75. Städtetag in Leoben: Ludwig: „Aus einer Krise spart man sich nicht heraus“

Pressekonferenz mit Ludwig, Wallner und Kaltenegger zu Finanzlage der Städte

Heute, Mittwoch, 10. Juni hat als Auftakt des 75. Österreichischen Städtetages in Leoben eine Pressekonferenz mit Städtebund-Präsident Bürgermeister Michael Ludwig, dem gastgebenden Bürgermeister und Vorsitzenden der Städtebund-Landesgruppe Steiermark Kurt Wallner, der Bürgermeisterin von Bruck an der Mur Susanne Kaltenegger und Städtebund-Generalsekretär Thomas Weninger stattgefunden. Themen waren unter anderem: die finanzielle Lage der Städte und die Stadt Leoben als grüne, urbane Ankerstadt der Obersteiermark – mit starken Bildungs- und Forschungseinrichtungen, moderner Wirtschaft und hoher Lebensqualität.

Städtebund-Präsident Bürgermeister MICHAEL LUDWIG stellte klar: „Wir sorgen für Kindergärten und Schulen, Pflege, Gesundheit und öffentlichen Verkehr. Und genau in diesen Bereichen steigen die Kosten derzeit besonders stark. Gleichzeitig werden immer mehr Aufgaben an die kommunale Ebene herangetragen, ohne dass die Finanzierung im selben Ausmaß mitwächst. Trotzdem leisten wir unseren Beitrag zur gesamtstaatlichen Konsolidierung. Daher brauchen wir eine Reform der Grundsteuer – rasch und unbürokratisch und zuerst eine Erhöhung der Hebesätze von 500 auf 750 Prozent. Das würde Städten und Gemeinden jährlich rund 396 Millionen Euro bringen. Außerdem braucht es finanzielle Klarheit beim verpflichtenden zweiten Kindergartenjahr. Bei Entscheidungen rund um die Lohnnebenkosten ist zu berücksichtigen, dass Städte und Gemeinden auch miteinbezogen werden. Und eines ist auch klar: Aus Krisen spart man sich nicht heraus, aus Krisen investiert man sich heraus und Entscheidungen können nur gemeinsam und auf Augenhöhe getroffen werden.“

Bürgermeisterin SUSANNE KALTENEGGER erklärte: „Bruck ist das verbindende Zentrum einer Region, in der Industrie, Mobilität und Lebensqualität ineinandergreifen. Unsere Aufgabe ist es, diese Stärke in eine zukunftsfähige Stadt zu übersetzen – mit klaren Prioritäten, verantwortungsvoller Infrastrukturpolitik und einer Vision, die weit über unsere Stadtgrenzen hinauswirkt. Denn Infrastrukturpolitik ist Standortpolitik und diese entscheidet darüber, ob Menschen hier leben wollen.“

Bürgermeister KURT WALLNER betonte: „Der 75. Österreichische Städtetag in Leoben ist für uns eine große Ehre und zugleich die Gelegenheit, Leoben als das zu zeigen, was unsere Stadt heute ist: eine Ankerstadt der Obersteiermark. Seit dem letzten Städtetag mit regionaler Beteiligung im Jahr 2009 hat sich Leoben stark weiterentwickelt – aus industrieller Tradition ist Hightech geworden, aus gewachsenen Strukturen sind neue Kompetenzen entstanden. Leoben ist Arbeits-, Bildungs-, Forschungs-, Wohn- und Universitätsstadt zugleich. Dass wir unsere Bevölkerungszahl in einer Region mit Abwanderungsdruck stabil halten und zugleich als Arbeitsstandort weit über die Stadtgrenzen hinauswirken, ist ein großer kommunaler Erfolg. Der Städtetag passt deshalb gut nach Leoben: Hier wird sichtbar, wie Wandel gelingen kann, wenn eine Stadt ihre Stärken kennt und konsequent weiterentwickelt.“

Abschließend präsentierte Städtebund-Generalsekretär Thomas Weninger den Ablauf des 75. Österreichischen Städtetages. Die feierliche ERÖFFNUNG durch Städtebund-Präsident Bürgermeister Michael Ludwig und Bürgermeister Kurt Wallner findet heute, Mittwoch, am Nachmittag um 15.30 Uhr in der Montanuni Leoben statt. Bundespräsident ALEXANDER VAN DER BELLEN und Bundeskanzler CHRISTIAN STOCKER halten Ansprachen.

Danach findet eine TALKRUNDE ZUR REFORMPARTNERSCHAFT, INSBESONDERE ZU ENERGIEFRAGEN STATT. Dabei tauschen sich Energiestaatssekretärin Elisabeth Zehetner, Städtebund-Präsident Bürgermeister Michael Ludwig, Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom und Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl aus.

Zudem spricht Moderator Philipp Hansa (Ö3) mit Peter Moser, Rektor der Montanuni Leoben über Wissenschaft und Forschung. Das Motto: „WISSEN SCHAFFT URBANE ZUKUNFT“.

MORGEN, DONNERSTAG, 11. MAI 2026 AB 9:30 UHR FOLGEN VIER HOCHKARÄTIG BESETZTE ARBEITSKREISE:

* DIE ZUKUNFT DES WOHNENS – LEISTBAR, SOZIAL UND KLIMARESILIENT: mit unter anderem Bürgermeisterin Susanne KALTENEGGER (Bruck/Mur), Bürgermeister Johannes ANZENGRUBER (Innsbruck), Sabine NADERER-JELINEK (Leonding), Bürgermeister-Stellvertreter Kay-Michael DANKL und Stefan MOSER (Europäische Kommission)
* GEMEINDEKOOPERATIONEN – ERFOLGREICHE MODELLE FÜR STÄDTE UND GEMEINDEN: mit Karoline MITTERER (KDZ), Bürgermeisterin Elisabeth BLANIK (Lienz), Bürgermeister Walter GOHM (Frastanz/Präsident Vorarlberger Gemeindeverband), Bürgermeister Mario ABL (Trofaiach)
* EFFIZIENTER ENERGIE- UND ROHSTOFFEINSATZ IM FOKUS DER KREISLAUFWIRTSCHAFT ZUR ERREICHUNG DER KLIMAZIELE: mit unter anderem Roland POMBERGER (Montanuni), Eva GEROLD (Montanuni), Thomas KIENBERGER (Montanuni)
* DIGITALE GEWALT – ANALOGE FOLGEN: Handlungsspielräume und reale Verantwortung für Städte und Gemeinden: mit unter anderem Ingrid BRODNIG (Autorin und Journalistin), Staatssekretär Jörg LEICHTFRIED Bürgermeisterin Ines SCHILLER (Bad Ischl) und Susanne LACKNER (KommAustria)

Mehr Informationen zu den Arbeitskreisen:

Elisabeth Hirt
Kommunikation Österreichischer Städtebund
Mobil: 0676 8118 89990
E-Mail: elisabeth.hirt@staedtebund.gv.at

Katharina Kunz, Österreichischer Städtebund
Tel.: 0676 8118 89983
E-Mail: katharina.kunz@staedtebund.gv.at

Gerda Mackerle, Stadt Wien – Kommunikation und Medien
Tel.: 0676 8118 81086
E-Mail: gerda.mackerle@wien.gv.at

Kerstin Neukamp
Pressesprecherin Stadt Leoben
Mobil: 0676 844 062 373
E-Mail: kerstin.neukamp@leoben.at

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