
„Report“ über „Graz wählt anders“
Am 23. Juni um 21.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON
Yilmaz Gülüm präsentiert den „Report“ am Dienstag, dem 23. Juni 2026, um 21.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON mit folgenden Themen:
Graz wählt anders
Vor fünf Jahren war es die innenpolitische Überraschung. Das traditionell schwarze Graz wurde kommunistisch. Seitdem regiert Elke Kahr gemeinsam mit den Grünen und der SPÖ die zweitgrößte Stadt Österreichs. Ende Juni wird erneut gewählt und laut allen Prognosen könnte die kommunistische Bürgermeisterin in ihrem Amt bestätigt werden. Was macht Graz so speziell? Schließlich stellt auf Landesebene mit Mario Kunasek die FPÖ den Landeshauptmann. Und wie hat sich Graz in den vergangenen fünf Jahren verändert? Eine Reportage von Laura Franz und Martin Pusch.
Auch der „ZIB Talk Spezial“ um 22.30 Uhr in ORF 2 steht im Zeichen der Graz-Wahl. Am Wahlsonntag stehen um 16.00 und um 17.00 Uhr gleich zwei „ZIB Spezial“-Ausgaben auf dem Programm von ORF 2.
Sommer, Sonne, Betreuungslücke? Sommerferien auf dem Prüfstand
454 Euro – so viel zahlen Eltern laut einer aktuellen Umfrage von Marketagent im Schnitt für die Ferienbetreuung ihrer Kinder. Für viele ist das nicht leistbar. Der Wiener Pflichtschul-Elternverein stößt deshalb eine Debatte an: Die Sommerferien sollten gekürzt werden, konkret auf sechs statt neun Wochen. Vom Bildungsministerium kommt dafür vorerst eine Absage. Und auch die Lehrer- und Lehrerinnengewerkschaft stellt sich dagegen. Für zusätzliche Betreuungs- und Schulangebote fehle schlicht das Personal. Barbara Krivanek und Miriam Ressi gehen der Frage nach: Wie viel Wochen Ferien sind genug?
Dazu im Interview: Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS)
Inklusion: Genügend
Bei der Inklusion von Kindern mit Behinderung hat Österreich immer noch ein Aufholbedarf. Die UN-Behindertenrechtskonvention beanstandet, dass ein Drittel der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf separat in Sonderschulen und nicht in inklusiven Klassen unterrichtet wird. Während in der Steiermark nur 16 Prozent der betroffenen Kinder eine Sonderschule besuchen, ist es in Wien und Niederösterreich rund jedes zweite Kind. Damit alle Kinder in Inklusionsklassen unterrichtet werden können, müsste man das ohnedies knappe Geld von den Sonderschulklassen zu den inklusiven Klassen umverteilen. Dafür braucht es noch Überzeugungsarbeit, denn manche Bundesländer schwören auf die Trennung von Kindern mit und ohne Behinderung im Klassenzimmer. Dabei belegen Studien, dass die meisten vom inklusiven Modell profitieren würden, wie Barbara Krivanek und Sabina Riedl aufzeigen.
Sportwetten-Chaos
Sie sind aktuell unübersehbar: Die Werbungen für Sportwetten während der Fußball-Weltmeisterschaft. Was dabei als harmloses Freizeitvergnügen für Fußball-„Experten“ wahrgenommen wird, kann in der Realität zum pathologischen Suchtverhalten werden. Dafür gäbe es eigentlich einen Spielerschutz, der das finanzielle Risiko für Wettkunden minimieren soll. Doch der ist in Österreich neunmal unterschiedlich geregelt und wesentlich lockerer als im Glücksspiel. Denn die Sportwette gilt hierzulande – im Gegensatz zu allen anderen EU-Ländern – als Geschicklichkeitsspiel und ist deshalb Ländersache. Nach der Einigung im Glücksspiel könnte sich aber auch bald die Zuständigkeit bei Sportwetten ändern, wie der Entwurf des aktuellen Ministerratsvortrags zeigt, der dem Report zugespielt wurde: Der Finanzminister plant eine bundesweit einheitliche Regelung, braucht dafür aber die Zustimmung der Landeshauptleute. Und so wird die Sportwette zum Einsatz im großen Verhandlungspoker rund um die Reformpartnerschaft zwischen Bund und Ländern, berichten Yilmaz Gülüm und Emanuel Liedl.
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