Sima/Franz/Arapovic: Supergrätzl Favoriten – Wiens größtes urbanes Freiluft-Wohnzimmer ist fertig!

Über 7.000 m2 entsiegelte Fläche – Verkehrsberuhigung und mehr Aufenthaltsqualität – 66 neue Bäume – Eröffnungsfest ab Mittag

Große Premiere in der Hauptstadt: Wiens 1. Supergrätzl ist fertig und das wird gefeiert! Auch hier war das Motto „Raus aus dem Asphalt!“: Über 7.000 Quadratmeter wurden im Grätzl rund um die Schule in der Herzgasse entsiegelt und begrünt, mehrere Straßenzüge verkehrsberuhigt und vom Durchzugsverkehr befreit! Das Gebiet zwischen Gudrunstraße, Leebgasse, Quellenstraße und Neilreichgasse mitten im 10. Bezirk hat sich in eine Aufenthaltsoase für die ganze Nachbarschaft verwandelt. Baulich fertiggestellt wurde das Projekt planmäßig bereits Ende letzten Jahres, bis zum Frühjahr folgte die Bepflanzung. Planungsstadträtin Ulli Sima, Bezirksvorsteher Marcus Franz und NEOS Wien Klubvorsitzende Selma Arapovic haben das Supergrätzl heute offiziell eröffnet und zum Nachbarschaftsfest geladen!

„Mit unserem Supergrätzl – nach Vorbild der sogenannten „Superblocks“ in Barcelona – ist es uns ein echt großer Wurf gelungen. Es ist schon jetzt ein internationales, klimafittes Vorzeigeprojekt geworden. Mit den verkehrsberuhigten Straßen, vielen neuen Grünflächen, 66 neuen Bäume, Spielflächen und diversen Sitzgelegenheiten hat es den Charakter eines Freiluft-Wohnzimmers für die gesamte Nachbarschaft. Herzstück des Projekts ist die begrünte und gekühlte Fußgänger*innenzone rund um die Mittelschule Herzgasse. Statt viel Autolärm gibt es im Supergrätzl viel Raum und Sicherheit für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen!“, so PLANUNGSSTADTRÄTIN ULLI SIMA.

BEZIRKSVORSTEHER MARCUS FRANZ ist begeistert: „Viele andere Bezirke wünschen sich ein Supergrätzl – Favoriten hat jetzt das erste! Und es setzt Maßstäbe bei der Aufenthaltsqualität, der Begrünung und der Verkehrssicherheit für alle – besonders aber für die Schülerinnen und Schüler der Herzgasse. Hier ist mit viel Pioniergeist etwas gelungen, das internationale Vergleiche nicht zu scheuen braucht. Von der Aufwertung profitieren alle, die im Supergrätzl wohnen, aber auch alle, die in diese verkehrsberuhigte Stadtoase kommen um zu spielen, entspannen oder mit dem Nachbar zu plaudern.“

WENIGER VERKEHR, MEHR PLATZ FÜR LEBENSQUALITÄT

Kern der Transformation zu einem Supergrätzl ist die vollständige Unterbindung des Durchzugsverkehrs. Mit sogenannten Diagonalfiltern wird der Autoverkehr an den Kreuzungen im Supergrätzl wieder auf die Hauptstraßen abgeleitet. Weniger Lärm, bessere Luft und mehr Sicherheit sind die unmittelbar spürbaren Vorteile für die Bewohner*innen, die sich ab sofort über mehr Platz zum Spazieren, Entspannen und Verweilen freuen können. Zufahren bleibt weiterhin möglich. Ganz im Sinne der Kreislaufwirtschaft bestehen die im Supergrätzl eingesetzten Diagonalfilter aus umfunktionierten Betonringen, die einst noch auf der Donauinsel als Abfallbehälter im Einsatz waren.

„Das Supergrätzl in Favoriten zeigt, wie wir unsere Stadt gemeinsam lebenswerter machen können. Durch weniger Durchzugsverkehr, mehr Grünraum und sichere Wege entsteht spürbar mehr Lebensqualität für die Menschen im Bezirk – egal ob zu Fuß, mit dem Rad oder mit der Familie unterwegs. Besonders gelungen ist der neugestaltete Schulvorplatz in der Herzgasse: Dort ist ein sicherer, kühler Freiraum entstanden, in dem Kinder unbeschwert spielen können. Mit neuen Bäumen, Entsiegelung und mehr Platz für Begegnung machen wir Wien Schritt für Schritt klimafit und noch lebenswerter“, betont NEOS WIEN KLUBVORSITZENDE SELMA ARAPOVIC.

ASPHALT ADE – 66 NEUE BÄUME FÜR FAVORITEN

Neben den bestehenden 47 Bäumen, sorgen nun gleich 66 zusätzliche Bäume und ganze 94 Grünflächen für jede Menge Begrünung in den bisher asphaltlastigen Straßenzügen und versprechen deutliche Abkühlung in der heißen Jahreszeit. In den Kreuzungsbereichen sind insgesamt 11 kleinere Aufenthaltsräume entstanden, die zum Verweilen und die kleinsten Bewohner*innen auch zum Spielen einladen. Diese wurden so wie die Fußgänger*innenzone mit zahlreichen Vernebelungsanlagen, Wasserspielen und einer hellen Pflasterung versehen, wodurch die Oberfläche entsiegelt wird und sich in der heißen Jahreszeit weniger stark aufheizt. Rund 60 neue Sitzgelegenheiten laden dazu ein, das neu begrünte Ambiente zu genießen.

NEUE KLIMAFITTE FUZO FÜR SCHÜLER*INNEN DER HERZGASSE

Das Highlight ist die neue Fußgänger*innenzone rund um den Häuserblock der Mittelschule Herzgasse. Diese bietet den Schulkindern ein sicheres und begrüntes Umfeld und ist ein attraktiver Treffpunkt für die Nachbarschaft. In die Flächen zwischen den neuen Grünbeeten malt die sickerfähige Pflasterung ein mehrfarbiges Muster und verleiht dem Grätzl damit besonderen Charme. Vor allem die Klinkerpflasterung in erdigen Rottönen vermittelt– gemeinsam mit den neuen Bäumen – das Gefühl, dass man sich in einem schattigen Innenhof mit Garten befindet. Diese Art der Pflasterung erinnert an die lange Tradition der Ziegelsteinproduktion in Favoriten und harmoniert im Erscheinungsbild mit der Fassade des Schulgebäudes. Auch der Gehsteigbereich vor dem städtischen Kindergarten in der Gudrunstraße wurde verbreitert und mit Sitzmöbel aufgewertet.

FRISCHES NASS FÜR WASSERSPASS

Insgesamt sorgen 6 Wasserspiele sowie 3 Pergolen mit Nebeldüsen und 2 Nebelstelen im ganzen Supergrätzl für Kühlung. Zwei kleine Bachläufe am Schulvorplatz in der Herzgasse werden in der warmen Jahreszeit von Bodendüsen mit frischem Wasser gespeist und bringen willkommene Abkühlung für Jung und Alt. Zusätzlich wird es in der neuen Fußgänger*innenzone auch einen Quellstein, eine Wasserschale und ein weiteres Wasserspiel mit Fontänendüsen und Nebeldüsen geben. Trinkbrunnen stellen frisches Hochquellwasser bereit.

SUPERGRÄTZL ALS FAHRRADFREUNDLICHE INSEL

Im Supergrätzl ist auf fast allen Straßen das Radfahren gegen die Einbahn möglich. So wird es als „fahrradfreundliche Insel“ zu einer angenehmen Ausweichroute zu den vielbefahrenen Straßen am Rand des Gebiets. Mit dem Auto kann man nach wie vor zu- und abfahren. Hauseingänge und Garageneinfahrten bleiben für Bewohner*innen und Besucher*innen sowie für Service- und Einsatzfahrzeuge weiterhin erreichbar. Bestehende Ladezonen und Stellplätze für Menschen mit Behinderung bleiben erhalten. Die dadurch ermöglichte klimafitte, einladende Ausgestaltung auf den Straßen im Supergrätzl sorgen so für neue, attraktive Orte der Begegnung im öffentlichen Raum und lassen die Nachbarschaft zusammenwachsen.

RAUS AUS DEM ASPHALT-REKORDBILANZ

Die Raus aus dem Asphalt- Offensive brachte bislang 344 Projekten in allen 23 Bezirken, mehr als 3.300 Bäume wurden allein im Straßenraum gepflanzt, über 2.700 Sitzmöglichkeiten errichtet und knapp 2.000 Quadratmeter Wasserspiel geschaffen. Mit der historischen Begrünungsoffensive Wiens erfahren die Grätzl eine massive Verbesserung des Mikroklimas und damit eine Aufwertung der Lebensqualität.

Alle Projekte gibt es auf der interaktiven Wien-Karte zum Entdecken https://wienwirdwow.at/

rk-Fotoservice: https://presse.wien.gv.at/

Mediensprecherin StRin Ulli Sima
Sophia Schönecker
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