1933–1945 steht:
„Wir verneigen uns in Respekt vor diesen türkischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern mit muslimischen und jüdischen Wurzeln, die schmerzvoll gestorben sind.“
Quelle: TKG – Seltsame Begegnungen: Türken in Mauthausen
AUFRUF ZUR TEILNAHME
„Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich ruft alle Menschen mit türkischen Wurzeln, die in Österreich ihre neue Heimat gefunden haben, dazu auf, an einem der bedeutendsten Gedenktage der österreichischen Geschichte teilzunehmen. Mit dieser Teilnahme bekennen wir uns zur Geschichte Österreichs — mit all ihren Höhen und Tiefen — sowie zur freiheitlich-demokratischen, pluralistischen und säkularen Verfassung, die aus dieser Vergangenheit erwachsen ist.
Denn wir sind verpflichtet, aus der Geschichte zu lernen — im Geiste einer friedvollen, vielfältigen und freiheitlichen Republik Österreich, ohne Rache, aber mit Verantwortung.“ — Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)
„EINSPRUCH GEGEN FAKE HISTORY“
Die Publizisten der TKG haben gemeinsam mit dem Obmann der TKG Prof. DI Birol Kilic zudem ein Essay-Buch mit dem Titel „Einspruch gegen Fake History“ für Österreich veröffentlicht. Die erste Auflage erschien im November 2022. Auf der Rückseite des Essays heißt es:
„Wahre Geschichten der türkisch-jüdischen Freundschaft. Kurz und prägnant geschrieben, wendet sich dieses Essay als Einspruch mit positivem Ansatz besonders an politisch interessierte Leserinnen und Leser in Österreich. Es soll keine Propaganda sein, weder für eine bestimmte Ideologie noch für eine Religion.
Das Buch versteht sich als Anregung für ein friedlicheres Zusammenleben in Österreich und Europa. Es ist ein Einspruch gegen den Missbrauch von Religionen im Allgemeinen, unabhängig davon, um welche Religion es sich handelt. Es will Perspektiven eröffnen und anhand starker Beispiele Aufklärung gegen Fake News und Fake History leisten, gegen die Vernebelung und Verdunkelung von Informationen bzw. Erzählungen.
Es ruft uns alle dazu auf, dies mit Worten und Taten umzusetzen. Für unser Land Österreich.“
Das PDF des Buches wurde vom Verlag im Sinne der „res publica“, also des Gemeinwohls, öffentlich freigeschaltet.
PDF „EINSPRUCH GEGEN FAKE HISTORY“:
Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG-Think Tank)
Dr Melissa Günes
E-Mail: m.gunes@turkischegemeinde.at
Website: https://www.turkischegemeinde.at
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